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Review: Public Access T.V.

Public Access T.V. – „Street Safari“

Vielleicht merkt man’s nicht, aber ich versuche natürlich sehr wohl, mich auf dem Blog nicht allzu arg zu wiederholen. Heute komme ich nicht dran vorbei – es gibt einfach zu viele Parallelen zwischen Public Access T.V. und Strange Names, deren neues Album ich gestern besprochen habe.

Bei beiden Bands ist es Album zwei – und bei beiden Alben muss ich aufpassen, nicht genau das gleiche zu schreiben wie beim Ersten. Denn wie die Strange Names, die sich ziemlich konkret an einem bestimmten Sound der Popgeschichte orientieren (in ihrem Fall Synth-New Wave ca 1983/84), haben sich auch Public Access TV auf ein ziemlich eng umrissenes Mini-Genre spezialisiert: Sie spielen die klassische New York City Rockband der späten 70s/early 80s, quasi die Ära, als aus Disco New Wave wurde – es geht um Sound, Look und Feel von Blondie/The Knack, wie er später so smart von The Strokes, The Virgins oder zuletzt QTY aufgegriffen wurde.

Wie bei den Strange Names stellt sich damit die Frage: Welche Entwicklung kann auf PATVs zweiten Album stattfinden, wo sich die Band doch quasi per Definition darauf beschränkt, die schönsten Second Hand-Sachen aus Tante Lous Speicher zu kramen, zu entstauben und neu zu kombinieren, anstatt ihre eigene Kollektion zu nähen?
Wie bei Strange Names ist aber auch die Antwort, dass die Sache letztlich steht und fällt mit den Songs, die Public Access T.V. liefern sowie mit der Gewitztheit und Stilsicherheit, mit der sie die alten Styles auftragen.  Review: Public Access T.V. weiterlesen

Review: QTY

QTY – „QTY“

Immer mal wieder kommt’s vor, dass eine US-Band ihren Hype zuerst in Großbritannien kriegt, lange bevor die USA selbst bemerken, was sich zuhause tut. Manchmal dauert’s Jahre, bis sich der Erfolg der Band auch in den Staaten einstellt, oft erreicht er nicht annähernd den Level wie auf der Insel. Dafür zeigen die Briten oft eine echte Trüffelnase: Namen wie REM, Pixies, The Strokes, Black Rebel Motorcycle Club und Kings of Leon sind Beispiele für Karrieren, die über den Umweg London in die Gänge kamen.

Insofern sind QTY natürlich in bester Gesellschaft. Zuhause in New York sind Gitarristin Alex Niemitz und Sänger Dan Lardner lange nicht in die Gänge gekommen. Mehrere Jahre waren sie Mitglieder eines Quartetts namens Grand Rapids, das ein paar EPs machte und mehrere gefragte Bands als Vorband begleiten durfte. Weil die Grand Rapids aber irgendwie nie den nächsten Schritt schafften, trennten sie sich und Dan und Alex fingen als Duo neu an. Ihre Demos landeten in England, dort jubelte man auf. Sofort konnten die zwei einen Vertrag beim Label Dirty Hit (der Heimat u.a. von Wolf Alice und The 1975) unterschreiben, man flog sie nach London und hier durften die New Yorker ihr erstes Album mit Ex-Suede-Gitarrist und Libertines-Producer Bernard Butler aufnehmen. Review: QTY weiterlesen

Access Express

Kann man mehr nach New York klingen als Public Access TV? (Euer Move, QTY!) Ein Jahr nach ihrem feinen Album „Never Enough“ gibt’s ne neue Single des Quartetts namens „Metrotech“. Ein Song, bei dem ich nicht nur an New Wave und Disco der späten 70s denken muss, sondern auch an die Revivalisten The Virgins. Jahrelang kam man am Atomic-Britwoch an deren „One Week Of Danger“ oder „She’s Expensive“ nicht vorbei. Schon ein klassischer Sound, das.