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Review: Dorsal Fins

dorsal-fins-digital-zodiacDorsal Fins – „Digital Zodiac“

Bezüglich des Themas Nebenprojekte kann man ja geteilter Meinung sein. Ich habe mich auch schon richtig aufgeregt über die Angewohnheit mancher Musiker, sich neben der Hauptband auch noch ein Techno- ein Country- und ein Funpunk-Projekt zu erlauben. „Macht’s g’scheit oder lasst es!“ will man da manchmal schreien. „Erwartet doch nicht, dass wir eurem Hobby Aufmerksamkeit schenken, wenn ihr selbst es nur als Spielerei nebenbei betrachtet!“

Aber natürlich gibt es die Gegenargumente. Dass sie beim Nebenprojekt mal alle Fünfe grade sein lassen und nicht jeden Ton auf die Goldwaage legen, steht manchen Musikern sehr gut. Sie zeigen sich experimenteller und lockerer. Das Fehlen gewisser Vorgaben, Zwänge oder Empfindlichkeiten der Hauptband eröffnet die Möglichkeit zu einer Freigeistigkeit und einer Kreativität, die  möglicherweise sonst gehemmt wird.

Liam McGorry aus Melbourne ist Trompeter und Songwriter der Soulpop-Band Saskwatch. Die Dorsal Fins gründete er ursprünglich als Nebenprojekt. Er scharte befreundete Musiker aus anderen Bands, die Namen wie Eagle & The Worm, The Bamboos oder New Gods tragen, um sich, um mal mit neuen Sounds rum zu spielen (als Einflüsse nennt die Band speziell DEVO, David Byrne, The Avalanches und Primal Scream). Irgendwann war man zu neunt, neben Liam war Ella Thompson (sonst als Solistin unterwegs) als zweite Sängerin an Bord gekommen – und aus den Spielereien kristallisierten sich ein paar wiederkehrende Sounds heraus: Rumpelnde Rhythmen aus der Baggy-Ära, verzerrte Bassläufe, Echo-Gitarren, gerne mal Bläsersätze, diese Elemente ergaben tanzbare und ins Ohr gehende Indie-Songs.

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Race for the prize 2014 – pt 1

Haim Preis HeaderOh Mann, ich kann mich manchmal so ärgern, dass mein alter Blog so mir nichts, dir nichts abgeschaltet wurde. Vier Jahre habe ich ihn geführt, ca 100 Interviews standen drauf… aber trotz des Frustes möchte ich eine Tradition des alten Blogs wieder beleben: Den 1-Kasten-Augustiner-Preis für den Song des Jahres! Hurra!

Worum geht’s hierbei? Ganz einfach: Wie der Name schon sagt, werden wir einen Song zum Lied des Jahres 2014 küren. Wir, das sind ich und eine Handvoll Freunde und Leser des Blogs (Wer mitmachen will – einfach einen Kommentar hinterlassen – ich melde mich!). Wählen werden wir den Song in einem spaßigen Verfahren in meiner Küche. Es gibt Diskussionen und Alkohol. Es wird getanzt und was gegessen. Wenn wir am Ende einen Sieger ermittelt haben, hat der Act, der den Song singt, einen Kasten Augustiner gewonnen. Jetzt wird es unsere Aufgabe sein, diesen Kasten auch irgendwie zu überreichen.  Race for the prize 2014 – pt 1 weiterlesen