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Interview: AWOLNATION

Wenn ich über AWOLNATION schreibe, muss ich immer noch mit Under The Influence Of Giants anfangen. Denn diese Band hat mein Lieblingsalbum der Saison 2006/2007 geliefert. Als damals in England alle Bands anfingen, sich gleich anzuhören, feierten die Kalifornier ein papageibuntes Mid-80s-Revival. Doch ein Erfolg ist das Ganze leider nie geworden, eher ein spektakulärer Flop.

Aaron Bruno sang damals bei UTIOG. Erst ein paar Jahre später tauchte er wieder auf, mit einem Soloprojekt namens AWOLNATION – und einem Hit namens „Sail“, der langsam, aber sicher zum unerwarteten Welterfolg wurde. „Sail“ rettete Aarons Existenz, so ist ihm auch herzlich egal, dass manche Leute das alte „One-Hit-Wonder“-Schlagwort ausgraben. Der Song hat ihm ermöglicht, AWOLNATION vom One-Man-Projekt zur Band zu entwickeln, viele Türen geöffnet und eine treue Fans beschert, die auch seine Alben lieben. Mit „Here Come The Runts“ hat der leidenschaftliche Surfer gestern das dritte davon veröffentlicht. Ich hatte ihn mal wieder am Telefon. Interview: AWOLNATION weiterlesen

Interview: Jagwar Ma

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Lieblingsband-Alarm!

Muss man als „Journalist“ (Hüstel – ich finde es ja immer noch nicht richtig, wenn ich mich so nenne) eigentlich immer professionellen Abstand wahren? Das habe ich ja nie wirklich getan. Ich bin in die Sache als Fan reingerutscht. Wegen dieser Begeisterung für Musik, die einen komplett flasht, dass man durch die Gegend rennen und anderen davon erzählen will.

Ich bin Fan von Jagwar Ma! Oh Mann, wie GERNE ich deren Musik höre! Das zweite Album der Sydneysider steht seit gestern in den Läden und ich liebe es so sehr wie ihr Debüt „Howlin’“ von 2013. Den Neo-Baggy-Sound, den sie damals quasi für meinen persönlichen Geschmack maßgeschneidert haben, loten sie auf Album „Every Now And Then“ weiter aus, ohne sich zu wiederholen.

Ich hatte Sänger Gabe Winterfield am Telefon. Jubel! Freu! Interview: Jagwar Ma weiterlesen

Interview: Two Door Cinema Club

tdcc-header-2Two Door Cinema Club. Ihr erstes Album „Tourist History“ (2009) hatte auf die Indie-Bands der Welt einen erstaunlichen Effekt: 12 Monate später klangen (fast) alle so. Schnelle Beats, peppige Synths, heller Gesang und auf den hohen Bünden gespielten Gitarrenmelodien wurden zum Standard für viele Newcomer. Auf ihrem dritten Album „Gameshow“, das morgen (14.10.) erscheint, haben die Nordiren selbst sich aber mit Nachdruck von diesem Sound verabschiedet.

Vier Jahre hat das Trio für die Platte gebraucht – Warum so lange? Nun, kurz vor meinem Interview erschien ein großer Artikel Interview im britischen „DIY Magazine“TDCC erzählen dort freimütig, dass sie sich nach dem zweiten Album beinahe trennten, weil die Band von Alkoholproblemen, zerbrochenen Freundschaften und Depressionen zerfressen war. Dass sich Sänger Alex Trimble nach einem Kollaps erst mal ein halbes Jahr aufs Land zurück ziehen musste, bevor man sich langsam wieder annäherte.

Uff. Okay. Befragen wir also jemanden, den wir am Telefon frisch kennen lernen, mal eben zu seinen Depressionen, ja? Schon ein komischer Job, den ich da habe. Am anderen Ende der Leitung: Alex Trimble.

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Paisley Park is in your heart

Ach Schitt.

Prince war halt schon ein Genie, das kann auch ich als Indie-Heini anerkennen. In den 80ern hatte er einen Lauf, da wurde alle Gold, was er anfasste. Heute, wo so viel Musik gleichgeschaltet klingt, fällt im Nachhinein erst auf, was für eine krasse Bandbreite er abdeckte und wie weit er immer wieder die Grenzsteine verschob.

57 ist kein Alter, um zu sterben.

Ich wollte das Video von einem meiner drei Prince-Lieblingslieder posten, aber sein Label scheint sehr gründlich gewesen zu sein, alles zu sperren. Deswegen nur meine Hitliste:
1. Paisley Park
2. If I Was Your Girlfriend
3. Alphabet Street

Ich bin keiner von denen, die Muster erkennen wollen, wo keine sind. Ich glaube ich nicht daran, dass 2016 irgendwie verhext wäre oder so. Menschen sterben nun mal. Ich werde sterben. Du wirst sterben. Zwischendrin lasst uns versuchen, Glück zu erkennen und nach Jim Jefferies Lebensphilosophie zu handeln: „Please try not being a dick!“

Vinterview: Lloyd Cole

Lloyd Cole Header2010 begann ich mit dem Bloggen, damals unter der Webadresse hennissey.piranha.tv. Doch letzten Sommer wurde mein Blog leider gelöscht.

Ich werde die dabei verlorenen gegangenen Interviews hier nun nach und nach wieder online stellen. Diese “vintage Interviews” (Hüstel!) nenne ich “Vinterviews”.

Sehr aktiv ist in diesen Tagen Lloyd Cole. Zum einen erschien kürzlich eine umfangreiche Komplettbox seiner 80s-Band Lloyd Cole & The Commotions. Nun steht demnächst ein elektronisches Instrumentalalbum des vielseitigen Briten an. Anlass genug, mein Interview abzustauben, das ich vor zwei Jahren mit ihm führen konnte, als er sein Album „Standards“ veröffentlichte.

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