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I even love saying the word „Team“!

Soll keiner sagen, das Sports Team sei nicht produktiv. „The Races“ ist bereit die fünfte Single dieses Jahres von Alex Rice & Co. Wenn nächstes Jahr dann endlich das erste Album dr Londoner kommt (und das muss ja passieren), dann werden wir viele Songs schon kennen.

Na anyway. Ich habe, als ich über Sports Teams EP „Keep Walking“ schrieb, behauptet, dass diese Band zu den neuen (frühen) Blur werden kann. Die Attitude ist vergleichbar, der Sänger ist ne echte Type und so weiter. Ich schrieb auch, dass Sports Team bisher dafür vor allem die Energie, die Persönlichkeit und die Einstellung mitbringen, aber dass ihre Songs selbst einfach noch nicht die letzte Hürde genommen haben. Bei allem Pep sind die Songs von blur, Madness oder Supergrass auch Lieder, die man unter der Dusche singen kann bzw muss, weil sie so verdammt ins Ohr gehen. Doch den Songs vom Sports Team fehlt dies noch, so cool ich die Band an sich finde.

Genau das gilt auch wieder für „The Races“. Ich find’s super, wie der Song kickt und schmirgelt. Aber ich glaube auch hier: Sports Team haben immer noch nicht alles gezeigt. Da kann noch mehr gehen.

Pleased To Feet You

Kurswechsel im Lager der FEET.

Eigentlich hatten die Jungs aus Coventry ihr Debütalbum „What’s Inside Is More Than Just Ham“ für Anfang August angekündigt. Nun haben sie nicht nur ein neues Video gepostet, sondern auch einen neuen Termin: Die Platte kommt nun doch erst im Oktober.

Na gut, dann gedulden wir uns eben noch und schauen wir uns das neue Video namens „Outer Rim“ an: Okay, der Song geht in ein andere Richtung als das, was wir von FEET bisher kennen. Er ist struppiger, punkiger als „English Weather“und „Ad Blue“. Nach diesen zwei Singles hätte ich gesagt, die Neuankömmlinge aus Coventry orientieren sich an early-90s-Bands wie Happy Mondays und „Leisure“-Ära-Blur. Natürlich nicht 1:1. Natüürlich ein Update. Aber darauf baut’s auf, auf diesen Rhythmen und Gitarrensounds.

„Outer Rim“ erinnert mich nun mehr an die Blur in der Phase nach „Leisure“,  als sie ja durchaus Gas geben konnten. In der Art, in der FEET sich ein bisserl spinnert und humorig präsentieren, sehe ich wiederum einen gewissen Throwback auf Madness. So oder so, very british, das Ganze, dabei nicht einseitig. Das Album sollte interessant werden.

Sports ist mords

Vor ein paar Wochen habe ich auf dem Blog einen Post geteilt, in dem ich meine Tipps für 2019 auflistete. Einer davon: Sports Team aus London.

Dieses Quintett updatet mit schrägem Witz und wurliger Energie Britpop-Traditionen. Ich bilde mir ein, in Sports Team Spuren von Blur, Madness, Supergrass, Pulp oder den Housemartins zu entdecken – zumal ihr Sänger Alex Rice ein kauziger Exzentriker ist, auf seine Weise eine Variante des Typen Suggs/Jarvis/Damon.

Sports Team haben heute eine neue Single geteilt – und sie bestärken mich mit dieser herrlich beknackten Nummer in meiner Einschätzung. Ja, 2019 kann das Jahr von Sports Team werden.

p.s. Die M5 ist eine englische Autobahn – und zwar der Weg in den Südwesten. Wer aus Liverpool, Manchester oder Birmingham in den Urlaub an die Südküste fährt, nimmt den Motorway 5. Damit hat diese Straße für den Briten so etwa die Bedeutung wie der Brenner für den deutschen Italien-Urlauber.  Die Fahrt auf der Straße bedeutet Vorfreude und ist quasi erster Teil des Ferienrituals.

Review: Phobophobes

Phobophobes – „Miniature World“

„We have nothing to fear but fear itself“ sagte Franklin D. Roosevelt.

Der Bandname Phobophobes klingt aufs erste Hören wie ein Wortspiel. Er hat aber durchaus eine düstere Bedeutung, denn Phobophobie gibt’s wirklich. Befallen sind Menschen, die schon derart traumatische Angstzustände erlitten haben, dass alleine die Vorstellung vor einem weiteren der Auslöser sein kann, um sie in einen neuen zu versetzen.

Erst mal Schmunzeln und sich dann der Stockdüsternis gewahr werden – ein Name, der sehr passend ist die Stimmungen, die dieses Sextett aus Südlondon erzeugt. Denn was die Phobophobes machen, das ist ein Sound, der mit einem Bein im Varieté steht und mit dem anderen im Gothic. Sagen wir’s so: Es ist die Musik, die solche Figuren wie Papa Lazarou (von The League of Gentleman) oder the Hitcher (von The Mighty Boosh) machen könnten. Was, zugegeben, vielleicht hierzulande recht obskure Referenzen sind.

Versuchen wir also, das auf die übliche Weise zu beschreiben.
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In Bed With Morrissey

Morrissey hat also eine neue Single draußen und schon wird wieder heftig diskutiert. Ich wollte mal eben meine Deutung des Textes beitragen.

Obwohl es wenige Leute gibt, die so direkt und konkret werden in ihren Texten, ist schon interessant, was die Leute so hinein lesen. Ich glaube, jeder Fan will, das Moz auf seiner Seite steht und legt die Texte entsprechend in seine Glaubensrichtung aus.

Es gibt schon seit Anfang der 90er Stimmen, die wollen Morrissey in die rechte Ecke stellen. In Bed With Morrissey weiterlesen