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Review: Fascinator

Fascinator – „Water Sign“

Positive Überraschung! Ich nehm’s gleich mal vorweg: Das zweite Album von Fascinator ist famos. Damit habe ich nicht gerechnet.

Den schrägen Vogel, der sich Lord Fascinator nennt, habe ich bisher nämlich nur so halbernst genommen. Ich hatte ein paar Videos von seinem Debütalbum „Man“ (2015) gesehen und mir mein Urteil gebildet. Die Single „Dead Of The Night“ war lässig, keine Frage. Obwohl dies Musik war, die synthetisch und tanzbar war, passte sie aufs Perth-Psychedelia-Hauslabel Spinning Top zu Kollegen wie Pond, GUM und Tame Impala. Denn erstens steckte eine unzweifelhaft experimentell-psychedelische Komponente drin. Zweitens war das auch visuell verspult und es nahm sich sichtbar nicht so bierernst. Was ja durchaus auch für Pond & Co gilt.

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Summa Gum Laude

Entweder: Die Perth-Szene ist ein zufälliges glückliches Aufeinandertreffen irre kreativer Charakterfiguren. Weil sie gemeinsam am gleichen Ort aufwuchsen, konnten Nick Allbrook, Kevin Parker, Cameron Avery & Co gar nicht anders, als Tame Impala und Pond und all die anderen Bands zu gründen.

Oder: Weil ein oder zwei Vorreiter in der Clique waren, zogen sie die anderen mit und es entwickelte sich eine Gruppendynamik. Typen, die von selbst vielleicht nicht auf die Idee gekommen wären oder sich nicht getraut hätten, ließen sich aufputschen und toben sich nun ebenfalls künstlerisch aus.

Wie’s wohl wirklich war? So oder so: Jay Watson ist Livemitglied bei Tame Impala, offizielles Mitglied bei  Pond (zum letzten Pond-Album hatte ich ihn am Telefon) und als Solist nennt er sich GUM. Vom neuen GUM-Album „The Underdog“ gibt’s ein neues Video: „Couldn’t See Past My Ego“.

Fascidelica

… und schon wieder Madchester-Vibes aus Australien! Der Herr, der sich Lord Fascinator nennt, veröffentlicht seine Musik über Spinning Top. Die Plattenfirma auf Perth also, wo sich sonst solche Tame Impala-Alumni wie Pond, GUM und Cameron Avery tummeln. Das bedeutet normalerweise verspulte Psychedelia. Diese gibt’s hier nicht, verspult ist es trotzdem. „Sex Crystals“ kommt rüber wie ein Update der Happy Mondays, komplett mit Shaun Ryder-Gesang. Der Song ist der Vorbote fürs am 11.05. kommende Album „Water Sign“. Unser Interesse ist geweckt!

GUM as you are

Mitglied bei Pond und Tame Impala zu sein, das kann einem Kreativling wie Jay Watson aus Perth natürlich nicht reichen. Ergo hat Jay mit GUM auch noch seine eigene Band am Start, deren Sound ein ähnliches Klanggebiet erforscht.

Ich bin so ehrlich: Die anderen zwei Projekte finde ich stärker. Tame Impala haben irgendwie diesen erstaunlichen Kanal von Psychedelia zum Pop aufgetan, der ihre irren Ideen breitenwirksam zugänglich macht. Pond wiederum sind dermaßen abgespacet, dass Zuhören auch mal wehtun kann, aber immer eine Erfahrung ist. GUM halten die Stellung dazwischen. Das ist cool und alright, aber halt weniger speziell. Keine Frage aber, dass das neue GUM-Video „The Blue Marble“ als Claymation-Augenschmaus ein echter Hingucker ist.

Pond de Replay

„‚Fire In The Water‘ is taken from Pond’s album The Weather“ – so steht’s in der Beschreibung, die die schrägen Aussies aus dem Tame Impala-Umfeld heute auf youtube geteilt haben. „Echt? An den Song erinnere ich mich gar nicht“ denke ich und finde ihn tatsächlich nicht auf meinem Rechner.

Des Rätsels Lösung? Pond haben heute eine Aktualisierung des Albums vorgenommen, wenn man so will. Die neue Variante von „The Weather“ in den Downloadstores und Streaming-Services beinhaltet das neue Lied.

Ich bin weiterhin kein Freund solcher neuer Editionen. Der Song ist lässig, aber wer sich „The Weather“ pünktlich zur VÖ letzten Mai besorgt hat (als ich hier übrigens ein Interview postete), ist doch jetzt schon ein bisschen der Depp, oder?

What did you expect from 2018, Pt.2

Gestern habe ich eine Liste begonnen: „Ausgesuchte kommende Alben 2018“.

Anders gesagt: Auf welche Platten aus dem Indie-Bereich können wir uns im neuen Jahr einstellen? Ein paar Alben sind bereits bestätigt, andere sind realistische Prognosen und die eine oder andere Spekulation ist auch dabei. Hier nun Teil 2 meiner Aufstellung.

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Shake, Bibby, Shake

Peter Bibby. Ein Songwriter aus Perth, der gerne mal einen hebt. So gerne, dass das das erste ist, woran man bei ihm denkt. Denn Peter Bibby singt fast immer übers Trinken und übers anderes-Zeug-Nehmen sowie über die unliebsamen Konsequenzen. Dass seine Begleitband den Namen „His Bottles Of Confidence“ trägt, ist kein Zufall. 2014 veröffentlichte Peter mit dieser Truppe sein Album „Butcher / Hairstylist / Beautician“, Zeit war’s für neues Material (welches übrigens auf Spinning Top erscheint, der Heimat von Pond, Tame Impala & Co).  Das Thema seines Songs „Medicine“? Eh klar, diverse Substanzen und ihr Missbrauch. Aber in lustig. In trauriglustig.

Interview: Pond

Pond. Das irre Konglomerat aus der Perth-Psychedelia-Szene, der so viele Bands entspringen, bekanntlich nicht zuletzt Tame Impala. Bei jener Band war Pond-Frontmann Nick Allbrook lange Mitglied. Klar also, dass man die Gelegenheit, zum neuen Album mal mit dem Mann zu telefonieren, der auch das spannende Spinning Top Label mit leitet und der in den Videos immer so interessant schräg rüberkommt, mit Freude wahr nimmt.

Tja, so ruft der Kollege von der Promo-Agentur an und sagt: „So ich stelle dich jetzt zu Jay durch!“ Oha.  Nicht zu Nick. Klar, alle Pond-Mitglieder sind interessante Typen. Jay Watson zum Beispiel macht Soloplatten als GUM.  Aber ich war halt voll auf Nick vorbereitet. Ich hätte ein paar andere Fragen geschrieben, wenn ich mit Jay  gerechnet hätte. Aber gut. Auch so lernen wir hoffentlich was über Pond, Perth und die neue Platte „The Weather“, die heute erscheint.

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Review: King Gizzard And The Lizard Wizard

King Gizzard And The Lizard Wizard – „Flying Microtonal Banana“

Es gibt Bands, die sind in der Vorstellung besser, als sie es in Wirklichkeit je sein können. Das Musterbeispiel dafür sind The Hives. Sind die schon mal an euch vorbei gelaufen? Bei einem Festival zum Beispiel kann das ja schon mal vorkommen. Da stolzieren sie dann, alle fünf in ihren identischen Anzügen, smarte Haare, Pelle mit seinem irren Blick, der Dicke, der Typ mit seinem Schnauzer. Das ist echt ein Hingucker. Da bliebt man stehen und gafft und muss an sich halten, um nicht wie ein Teenie zu kreischen. So ein fantastisches Bild geben die Hives ab! Ihr Liveset auf der Festivalbühne ist normalerweise dann auch eine echte Radauwucht.
Aber dann hört man ihre jeweilige neue Platte (die immer auf einem neuen Label erscheint, weil das letzte krass enttäuscht von den Verkäufen war, die nicht annähernd die Erwartungen erfüllten) und fragt sich: Wieso ist von all dem Hurra im Studio nichts übrig geblieben? Aber die Idee „Hives“ ist viel besser als ihre tatsächlichen Songs, so ist es leider.

Ihr ahnt schon, was das mit Melbournes King Gizzard And The Lizard Wizard zu tun hat. Oh Mann, ich würde mir SO wünschen, dass ich sagen könnte, dies sei meine Lieblingsband! So viel an den kirren Australiern bringt mich dazu, begeistert zu johlen: Review: King Gizzard And The Lizard Wizard weiterlesen