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All you good Two People

Mit Bandnamen haben es Phoebe Cockburn und Joe Clough nicht so. Ihre Tenagerband war prima, der Name Snakadaktal jedoch schon ein bisschen albern. Vielleicht haben sie sich beim Nachfolgeprojekt deshalb gedacht: „Diesmal ein straighter Name“? Two People klingt so… bescheiden. Als wolle man nur nicht auffallen.

Nun gut, die Musik von Two People gehört ja auch zur leiseren Sorte. Ihr Album „First Body“ ist größtenteils sehr gelungen, hat aber auch die Momente, in denen die xx-igen Stimmungen ins Seichte abdriften. Beim Song „Phone Call“ finde ich persönlich zum Beispiel, dass er aus diesem Grund mit der schwächsten Track der Platte ist. Aber Geschmäcker sind verschieden und Two People haben ihn zur neuen Single/Video auserkoren.

Review: Two People

Two People – „First Body“

So. Ich werde versuchen, die ersten Absätze kurz zu fassen. Denn wenn ich über Two People schreibe, muss ich natürlich (zum xten mal) zuerst über Snakadaktal schreiben. 

Snakadaktal hatten einen sonderlichen, holprigen Namen – was sehr gut passte. Denn Snakadaktal waren sechs Teenager aus Melbourne, die sonderliche, holprige erste Singles veröffentlichten, als sie noch zur Schule gingen. Einen ganz zauberhaften Charme hatten diese ersten Songs. 

2011 war das – über sieben Jahre ist das inzwischen her. Der Spuk dauerte nicht lang. Ein Album („Sleep In The Water“) erschien 2013, aber da fehlte ganz naturgemäß schon ein wichtiges Element: Die Holprigkeit. Bis dahin waren die Teenies naturgemäß reifer und erfahrener geworden. Die possierliche unsichere Staksigkeit des Rehkitzes, das seine ersten wackligen Schritte setzt, das ist ein Element, das man als Band nicht behalten KANN. Snakadaktal wurden professioneller und damit leider auch gewöhnlicher. Ihr erstes Album war immer noch schön, aber halt nicht mehr andersartig.

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That’s How Two People Grow Up

Wenn ich über Two People spreche, muss ich natürlich mit Snakadaktal anfangen. 2011 war’s (echt, sieben Jahre ist das her?), da tauchte damals diese Teenager-Band aus Melbourne auf, die erkennbar viel „Spanish Sahara“ gehört hatte und nun an einer  wundervollen, charmanten, jugendlich-unschuldigen Variante des Gitarren-verzwirbeln-sich-eineinander-Sounds bastelte. Man spürte noch die Schülerband, aber gerade das machte die Sache so entzückend. „Chimera“, „Air“ und „Dance Bear“ waren traumhaft.

Snakadaktal konnten die frühen Versprechen nicht ganz halten. Ihr einziges Album („Sleep In The Water“) kam 2013. Die Platte war wirklich fein, aber die Unebenheiten ihres Sounds waren darauf geglättet worden und damit ging auch etwas verloren, das sie besonders gemacht hatte. Danach trennte sich die Band auch schon. Sänger Sean Heathcliff macht seitdem solo weiter (zwischenzeitlich als Kagu), Sängerin Phoebe Cockburn und Gitarrist Joey Clough nennen sich seitdem Two People.

Mit „Something To Talk About“ haben die beiden nun ihre vierte Single draußen und wie auf ihren vorigen Singles bewegen sich die zwei im Bereich von The xx – sehr still, sehr gediegen, minimalistisch elektronisch. Schön ist das, keine Frage. Aber es ist mir ehrlich gesagt auch nicht weit genug weg von dem säuseligen Nettigkeits-Einschlafpop, den solche Langweiler wie London Grammar und viel zu zahlreiche Nachahmer massenfabrizieren. Ich würde mir schon wünschen, dass die Kids, die mal Snakadaktal waren, das wiederentdecken, was sie mal so speziell machte.

Review: Kagu

kagu-ep-coverKagu – EP

Es war ein kurzes Vergnügen mit Snakadaktal. Die Teenager aus Melbourne erfreuten uns mit einer EP („Snakadaktal“, 2011), einer Single („Dance Bear“, 2012) und einem Album („Sleep In The Water“, 2013), dann trennten sie sich auch schon wieder. Ihr Sound: Ein sehr bedächtiger, reduzierter Boy/Girl-Indie-Pop, in dem alles zu schweben schien, eine Zauberwelt der pingenden Flageolett-Tönen und der schüchtern stotternden Rhythmen. The xx und Foals zur „Total Life Forever“-Ära standen hörbar Pate, aber die Aussie-Kids fanden ihren eigenen, schlängelnden Weg. Ihren eigenen Klangwald, in dem eine gewisse Holprigkeit auf ihrer zauberhaften ersten EP für einen linkischen Charme sorgte, der dann auf dem dagegen etwas gestreamlineten, keyboardflächigen Album nicht mehr ganz so zur Geltung kam.

Snakadaktal also. Diese lange Vorrede hat natürlich einen Sinn: Sean Heathcliff, Snakadaktals Sänger und GItarrist, meldet sich zurück. Unter dem Namen Kagu veröffentlicht er heute sein erstes Lebenszeichen nach Snakadaktal, eine EP, bestehend aus vier Songs. Eine EP, mit der Sean das Erbe Snakadaktals antritt und ihren Sound quasi 1:1 weiter führt. Er darf das, das ist nun mal sein Sound.

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