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Mitfahrer gesucht…

So läuft das dann. Heute pickt mein itunes-Shuffle mal wieder „It Takes A Fool To Remain Sane“ und ich denke mir noch: „Mann, das war eine lustige Band, The Ark. Was haben die Spaß gemacht, was waren das für Paradiesvögel! Und wie sehr fehlt so eine Band zur Zeit in der Poplandschaft!“

Und dann kommt am Nachmittag die Email:

THE ARK REUNION TOUR! In Schweden! Im Sommer!

Fuck yeah! Also im Sommer ist ein Schwedentrip angesagt. Wer kommt mit? Folgende Daten stehen zur Auswahl:

June 28 Stockholm Lollapalooza Stockholm
July 2 Göteborg Trädgårdsföreningen
July 3 Oskarshamn Latitud 57
July 4 Åbo Ruisrock
July 7 Fårö Stora Gåsemora Gård
July 10 Gävle Furuvik
July 11 Höga Kusten Naturscen Skuleberget
July 17 Linköping Stångebrofältet
July 18 Borgholm Borgholms Slottsruin
July 25 Sundsvall Sundsvalls Torgfest
July 29 Halmstad Tylösand
July 30 Arvika Arvika Hamnfest
July 31 Karlskrona Karlskrona Skärgårdsfest
August 1 Östersund Storsjöyran
August 7 Helsingborg Sofiero Slott
August 8 Rättvik Dalhalla
August 20 Umeå Umeå Energi Arena
August 21 Huskvarna Folkets Park
August 22 Örebro Gustavsvik
August 29 Uppsala Parksnäckan

Salo of the Earth

Was macht eigentlich Ola Salo heute? Er war einer der Helden der Atomic Café/Åtömström-Ära. Als Frontpfau der kunterbunten Neo-Glam-Schweden The Ark war er für Hits wie „Clamour For Glamour“ oder „It Takes A Fool To Remain Sane“ verantwortlich. Mann, es gab legendäre Konzertabende mit The Ark im Atomic.

The Ark trennten sich 2011 nach einer letzten Single-Compilation. Ola, in Schweden A-Promi, hat seitdem u.a. Riesen-Erfolge mit Musicals gefeiert und Preise abgeräumt für seine Performances in „Jesus Christ Superstar“, „Fiddler on the Roof“ und „Hedwig and the Angry Inch“. Auch an einer Runde als Coach in „The Voice Sweden“ kam er nicht vorbei. 2015 erschien sein erstes Soloalbum „Wilderness“ und nun steht wohl das zweite an, denn Ola hat ein neues Video veröffentlicht: „I Call Your Name“.

Klar, das ist sehr breitenwirksam poppig. Nicht unbedingt der Sound, den ich hier sonst präsentiere. Ich find’s trotzdem interessant, zu verfolgen, wie sich Leute so entwickeln. Wusstet ihr zum Beispiel, dass auch Victor Norén von Sugarplum Fairy auf die Musical-Bühne gegangen ist? Er spielte 2016 die Hauptrolle in einer Stockholmer Produktion der Green Day-Rock Opera „American Idiot“.

Salo Mortale

Mei, was haben wir uns Anfang der Nullerjahre über The Ark gefreut! Nachdem Indie die Jahre zuvor stagniert hatte, hatte die paradiesvogelbunte Popwucht dieser Schweden was regelrecht Radikales. Mit The Ark konnte man die Leute mal wieder so richtig aufregen – denn Kostümwechsel von hautengem Plastik in die Federboa, die waren lange verboten. Zuckersüßer Hurra-Glampop erst recht! Aber bei Indie geht’s darum, nicht mitzulaufen, sondern sein eigenes Ding zu drehen und stolz weiter zu machen, auch wenn die Leute spucken. Deswegen waren The Ark mutiger und mehr Indie als ihre Zeitgenossen.

Aber klar, irgendwann war die Luft raus aus dieser Party. 2011 kam ihre abschließende Single-Collection „Arkeology“ und danach habe ich die Sache auch nicht mehr weiter verfolgt. Ich habe so weit mitgekriegt, dass The Ark-Sänger Ola Salo heute in Stockholm auf Musicalbühnen singt, u.a. den „Jesus Christ Superstar“. Dass er eine Solokarriere verfolgt, war an mir bisher vorbei gelaufen. Das aber tut Ola, und er hat eine aktuelle Single draußen namens „Go On Go On“. Ja, es ist immer noch so nah am Glitzerpop, dass man Zahnschmerzen kriegt. Andererseits, auch bei The Ark musste man erst durch die Zahnschmerzen durch, ums zu kapieren. Und: Es gibt Killers-Songs, die sind ähnlich nah am Schlager. Posten wollte ich’s immerhin, damit man sich eine Meinung bilden kann.

Das Video habe ich noch nicht in einbettbarer Version gefunden, hier immerhin ein Link und eine SWE-TV-Performance der Single: