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Motion Pixure Soundtrack

Also mir ging’s so, als die Pixies neulich in München spielten: Ich hab’s GELIEBT. Ich weiss, das ging nicht jedem so.

Es ist ja so: Im Nachhinein sind es wohl die Songs der Compilation „Wave of Mutilation: Best of the Pixies“, die die meisten Leute kennen.

Klar ist das ein super Sampler, aber einige meiner Lieblingslieder sind nicht drauf. „River Euphrates“ zum Beispiel, „Break My Body“, „Cactus“ oder „Brick Is Red“. Ich habe nicht damit gerechnet, dass sie die spielen würden – haben sie aber! Auch Songs wie „Ana“, „Havalina“ oder der Opener-Duo „Cecilia Ann/Rock Music“ habe ich nicht erwartet, umso besser kamen sie bei mir an. Da verzichte ich gerne auf in paar der öfter gehörten Songs.

Einen substantiellen Teil der Show machten natürlich auch die Songs vom neuen Album „Beneath the Eyrie“ aus. Das Bemerkenswerte: Sie stanken nicht ab. Die dritte Post-Reunion-Platte ist klar die Beste aus diesem Kreis. Klar, kein „Surfer Rosa“, kein „Doolittle“. Aber echt in Ordnung. Beweisstück A: Die neue Single „Long Rider“

Coffin To Worry About

Heute mal ein Abstecher nach Kopenhagen: Von hier stammt die Band The Love Coffin.

Das ist einer dieser Bandnamen, bei denen man gleich weiss, was einen erwartet: Gruftpop mit sehnsüchtig romantischer Note. 80s-Indierock zwischen The House Of Love und The Cure. Check.

The Love Coffin kündigen mit der Single „Nothing At All“ ihr zweites Album an, das im Frühjahr 2020 erscheinen soll. Interessant: Als Producer liest man den Namen Guy Fixsen. Hey, der stand in den frühen 90s auf vielen meiner Lieblingsplatten! Guy war Mitglied von Laika und er produzierte u.a. Musik von The Breeders, Stereolab, Slowdive, My Bloody Valentine, Pixies, Throwing Muses, The House Of Love, The Boo Radleys, Chapterhouse, Lush, Ultra Vivid Scene und und und… aber ich habe ihn lange schon nicht mehr gelesen. Interessante Wahl. Die wohl auch verdeutlicht, welchen Sound sich The Love Coffin vorstellen.

The Soundtrack Of Our Wives

Es gab ja eine Menge mieser Pixies-Kopisten über die Jahre.

New Yorks WIVES gehören NICHT dazu. Denn dieser Band hört man an, dass das Abkupfern nullnicht ihr Ziel ist. Dafür sind sie nörgelig und aufgekratzt, sperrig, arty und sie wollen nicht gefallen – und das führt dann dazu, dass sie unabsichtlich das schaffen, was all den Pixies-Kopisten nicht gelingt: Nämlich, dass sie mir tatsächlich fast die Gänsehaut geben, die ich bei den frühen Pixies kriegte. Ein größeres Lob kann’s eigentlich kaum geben.

Am 04.10. erscheint das WIVES-Album „So Removed“

Tricot Treat

Oha! Neues von tricot!
Wer waren noch mal tricot? Sagen wir’s so: Die Band um Sängerin Ikumi Nakajima macht vermutlich den besten Math Rock/Pixies/J-Indie – Soundclash von ganz Kyoto. Mit ihren drei Alben haben tricot auch außerhalb Japans schon Wellen gemacht und einige West-Festivals gespielt.

Also, ich find‘ tricot echt spannend. Es ist halt hochkomplex, was die vier machen. Zickzackige Breaks noch und nöcher, kurze Noise-Passagen, kurze Popmelodie-Momente. Die Refrains mitsingen? Scheidet aus. Aber gut, japanisch kann ich eh nicht.

Den Titel den neuen Single „あふれる“ habe ich gegoogelt, damit ihr das nicht müsst.  Der Song heisst „Afureru“, was „Überlauf“ bedeutet.

Come Pixies Me Up

So ist das immer, oder? An Tagen, an denen ich mich erst entschuldige, weil so lange nix auf dem Blog passierte, kann ich eigentlich garantieren, dass der Tag mit drei oder mehr neuen Beiträgen endet. Als warten die alle nur darauf, dass ich jammere, um mich dann zu widerlegen.

Jetzt haben auch die Pixies einen neuen Taster ihres kommenden Albums „Beneath The Eyrie“ geteilt: „Catfish Kate“. Nette Melodie, aber für Pixies-Verhältnisse schon auch ein bisschen zahm.

Review: Middle Kids

Middle Kids – „New Songs For Old Problems EP“

Die EP ist ein seltsam ungeliebtes Format. irgendwie gilt sie immer noch als nix Halbes und nix Ganzes.

Naja. Ich folgte lange der Theorie, dass seit der Erfindung der Langspielplatte die technische Machbarkeit vorgab, wie lang die Werke wurden. Auf LPs passten 35-45 Minuten Musik, folglich sind klassische Alben der 60s bis in die 80er Jahre ähnlich lang und ähnlich aufgebaut: Die besten der meistens 8 bis 10 Songs eines Albums finden sich meistens zum Anfang und zum Ende von Seite 1, zu Beginn von Seite 2 und dann wieder am Schluss.

Als die CD aufkam, ermöglichte das 78 Minuten lange Alben. So einige Bands der 90er erlaubten sich fortan überbordende Werke mit 20 oder mehr Songs („Mellon Collie and the Infinite Sadness“ wäre ein Beispiel). Klar, nicht alle wurden so extrem. Dennoch war das 35-Minuten-Album nun fast ausgestorben. Wenn Bands Platten mit weniger als 14 Songs oder unter 50 Minuten ablieferten, galt es schon als fast geizig.

Heute hören wir unsere Musik im Stream oder als Download. Der Länge der Alben sind keine Grenzen mehr gesetzt. Überhaupt bevorzugt der Hörer heute Tracks, keine Alben. Das sollte den Künstlern ziemliche Freiheiten geben, oder? Theoretisch könnte man sich mit einem 4-Stunden-Opus zurück melden. Oder man könnte jeden einzelnen neuen Track als Single direkt aus dem Studio posten, sobald er fertig ist. 

Oder man veröffentlicht eben eine EP, wenn man eine neue Handvoll Songs fertig gestellt hat. So haben’s jetzt die Middle Kids gemacht, ein Jahr nach ihrem famosen Album „Lost Friends“.

Falls jemand es noch nicht mitgekriegt hat: Ich LIEBE de Middle Kids. Review: Middle Kids weiterlesen

Who? Where? Wives?

Thema: Labels, die man immer im Auge hat. Über City Slang muss man da wenige Worte verlieren, oder? Seit ich ihr Logo ca ’91 auf meiner „No Pocky For Kitty“ CD entdeckte, haben mich die Berliner quasi nie enttäuscht.

City Slang schickt heute eine überschwänglich begeisterte Pressemeldung raus: Man hat in NYC demnach eine Wahnsinnsband namens WIVES aufgetan, angeführt von einem Superman-gleichen Sänger namens Jay Beach. Enthusiastisch feiern sie ihre neue Band, namedroppen die Pixies, Sonic Youth und Dinosaur Jr als Vergleich, erwähnen, das ein paar Bandmitglieder schon bei DIIV mitspielten.

Bei so viel Jubel ist man gerne erst mal skeptisch. Aber die Single „Waving Past Nirvana“ ist tatsächlich eine Walze aus Glitzer. Toll.

I Predict A Record – 2019, Pt. 2

Das neue Jahr hat begonnen und mit dem neuen Jahr kommen auch die vagen Prognosen und die fundierten Wahrscheinlichkeitsrechnungen. Hier gibt’s das Ganze für den Bereich Indie: Welche Alben stehen 2019 in den Startlöchern bzw. bei welchen Bands darf man mit einem aktiven Jahr rechnen?
Die ist der zweite Teil zu meinem Beitrag von gestern. Die Aufteilung wollte es, dass im gestrigen Post „kleinere“ Bands in der klaren Überzahl waren. Heute sind auch richtig große Namen dabei.

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Meine Alben 2018, Pt.6: 5-1

Fanfare! Langwierig habe ich mich bis hier vorgearbeitet. Nun sind wir angekommen. Ladies and Gentlemen, es ist so weit. Hier sind die meiner Meinung nach besten Alben des Jahres 2018 – Platz 5 bis Platz 1

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