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Jets geht’s los!

Oha. Die Mystery Jets gibt’s ja nun auch schon eine Weile. Wir kennen sie ursprünglich als wurlige Melodie-Britpop-Band. Mit der Zeit bewegten sie sich dann mehr und mehr in Richtung Indieprog.

Auf ihrem kommenden sechsten Album “ A Billion Heartbeats“ aber werden sie erstmals so richtig düster und laut. Ist es die aufgeheizte Brexit-Atmosphäre auf der Insel, die diesen Wandel ausgelöst hat? Schon der Vorab-Track „Hospital Radio“ war rauer als alles, was wir von den Jets bisher kannten. Jetzt folgt mit Video der Track „Screwdriver“, noch eine Stufe grummeliger und grungerockiger.

Die Botschaft des Songs ist dabei hundertpro positiv. Sie lehnen sich hier gegen diejenigen auf, die Haß und Lügen säen. Aber die Mystery Jets klingen dabei nicht mal wie Hippies. Sondern wie jemand, der aufmuckt und der es sich nicht mehr bieten lassen will. Ihr „Fight them with love“ klingt wie eine Drohung und ihr Leitspruch kommt aus einer Position der Stärke: „When the power of love overcomes the love of power, then the world will be ours.“ Solche Lieder brauchen wir gerade. Ernsthaft jetzt.

Prize and Shine – Pt2

augustiner-collected-2016-bEin mal im Jahr küren wir hier den Ein-Kasten-Augustiner-Preis. Die Idee dahinter ist, dass eine Gruppe Freunde und ich ein Lied zum „Song des Jahres“ ernennen und dann dem Sieger einen Kasten Augustiner zukommen lassen. Auch wenn wir den Kasten noch nicht oft wirklich an den Mann gebracht haben, fand doch letztes Wochenende unser entsprechendes Meeting statt. Hier nun Teil 1 unserer Zeremonie…

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Prize and Shine 2016 – It’s On!

augustiner-collected-header-2016Hey, haben wir was vergessen? Natürlich nicht! Wir haben zwar letztes Mal wieder die Trophäe nicht an den Gewinner gebracht, (jedenfalls bis dato) – aber trotzdem soll’s natürlich auch dieses Jahr auf diesem Blog wieder einen 1-Kasten-Augustiner-Preis geben!

Will heißen: Ich und eine Handvoll Freunde (Will wer mitmachen? Schreibt einen Kommentar or PM me on facebook) treffen uns in meiner Küche in München und diskutieren, welches Lied unserer Meinung nach der Song des Jahres war. Inklusive In-der-Küche-tanzen, Brezenmonster, peinlichen Gesangsversuchen und mehr. Hinterher wird das Procedere hier noch mal nacherzählt und der Sieger kriegt (so ist jedenfalls der Plan) einen Kasten Augustiner überreicht!

Und wer sind die 16 Nominierten des Jahres 2016? Das lest ihr gleich HIER: Prize and Shine 2016 – It’s On! weiterlesen

Review: Beyond The Wizard’s Sleeve

soft bounce wizards sleeveBeyond The Wizard’s Sleeve –
„The Soft Bounce“

„Die Leute hören keine Alben mehr durch, sie hören nur noch einzelne Tracks“ wird seit langem schon behauptet. „Ihre Aufmerksamkeitsspanne reicht nicht mehr aus, um eine dreiviertel Stunde lang die gleiche Stimme hören zu wollen.“ Da sollte man ja eigentlich denken, dass die Chemical Brothers in den 90ern schon die perfekte Lösung gefunden haben: Das Album, das sich ganz von selbst wie ein Sampler anfühlt. Weil es extrem variable Tracks vereint, instrumentale und gesungene, die wiederum mit verschiedenen Gastsängern. Seit „Exit Planet Dust“ sind die beiden Londoner DJs so verfahren, eine Menge sehr unterschiedlicher Top-Hits haben sie dabei gelandet. Ihr Modell ist seitdem aber erstaunlich selten nachgeahmt worden.

UNKLEs „Psyence Fiction“ (1998) fiele mir als eines der wenigen Beispiele ein, auch „Nonsense In The Dark“ von den Filthy Dukes (2009) – wie die Chemicals ein Londoner DJ&Remix-Duo . Nun gibt’s eine neue Platte für dieses schmale Plattenfach, und einmal mehr stammt sie von einem Londoner DJ-Team, das auch durch seine Remixe für Indiebands in den Vordergrund gereten ist. Beyond The Wizard Sleeve sind Erol Alkan (lange DER UK-Vorzeige-Indie-DJ, inzwischen Resident in der Fabric) und Richard Norris vom Elektronik-Duo The Grid. Beides keine jungen Hüpfer mehr, aber dafür große Allrounder und Kenner mit viel Insiderwissen in allen musikalischen Schubladen.

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Fort(sbe)setzung folgt…

Im zweiten Weltkrieg wurden in Großbritannien (bzw. genauer gesagt vor der Küste Großbritanniens, in den Mündungsbecken der Themse und des Mersey) riesige Abwehranlagen gebaut, sogenannte Mounsell  Forts, von denen aus stationierte Soldaten Flieger und Invasionsschiffe stoppen sollten. Die verfallenden Anlagen sind heute begehrte Fotomotive. Nun haben die Mystery Jets auf einem dieser Forts („Red Sands Sea Forts“) ihr neues Video gedreht. „Bubblegum“ ist für mich eins der absoluten Highlights auf ihrem prima Album „Curve Of The Earth„.

Mystery Jets – Bubblegum from Tobias Ross-Southall on Vimeo.

Ich will es Jets!

Kürzlich erschienen: Das fünfte Album der Mystery Jets. Mir gefällt’s sehr, das schrieb ich in meiner Review (siehe unten oder HIER), in der ich auch genauer auf die Band einging, weswegen ich mir das an dieser Stelle spare. Wichtig ist, dass ein neuer Clip online steht: Ein TV-Auftritt der Jungs in der UK-Sendung „BT Sport“. Unter anderem spielten sie „Bubblegum“, für mich eins der Album-Highlights.

Review: Mystery Jets

mystery Jets coverMystery Jets – „Curve Of The Earth“

Schon interessant, welche Entwicklungen Bands manchmal nehmen. Zur Erinnerung: Als die Mystery Jets vor inzwischen zehn Jahren auftauchten, da waren sie die schrägsten Vögel der Szene. Ich meine, das war die Band, die einst vom VATER des Sängers gegründet wurde! Henry Harrison lud Kinder der Umgebung ein, um so seinen Sohn Blaine zu beschäftigen, der seit Kindheit an der Wirbelsäulenkrankheit Spina Bifida leidet. Daraus entstanden die Mystery Jets, wirklich, und das auch noch in einer ehemaligen Hippie-Kommune auf der Themseinsel Eel Pie Island! Entsprechend war ihr Sound zu Beginn ihrer Karriere ein recht ausgefranster Psychedelia-Pop, der noch viel mit der Plattensammlung von Papa Harrison zu tun hatte. Der war auf dem Debütalbum „Making Dens“ (2006) sogar immer noch Bandmitglied!

Backstage nach den Konzerten immer Daddy dabei zu haben, das ging nicht gut, und so wurde Henry vor dem zweiten Album „Twenty One“ (2008) höflich in den Hintergrund befördert. „Twenty One“ war die große Pop-Platte der Mystery Jets, von diesem Album stammen ihre immer noch bekanntesten Songs „Young Love“ (mit Laura Marling) und „Two Doors Down“. Jetzt sah es so aus, als würde die Band sich auf catchy 3-Minuten-Songs spezialisieren.

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