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New Björk, New Björk

Ach guck – Es ist so, gestern hatte ich tatsächlich mal wieder einen Sugarcubes-Flash. Ich habe meine Lieblingssongs der Isländer endlich mal von CD auf meinen Rechner gezogen. Eigentlich eine Schande, dass ich das nicht viel früher gemacht habe, denn die Band war superwichtig für mich, als ich Indie für mich entdeckte. Mein erstes Band-T-Shirt war von der „Here Today, Tomorrow, Next Week“ Tour.

Und heute? Stellen meine japanischen Shoegaze/Dreampop-Favoriten Luby Sparks eine neue Single online und es ist eine Coverversion von The Sugarcubes‘ „Birthday“.

Diese neue Version ist fast lieblich. Das Original war natürlich schräger – und die junge Björk wird unvergleichlich bleiben, ein außerirdisches Elfenwesen, deren Vokalakrobatik Luby Sparks-Sängerin Erika Murphy vernünftigerweise gar nicht erst versucht, nachzuahmen. Aber man macht Coverversionen ja nicht, um einen Song zu kopieren, sondern um eine andere Nuance freizulegen.

Tawings of Desire

Ich bin ja echt happy, dass ich japanischen Indie als neues Suchfeld für mich entdeckt habe. Hier kann man doch immer wieder auf was Neues stoßen. Ein Lob an dieser Stelle an Space Shower Music, das Label, durch das ich u.a. The fin., Luby Sparks und Avengers in Sci-Fi kennengelernt habe. Hier sind nun auch TAWINGS unter Vertrag, eine Girl-Trio aus Tokio, deren aktuelle Single „Suisen“ Sounds von The Cure in ihrer „Seventeen Seconds“-Ära, Shoegaze-Pop und an Krautrock-Motorik zu einem letztlich individuellen und prima atmosphärischen Klangbild verdichtet. Herrlich. Toll.

Die frühere Single „Invisible“ klingt new-wavy-er.

Hey, Good Luby!

Hurra, neues von den Luby Sparks! Ihr erinnert euch? Letzten Herbst bin ich ziemlich ausgeflippt, als ich die Band bemerkte.

Diese fünf aus Tokyo lieben den Shoegaze-Dreampop der frühen 90er. Zufällig auch meine Lieblingsmusik. Diesen Sound versuchen sie, nachzubauen. Das Schöne dabei ist: Ob Absicht oder nicht, sie geben der Sache einen leichten japanischen Effet mit. Letztes Jahr veröffentlichte die Band im Januar ein tolles Debütalbum und im November eine prima EP. Nun haben die Luby Sparks mit  „Somewhere“ eine taufrische Single am Start.

Treibende Feder in der Band ist Gitarrist Natsuko Kato, aber der Fokus der Zuschauer liegt natürlich immer auf ihrer Sängerin, der Halbengländerin Erika Murphy.  Auf den ersten Songs der Luby Sparks wiederum sang noch eine gewisse „Emily“. Auch sie war Halbengländerin. Das hat mich ein bisschen verwirrt. Als ich letztes Jahr eine Rezension zur EP schrieb, behauptete ich, Emily sänge immer noch. Allerdings sang hier bereits Erika.

Meine Alben 2018, Pt.5: 10-6

… und schon sind wir in den Top Ten. Der Countdown geht weiter – es geht um meine persönlichen Lieblingsalben von 2018. Wir haben die sehr guten und die sehr sehr guten Alben hinter uns gelassen und kommen bei den richtig tollen an.

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How Longlist Can You Go – Part 2

Jetzt aber. Ich bin so weit. Die BBC hat vorgelegt und zehn Stars fürs Jahr 2019 prognostiziert. Ich lege nun nach und nenne hier meine zehn eigenen Indie-Hoffnungen fürs neue Jahr.

Die Kriterien sind wir jedes Jahr: Um in Frage zu kommen, darf die Band/der/die Künstler(in) noch kein Debütalbum veröffentlicht haben. Ich sage auch nicht: „Die werden reich und berühmt“ – ich sage: „Ich verspreche mir hier ein hoffentlich tolles, mindestens spannendes erstes Album“.

Okay: Auf „Weiterlesen“ klicken und es kann losgehen:

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Review: Luby Sparks

Luby Sparks – „(I’m) Lost In Sadness“ EP

Vor dem Jubel müssen obligatorisch natürlich auch die Gegenargumente vorgebracht werden. Also gut, bevor ich euch jetzt gleich von Luby Sparks vorschwärme, sei gesagt: Klar, originell ist was anderes. Denn Shoegazing, das gibt es seit 1990, mindestens. Seitdem gibt es auch immer wieder ganze Schwärme von Bands, die den Sound wieder aufgreifen. Luby Sparks, das junge Quintett aus Tokio um die Sängerin Emily (ihren Nachnamen nennt sie nicht, aber wir wissen: Ihr Vater ist Brite) tut nichts anderes. Den festen Rahmen, den das Genre Shoegazing vorgibt, verlassen sie nicht. Aber hey – innerhalb dieses Rahmens nähern sie sich dem Ideal.

Vier Songs umfasst die neue EP der Japaner. Los geht’s mit der Single „Perfect“ – ein Stück Uptempo-Schmirgelpop, wie es die ganz frühen Boo Radleys regelmäßig hinlegten: Radau, Dynamik, trotz (oder gerade wegen) eingeflochtener Breaks, obendrüber eine samtweiche Gesangsmelodie. Die klingt bei Emily natürlich femininer als damals bei Sice von den Boos, which is nice. Textlich geht’s – wie sollte es anders sein – um eine verflossene Beziehung und das Gefühlsgewitter, das ein zufälliges Wiedersehen auslöst. Also: Shoegazing-Trefferquote 100. Alles abgehakt. Aber toll. Review: Luby Sparks weiterlesen

Luby Luby Luby Luby! Aaahahahaaaa!

… und schon wieder was Schönes aus Japan! Luby Sparks aus Tokio um die Sängerin mit Namen Emily (ihr Vater ist Engländer) liefern den Fernost-Beitrag zum Thema Shoegaze-Pop. Im Januar erschien ein erstes Album, produziert in London von Max Bloom (Yuck).

Ich bemerke die Band erst jetzt, da sie eine neue EP namens „I’m Lost In Sadness“ mit der Vorab-Single „Perfect“ ankündigen – aber besser spät als nie.