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You’ve got the Hook

Die Gorillaz sind immer so ein bisschen ’ne Wundertüte. Damon Albarn hat mit seinem experimentellen Kollaborations-Projekt einige richtige Klassiker geschaffen, keine Frage. Aber manchmal will’s einfach nicht zünden, das, was er da mit seinen wechselnden Kollegen angemischt hat.

Zuletzt aber haben Damon & Co ein Projekt namens „Song Machine“ gestartet. Sie veröffentlichen unter diesem Motto zur Zeit alle paar Wochen eine neue Single. Vermutlich werden die Songs eines Tages sehr wohl auf einem Album zusammen gefasst, so oder so: Dieser Fokus auf einzelne Tracks funktioniert. Alle drei „Song Machine“-Singles bisher sind prima.

Heute neu: „Aries“. Mit an Bord Elektro-Allrounderin Georgia und Indie-One-Trick-Pony Peter Hook. Letzteren kennt man für eine Sache, nämlich für typische New-Order-Basslines (klar, er war Jahrzehnte ihr Bassist). Er liefert entsprechend ab. Nur wenige Bassisten erkennt man sofort, Hooky ist einer davon.

Review: New Order

new-order_music-completeNew Order – „Music Complete“

Die Reaktionen auf diese Platte gehen auseinander. Man liest auf der einen Seite, New Order hätten hier ihre beste Platte seit den 80s gemacht. Eine zweite Fraktion meint dagegen, dies sei ja wohl ein totaler Griff ins Klo und überhaupt, ohne Peter Hook geht schon mal grundsätzlich nix. Und ich? Kann mich mal wieder keiner größeren Gruppe anschließen, als wäre das ein Prinzip meines Seins. Ich find die Platte „so mittel“. Eigentlich ganz ordentlich.

Was erwarten wir denn von New Order? Ihre letzte Platte, auf der sie sich selbst gepusht haben und dabei auch Teile ihrer Fanbase erschreckten, war „Technique“. Und das war vor 28 Jahren. Seitdem verwalten sie auf hohem Level ihr Erbe, und das ist ja auch vollkommen okay so. Das steht ihnen ja zu. Angefangen hat das mit „Republic“ (1993), da reichte es, dass sie das Album mit einer Lead-Single ankerten, die unverwechselbar klang wie ein New Order-Hit. „Regret“ war das. New Order waren damals schon Legenden, wegen ihrer Geschichte.

Diese Geschichte kennt ihr ja: New Order waren 3/4 von Joy Division, bis zum Selbstmord von deren Sänger Ian Curtis im Mai 1980. Ein Ereignis, das den Rest der Band natürlich komplett konsterniert zurück ließ. Review: New Order weiterlesen