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Buzzy Baby

Ein Nachzügler aus dem Glastonbury-Programm der BBC: Auf der Newcomerbühne standen Buzzard Buzzard Buzzard aus Cardiff, deren zwei Singles „Double Denim Hop“ und „Late Night City“ wir hier auf dem Blog ja bereits gepusht haben, weil’s schöne Indie-Glamrock-Nummern sind..

Die BBC hat aus dem Set nun einen uns bisher unbekannten Song gepickt: „John Lennon Is My Jesus Christ“ zeigt uns, wo die jungen, eng mit Boy Azooga befreundeten Waliser ihre Inspiration her holen: John Lennon, Marc Bolan, David Bowie und Bill Fay kriegen im Text  ihre Huldigung. Wir sehen auch, dass BBB-Sänger Tom Rees eine gute Figur in türkis macht. Tja, jetzt warten wir drauf, das „John Lennon…“ auch als offizielle Single erscheint.

Review: Wesley Fuller

Wesley Fuller – „Inner City Dream“

Ich werde mich nicht dafür entschuldigen – ich mag Britpop. Das war ne gute Zeit. Das hat Spaß gemacht. Nicht nur Oasis und Blur. Auch Supergrass, The Charlatans, Dodgy, The Bluetones, Super Furry Animals, sie alle. Gute Jahre. Viele tolle Songs.

Vielleicht bin ich also anfällig für einen gewissen Gitarrensound und sehe es durch eine rosa Brille. Vielleicht hat das, was Wesley Fuller macht, nichts mit dem Jahr 2017 zu tun. Vielleicht doch, als bewusste Verweigerung.

Jedenfalls: Dies ist ne ziemlich geile Britpop-Platte. Aus Australien, eh klar.

Schauen wir uns Wesley Fuller mal an. Frisur: Typ Marc Bolan, frühe Siebziger. Oder James Bagshaw von den Temple, heute. Damit haben wir auch schon den Klangbereich des jungen Melbourners eingegrenzt. Merseybeat, Glamrock, Britpop, Neo-Psychedelia. Alles Retro. Gut so. Review: Wesley Fuller weiterlesen

Review: Børns

borns DopamineBørns – „Dopamine“

In den USA ist diese Platte seit Oktober auf dem Markt und Garrett Borns ist sowas wie ein gefeierter Senkrechtstarter. Auch sein Debütalbum „Dopamine“ wird bejubelt. Der 24-jährige aus Minnesota ist, glaubt man seiner Presse, sowas wie ein Beck des Glamrock. Er vereint fetzige Marc Bolan-Riffs mit moderner Pop-Produktion, überhaupt sprüht sein Debüt nur so vor originellen Style-Kombis und das alles hat er auch noch quasi als Selfmade-Man auf die Beine gestellt. Schließe ich mich der Meinung an? Meh.

Ich will nicht bestreiten, dass Borns vermutlich ein echter Showman ist. Schon als Zehnjähriger war er ausgebildeter (es gibt für sowas eine Ausbildung? Okay…) Bühnenmagier – und wenn das keine perfekte Lehre ist, um später mal eine kostümierte Rampensau geben zu können, das weiss ich nicht weiter.

Magiers lernen auf der Bühne, uns mit Nebel, Spiegeln und cleveren Manövern abzulenken. Wir achten auf die großen Gesten, anstatt auf die kleinen Tricks, mit denen sie uns dann hinters Licht führen. Für mich setzt auch „Dopamine“ zu oft auf den plakativen Knalleffekt. Das Album plustert sich zu mehr auf, als es ist.

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