Schlagwort-Archive: Pontus Winnberg

Very Sleepy Rivers

Ich habe ungeduldig auf neues Material von Amason gewartet. Denn das Debütalbum der Schweden, die u.a. aus Pontus Winnberg (Miike Snow), Gustav Ejstes (Dungen) und Sängerin Amanda Bergman bestehen, war eins meiner absoluten Lieblingsalben des Jahres, als es erschien. 2015 war das.

Seit ein paar Wochen gibt es nun die Comebacksingle „You Don’t Have To Call Me“ und leider muss ich zugeben: Ich finde sie… einschläfernd. Schon schön, klar. Aber an mir plätschert der Song echt vorbei. Ich hoffe, auf einem kommenden Album wird es dynamischere Nummern geben. Naja, es gibt jetzt ein Video und ich teile es mal, vielleicht erlebt ihr den Song ja völlig anders als ich. Vielleicht ist’s ja auch ein Grower und ich liebe die Nummer, wenn ich sie erst zehn mal gehört habe.

I Predict A Record – 2019, Pt.1

Frohes Neues, und so! 2019 hat begonnen – da gilt es mal wieder, Prognosen aufzustellen. Neulich habe ich euch schon ein Liste meiner Newcomer-Tipps hier platziert. Heute geht’s um die Frage: Von welchen Bands erhoffe ich mir was, die nicht in die Kategorie Newcomer fallen? Teilweise sind neue Alben schon bestätigt, teilweise deuten alle Anzeichen sicher drauf hin, teilweise spekuliere ich.
Ich teile den Post auf zwei Teile auf  – heute geht’s von A-J.

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OMG That’s Amason!

Oh, da macht mir aber jemand eine Weihnachtsfreude! Schwedens Supergroup Amason (mit Mitgliedern von Dungen, Miike Snow und Sängerin Amanda Bergman) hat eins meiner absoluten Lieblingsalben von 2015 gemacht, aber seit zweieinhalb Jahren nichts mehr von sich hören lassen. Heute melden sie sich zurück – mit einem Weihnachtslied! Der lieblich-sanfte Song ist nicht unbedingt typisch für die Band, aber ich nehme ihn mal als gutes Zeichen, dass wir 2019 wieder mehr von Amason hören werden!

 

 

Life and how to liv it

Neue Band, bekannte Namen: Andrew Wyatt (Miike Snow), Pontus Winnberg (Miike Snow, Amason), Björn Yttling (Peter Björn & John, Astropol, Casears), Lykke Li und ihr Ehemann Jeff Bhasker (der gerade als co-Autor und Producer von Harry Styles‘ Album viel zu wenig von dem Hype um diese Platte abkriegt) sind liv.

liv habe ne neue Single draußen und auch gleich ein Lyric Video dazu geteilt. Schöne Nummer! „Heaven“

Long Listance Call Pt 2

bad-sounds-headerGestern habe ich meinen Senf zur jährlichen „BBC Longlist 2017“ gegeben (siehe unten).

Glaubt man den UK-Kollegen, sieht die Zukunft des Indiepop weiterhin düster aus. Nur drei Acts aus dem Genre wurden in die Longlist aufgenommen, einer davon ist richtig mies (The Amazons), einer davon zu sperrig für die breite Masse (Cabbage) und der dritte (Declan McKenna) zwar sicher gut vermarktbar, aber noch nicht ganz ausgereift.
Ich glaube trotzdem dran, dass sich weiter spannende Indiebands gründen. Musiker, die was zu sagen haben, was Neues entwickeln, Stil und Persönlichkeit zeigen – oder die den Sound wenigstens gekonnt auf den Punkt bringen.

Also los geht’s – Es folgen meine 15 Tipps für 2017. Nicht, dass ich glaube, dass diese Namen die Welt erobern werden. Aber ich traue ihnen zu, nächstes Jahr ein starkes Debütalbum abzuliefern, und das ist schon mal was.

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Interview: Miike Snow

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Im August waren Miike Snow auf ihrer Tour im Technikum in München – ich nutzte die Gelegenheit, um mit Andrew Wyatt und Pontus Winnberg (Christian Karlsson war nicht dabei, er tourt mit seinem zweiten Projekt Galantis) unseren piranha-Fragebogen namens „Bloß nichts über Musik“ durchzuspielen.

Ein „normales“ Interview zu ihrem letzten Album „iii“ gab’s hier ja schon – aber ich mag diese Fragebogen-Interview besonders gerne, weil sie in sehr interessante Richtungen abdriften können und uns Seiten der Bands zeigen, die wir normal nicht zu Gesicht bekommen. Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass Miike Snow vor ihren Konzerten besonders gerne in den Tourneestädten durch Second Hand-Läden und Antiquitätenmärkte stöbern? Als ich vor der Halle auf die Band warte, kommt Andrew Wyatt mit einem Taxi vorgefahren und entnimmt dem Kofferraum ein postergroßes, flaches Paket. Hat er ein Bild gekauft? Ich erfahre mehr, als ich in den Backstageraum geführt werde und mich als der heutige Interviewer vorstelle. Als ich mein Aufnahmegerät anschalte, erzählt Andrew seinem Bandkollegen Pontus gerade von seiner neuen Errungenschaft…

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Review: Peter Björn and John

PBJ-BP-AlbumPeter Björn & John – „Breaking Point“

Das Kuriose an Peter Björn & John ist nicht, dass sie ihren Welterfolg „Young Folks“ nie wiederholen konnten. Es ist, dass sie überhaupt je einen Welterfolg gelandet haben.

Ich hole mal wieder aus, okay?
Ein Job, den man als Musikjournalist manchmal kriegt, ist das Schreiben dieser Kurzbiografien, die von Plattenfirmen mit dem neuen Album einer Band mitgeliefert werden. 2006 gab es noch die V2 und Curt, der damals für das Label arbeitete, fragte mich, ob ich einen Text zu Peter Björn and John übernehmen könne. Ich war überrascht. Denn ich kannte Peter Björn and John und ich hätte nicht gedacht, dass sie einen internationalen Vertrag kriegen würden. Nicht weil ich sie nicht mochte – aber ich dachte einfach, die würden sich doch nicht verkaufen.
Ihre ersten beiden Alben hatten schließlich selbst in ihrer Heimat nur wenig Eindruck hinterlassen. Ich hatte sie mir im Internet bestellt, weil Björn Yttling damals auch Live-Keyboarder der Caesars war und ich wissen wollte, wie seine eigene Band klang. Sie klang nett. Ein bisschen garagig wie die Caesars, aber subtiler, unspektakulärer. Manche ihrer Lieder waren durchaus flott. „I Don’t Know What I Want Us To Do“ legte ich immer mal wieder im Atomic auf. Die drei schrieben gute Songs, aber das war erkennbar ein Liebhaber-Ding. Und jetzt waren sie auf dem Label von Bloc Party und the Cribs?

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Interview: Miike Snow

Miike Snow interview Header

Seit beinahe zwei Wochen auf dem Markt: „iii“, das dritte Album des schwedisch/amerikanischen Trios Miike Snow. Eine Band, die ich lange schon toll finde. Weil sie den Rahmen erweitern. Pontus Winnberg und Christian Karlsson waren bekanntlich schon als Pop-Producer supererfolgreich (Britneys „Toxic“ stammt – abgesehen von den Vocals -von ihnen), als sie den amerikanischen Sänger und Songwriter Andrew Wyatt trafen. Zu dritt zimmern sie fröhlich drauflos und bedienen sich in der Historie der Musik genauso wie in ihrer Zukunft. Trotzdem wäre es zu „iii“ inklusive dem Megahit „Genghis Khan“ fast nicht gekommen. Das erzählt uns Andrew alles am Telefon… Interview: Miike Snow weiterlesen

Rock Me Amason (not)

Die wunderbaren Schweden Amason haben mit „Sky City“ eins der wundervollsten Alben  des Jahres hingelegt – und kürzlich mit einer neuen EP namens „Flygplatsen“ (ich glaube, auch Nichtschweden können erkennen, was das heißt) noch einen draufgesetzt.

In den USA waren Amason den Sommer über auf Tour im Vorprogramm von den Isländern Of Monsters And Men. Offenbar haben sie auf diesem Trip auch beim Radiosender KCRW in Santa Monica vorbei geschaut. Der Sender hat nämlich gerade eine Livesession online gestellt. Hier der Song „Paradis I Krisen“ von der neuen EP.

Übrigens: Auch wenn Pontus Winnberg von Miike Snow ein Mitglied von Amason ist, so ist auch seine Hauptband wieder aktiv. Seit Freitag gibt’s einen neuen Song namens „Heart Is Full“.

Nach dem Break noch zwei Amason-Videos aus der Session.

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Review: Amason

amason albumAmason – „Sky City“

Das war fast ein Flashback. Ich habe mal wieder so richtig aufgeregt auf die Post vom CD-Versand aus Schweden gewartet, wie früher! Denn diese CD musste ich bestellen, international, hierzulande ist sie selbst als Download noch nicht erhältlich. Und ich bin ja auch der Typ, der kleineren Bands lieber sein Geld geben und Dinge in der Hand halten will, anstatt sich Sachen von für nix aus dem Netz zu ziehen.

Wer sind Amason? Eine schwedische Supergroup, wenn man so will. Am Bass: Gustaf Ejstes = Dungen! An den Keys und den Saiten: Pontus Winnberg (Miike Snow) sowie sein Bruder Petter (Little Majorette). An den Drums Nils Törnqvist, Studio- und Livemusiker für Miike Snow, Lykke Li, Markus Krunegård, Anna Ternheim u.a. Der Gesang schließlich kommt von Amanda Bergman (Idiot Wind) – sie ist die Ehefrau von The Tallest Man On Earth, übrigens.

Und was machen Amason? Ganz famose, sonderliche Retro-Popmusik. Nach ihren eigenen Spielregeln.

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