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Review: L.A. Salami

L.A. Salami – „The City Of Bootmakers“

Das letzte Album des Londoners Lookman Adekunle Salami war ein ziemliches Tohuwabohu. Aber es war trotzdem – oder gerade deswegen – interessant. Hier war ein sehr untypischer Charakter zugange: Singer/Songwriter, Aktivist, verstiegener Künstler, Protestsänger. Wer auf der Platte den roten Faden suchte, fand ein kunterbuntes, verheddertes Wollknäuel. Flüsterfolk, dissonante Noisegitarren, Sprechgesang auf dem Weg zum Rap, Jeff Buckley’sche Melodiepurzelbäume, all das gab’s zu finden auf „Dancing With Band Grammar“. (HIER noch mal mein Text von vom Sommer 2016.)

Zwei Jahre später hat Lookman zu einer klareren Definition seiner Kunst gefunden. Er hat sich dabei nicht dafür entschieden, einen der Seitenarme seines bisher verästelten kreativen Flusses zu verfolgen. Viel mehr er alles in einen Hauptstrom kanalisiert. 

Das Ergebnis ist ein Sound, den man wohl als Indie-Folkrock bezeichnet. Die Songs auf „The City Of Bootmakers“ sind immer noch nicht alle unter einen Hut zu bringen, aber sie sind längst nicht so disparat wie die auf dem Vorgänger. Review: L.A. Salami weiterlesen

It’s A Glast!

Sommerloch, Sommerloch, Popommerloch. Sorry, in diesen Tagen gibt’s hier nur wenige Updates – aber es erscheint halt auch verdammt wenig. Umso mehr ist los auf den Festivals der Welt, und dieses Wochenende steht auf der Insel natürlich komplett im Zeichen von Glastonbury. Die BBC hat schon einige sehenswerte Clips onlne gestellt.

Wolf Alice zum Beispiel, auf einer Nebenbühne, Freitag Nachmittag. Es regnet, aber noch ist Glasto zu diesem Zeitpunkt nicht zur Schlammschlacht verkommen.

Florence + the Machine hatten die Aufgabe, den Headline-Slot der Foo Fighters zu übernehmen, die wegen Dave Grohls Beinbruch absagen mussten. Kein Job, um den man sie beneidet – da kann man auch zur Zielscheibe der Enttäuschung der Foo-Fans werden. Aber den Berichten nach haben Flo & Co die Gelegenheit beim Schopf gepackt, eine starke Performance hingelegt und die Leute auf ihre Seite gezogen.

Als Überraschungsgast für die abwesenden Foos gab’s The Libertines. Es heisst, sie hätten ein eher halbgares Set hingelegt und die Chance, sich vor ihrem Comeback-Album bei allen mit Vollgas zurück zu melden, verpasst.

Im Zelt: Circa Waves.. Ich bin nicht unbedingt ein Fan ihres Standard-Indiepops, sie spielen den Sound ziemlich safe – andererseits, es funktioniert ja und es kann durchaus seine Wirkung entfalten. Siehe: