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Peaks and Lows

Die Twin Peaks (nicht zu verwechseln mit den Aussies Peak Twins) sind auch so eine Band, bei der ich mir nie so ganz klar bin, was ich von ihnen halten soll. Die Jungs aus Chicago machen immer so ein Retro-Garagen-Ding und kopieren dabei bewusst und clever ganz spezifische Aspekte der Sixties. Manchmal sind die Ergebnisse dröge, manchmal sind sie echt prima und manchmal sind sie so mittel.

Bei der neuen Single „Oh Mama“ ist es so, dass man sie schon fast bei „echt prima“ einordnen will: Denn wie die Amis hier die Stones von „Sympathy For The Devil“ und „Brown Sugar“ persiflieren und auch ein bisschen Strokes-Feel einweben, das ist schon lässig und clever. Aber dann ziehen sie die Nummer fast sechs Minuten in die Länge und wie bei einem billigen Kaugummi geht ganz schnell der Zucker raus. Drei Minuten hätten hier gereicht und man hätte mehr gewollt.

Na anyway. Freitag kommt das neue Album der Band. Ich prophezeie mal: Zwei, drei Tracks werden echt erstaunlich Spaß machen und drei, vier erstaunlich wenig. Und die anderen sind dann so mittel.

Sneak Peak

2013 war’s, da zeigte Joel Carey, der Allrouder aus Adelaide (er war Drummer von Wolf & Cub und Summer Flake und rappte auch unter dem Pseudonym Silly Joel), das erste Album der Band Peak Twins. Dies war die Band, bei der er selbst der Frontmann war und sie bewegte sich zwischen Sixties-Gitarren und Madchester-Groove.

Ganz schön lange hat’s gedauert, bis Joel bzw. die Peak Twins nachlegten. Jetzt aber ist es bald so weit: Ein neues Album namens  „Beloved“ steht an (VÖ 28.6.), voraus geschickt wird nun das gleichnamige Video.

Daft Pop is playing at my Treehouse

Warum kann man mich mit australischem LoFi-Schrammelpop so glücklich machen? Sollte ich nicht irgendwann mal genug davon haben? Louis C.K. sagte mal, die Leute könnten doch jetzt aufhören, Pornos zu drehen – denn es gebe jetzt ja wirklich genug. Wenn man morgen aufhören würde, würde für den Rest der Zeit kein Mangel herrschen. So ähnlich ist das mit australischem Janglepop/Dolewave, oder? Wer soll das alles hören? Aber dann kommt Bedroom Suck Records aus Brisbane daher (die uns u.a. Lower Plenty, Peak Twins, Scott & Charlene’s Wedding und Bitch Prefect kredenzten) und präsentiert uns Treehouse aus Hobart, Tasmanien – und man sieht ihr Video zum Song „Hammer On The Door“ und will gleich wieder jubeln.

…and let the Flake break loose

Jetzt hör mir auf – das ist doch Joel Carey am Schlagzeug von Summer Flake! Auch bekannt als Frontmann der baggy-Sixties-Mover Peak Twins, als verschlafener Rapper Silly Joel und als Drummer der Psych-Gaze-Rocker Wolf & Cub.

Kann der Typ auch was machen, das nicht endcool ist? Joels x-te Band erinnert mich sowohl an Mid-90s-Subpop (also an Bands wie The Spinanes oder Jale) als auch irgendwie an die Melbourner Dolewave-Bands. Prima Sound! Die Band veröffentlicht schon seit 2013 Musik, wie ich erstaunt feststelle. Ob das alles so gut ist? Da mache ich mich jetzt mal schlau.