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TV on TV

New Yorks Public Access TV haben einen Clip zu „Rough Boy“ geteilt, dem Lied, das in meinen Augen das Highlight ihres aktuellen Albums „Street Safari“ ist. Es handelt sich um einen Auftritt in der französischen TV-Show „Quotidien“, aber praktischerweise hat diese Show einen Look, der voll retro ist. So kriegen PATV quasi eins dieser Videos geschenkt, die so tun, als spielten sie in einer imaginären TV-Show der 70er oder 80er, wie dies hier oder dies oder dies.

Access Baggage

Sechs Wochen alt etwa ist „Street Safari“, das zweite Album der Vorzeige-NYC-Rocker Public Access T.V.  Ein angebrachter Zeitpunkt, um den Fokus auf eine neue Single zu legen.

Ich habe ja ein absolutes Lieblingslied auf der Platte – und zwar „Rough Boy“. Die Nummer ist ein herrlich trockener New Wave-Fetzer.  PATV haben sich aber für einen anderen Song entschieden, der mir im Albumzusammenhang nicht näher auffiel. Aber gut, wenn sie meinen: „Meltdown“.
(Hier noch mal mein Text zum Album).

Review: Public Access T.V.

Public Access T.V. – „Street Safari“

Vielleicht merkt man’s nicht, aber ich versuche natürlich sehr wohl, mich auf dem Blog nicht allzu arg zu wiederholen. Heute komme ich nicht dran vorbei – es gibt einfach zu viele Parallelen zwischen Public Access T.V. und Strange Names, deren neues Album ich gestern besprochen habe.

Bei beiden Bands ist es Album zwei – und bei beiden Alben muss ich aufpassen, nicht genau das gleiche zu schreiben wie beim Ersten. Denn wie die Strange Names, die sich ziemlich konkret an einem bestimmten Sound der Popgeschichte orientieren (in ihrem Fall Synth-New Wave ca 1983/84), haben sich auch Public Access TV auf ein ziemlich eng umrissenes Mini-Genre spezialisiert: Sie spielen die klassische New York City Rockband der späten 70s/early 80s, quasi die Ära, als aus Disco New Wave wurde – es geht um Sound, Look und Feel von Blondie/The Knack, wie er später so smart von The Strokes, The Virgins oder zuletzt QTY aufgegriffen wurde.

Wie bei den Strange Names stellt sich damit die Frage: Welche Entwicklung kann auf PATVs zweiten Album stattfinden, wo sich die Band doch quasi per Definition darauf beschränkt, die schönsten Second Hand-Sachen aus Tante Lous Speicher zu kramen, zu entstauben und neu zu kombinieren, anstatt ihre eigene Kollektion zu nähen?
Wie bei Strange Names ist aber auch die Antwort, dass die Sache letztlich steht und fällt mit den Songs, die Public Access T.V. liefern sowie mit der Gewitztheit und Stilsicherheit, mit der sie die alten Styles auftragen.  Review: Public Access T.V. weiterlesen

Yeah Cars Go

Ich weiss offen gestanden nicht, was ihr Anlass war – aber das Kataloglabel Rhino hat heute ein altes Video von The Cars online gestellt. Und zwar „Shake It Up“, den Titelsong des zweiten Albums der Bostoner Band, welches 1981 erschien. Der Song ist ein knackiges Post-New Wave-Pop-Dings – und da ich hier The Cars erstens immer mal wieder als Vorläufer heutiger Bands wie, sagen wir mal Public Access TV, Strange Names und irgendwie auch The Strokes nenne und ich mir zweitens vorstellen kann, dass der Song auch auf heutigen Indiediscos durchaus kicken könnte, teile ich ihn doch mal mit. Info am Rande: Cars-Sänger Ric Ocasek kennt man natürlich auch als Producer. Als sein Meisterwerk in dieser Funktion gilt das erste Weezer-Album, das blaue.

Access Express

Kann man mehr nach New York klingen als Public Access TV? (Euer Move, QTY!) Ein Jahr nach ihrem feinen Album „Never Enough“ gibt’s ne neue Single des Quartetts namens „Metrotech“. Ein Song, bei dem ich nicht nur an New Wave und Disco der späten 70s denken muss, sondern auch an die Revivalisten The Virgins. Jahrelang kam man am Atomic-Britwoch an deren „One Week Of Danger“ oder „She’s Expensive“ nicht vorbei. Schon ein klassischer Sound, das.

Public Access All Areas

Letzten Herbst erschien „Never Enough“, das erste Album der New Yorker Public Access TV. Eine feine Gitarrenplatte, die für mich eine Garagenpop-Tradition solcher Bands wie The Cars und The Strokes weiter führt. (Aber bevor ich mich wiederhole – hier noch mal mein Text zum Album.) Jetzt hat das Quartett für einen weiteren Song aus dem Album ein Video gedreht: „Careful“

Meine Alben 2016, Pt. 1 (30-26)

header-2016-26-es2016 geht dem Ende entgegen. Neue Veröffentlichungen sind in den Feiertagen immer rar gesät, deswegen passierte hier auf dem Blog herzlich wenig.

Aber hey, man ist ja nicht umsonst Vollnerd. Man macht in diesen Tagen Listen. Ich habe mal wieder meine Lieblingsalben des Jahres zusammen gestellt. „Dieses Mal werden’s nicht so viele“ dachte ich erst, aber jetzt musste ich doch wieder ein paar schwere Entscheidungen treffen, um die Liste auf 30 Favoriten einzukürzen.

Klar, über fast alle habe ich hier im Laufe des Jahres schon geschrieben und Punkte an die Alben verteilt. Das heißt aber nicht, dass diese Punkte 1:1 die folgende Liste widerspiegeln. Denn manch ein Album, das man erst gar nicht so bejubelte, entpuppt sich vielleicht im Nachhinein als Grower. Dafür feierte ich vielleicht ein anderes Album vorschnell als Beinahe-Klassiker, das dann doch schnell wieder vom Bildschirm verschwand.

Aber letztlich geht es hier ja eh um keine definitive Liste, sondern um eine komplett subjektive Spielerei.

Das reicht jetzt auch endgültig an Vorgeplänkel. Hier Platz  30 – 25: Meine Alben 2016, Pt. 1 (30-26) weiterlesen

Wise Up, Sucks’ers

Public Access TV haben das Richtige gemacht: Sie haben den Song „Evil Disco“ als neue Single aus ihrem sehr gelungenen Album „Never Enough“ ausgekoppelt. Über die Platte habe ich HIER ausführlich geschrieben, deswegen spare ich mir weiteres Gelaber.

Außer: Hey, von der Technik her ein fein gemachter Clip. Der Look ist liebevoll auf 70s getrimmt, man hat coole Autos und coole Klamotten gefunden und entweder eine alte Kamera oder einen guten Digitalfilter, so dass es nach vintage Bildmaterial aussieht. Allerdings werden die New Yorker sich dennoch durchaus auf Kritik einstellen müssen. Denn wir sehen Public Access TV  als Teil einer „Disco Sucks“-Clique der späten 70er. Dargestellt wird diese als gut gelaunte Partycrew.

Die „Disco Sucks“-Bewegung, in der Rocker gegen den Disco-Craze anstanken, gab’s aber tatsächlich und Teile der Bewegung waren extrem intolerant, homophob und gewaltbereit. Ich meine, man inszenierte damals so lustige Dinge wie Plattenverbrennungen – hier in Deutschland wissen wir, wie problematisch so was ist. Also, Kids: Habt Spaß an dem Clip, aber auch im Hinterkopf, dass „Disco Sucks“ in der Realität nicht nur ein drolliger Spaß war.

Review: Public Access TV

public-access-tv-never-enoughPublic Access TV – „Never Enough“

Sie sind rar geworden, die New Yorker Bands. Was nicht zuletzt daran liegt, dass die Mieten auch in lange noch als Zentren der Boheme geltenden Gegenden wie Brooklyn heute so horrend sind, dass viele Musiker den Big Apple verlassen müssen und in ein Städtchen außerhalb ziehen oder sich gleich ganz in einem anderen US-Szene-Ort niederlassen.

Was natürlich extrem schade ist, denn die New York-Band hat eine ganz eigene Tradition im Rock’n’Roll. Die typische New York-Band, die schreibt peppige, schnodderige Songs, sie erfüllt dabei auch einen gewissen Art-Anspruch und sie trägt knallenge Jeans. Späte 60s: The Velvet Underground. Mitte der 70s: The New York Dolls, The Ramones, Television. Späte 70s/frühe 80s: Blondie, The Knack, Talking Heads. In den 2000ern: The Strokes, The Walkmen, Interpol, Yeah Yeah Yeahs, The Virgins, The Drums.

Public Access TV sind vermutlich nicht „die letzte New York-Band“. Aber hey, als Schlagzeile, um PATV interessanter zu machen, würde sich das doch gut anhören. Fakt ist, das Quartett um Sänger John Eatherley ist die Gruppe, die momentan die New Yorker Flagge am höchsten hält.

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