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What Did You Expect From 2018, Pt.3

Heute: Der dritte und letzte Teil meiner Liste „Ausgesuchte kommende Alben 2018“.  Es geht um meine persönliche Vorschau auf das anstehende Indie- Jahr. Um Platten, auf die ich gespannt warte. Alben, die entweder schon feststehen, die sicher erwartet werden oder auf die man zumindest spekulieren darf.

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What did you expect from 2018, Pt.1

Hallo, 2018!
Wirst du ein gutes Indie-Jahr werden? Die ersten Anzeichen sind nicht schlecht. Auf so einige spannende Newcomer dürfen wir uns freuen – darüber habe ich neulich schon mal einen Post geschrieben. Natürlich warten wir aber auch auf so einige Größen und persönliche Favoriten, die sich zurück melden.

Ich habe eine Liste unter folgendem Motto zusammen gestellt: „Ausgesuchte kommende Alben 2018“. Dies sind Platten, die fürs neue Jahr schon definitiv angekündigt wurden, die man sicher erwarten oder zumindest realistisch erhoffen darf – oder über die man wenigstens spekulieren kann.
Plötzlich standen da über 30 Namen auf meinem Zettel. Deswegen teile ich die Liste in drei Beiträge auf.
Los geht’s mit Teil 1.

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Review: April Towers

Silent FeverApril Towers – „Silent Fever EP“

Hmm. Da wartet man, dass eine Band endlich mit ihrem Debütalbum um die Ecke kommt, und dann gibt’s doch erst mal nur wieder ne EP. Die dann auch noch nur drei neue Songs liefert. Das kommt mir ein bisschen vor, als würde da jemand Zeit schinden.

Aber gut, es soll uns trotzdem Anlass sein, noch mal auf die April Towers einzugehen. Denn ich setze große Hoffnungen auf das Duo aus Nottingham, das letztes Jahr mit den Singles „Arcadia“ und „No Corruption“ einen Traumstart hingelegt hat. („No Corruption“ habe ich sogar für unseren Ein-Kasten-Augustiner-Preis nominiert.)
Der Sound der April Towers: 80s-Synthpop. New Order / Pet Shop Boys / OMD / Depeche Mode. Clevere, sophisticated Popmusik, der ich einen leichtem Indie-Einschlag unterstelle bzw. ihn mit Macht hinein interpretiere. Wenn die eine oder andere Gitarre durchschimmert, wenn das Grundgefühl ein melancholisches ist, wenn das ganze sehr bewusst auf Stil setzt, dann ist das doch Indie, oder? Wenn man beim Hören der Musik vorm geistigen Auge graue Bilder nordenglischer Nebel-Tristesse empfängt – ja doch, dann sind da genug Überschneidungen, dass man es als Indie empfinden darf.

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Review: New Order

new-order_music-completeNew Order – „Music Complete“

Die Reaktionen auf diese Platte gehen auseinander. Man liest auf der einen Seite, New Order hätten hier ihre beste Platte seit den 80s gemacht. Eine zweite Fraktion meint dagegen, dies sei ja wohl ein totaler Griff ins Klo und überhaupt, ohne Peter Hook geht schon mal grundsätzlich nix. Und ich? Kann mich mal wieder keiner größeren Gruppe anschließen, als wäre das ein Prinzip meines Seins. Ich find die Platte „so mittel“. Eigentlich ganz ordentlich.

Was erwarten wir denn von New Order? Ihre letzte Platte, auf der sie sich selbst gepusht haben und dabei auch Teile ihrer Fanbase erschreckten, war „Technique“. Und das war vor 28 Jahren. Seitdem verwalten sie auf hohem Level ihr Erbe, und das ist ja auch vollkommen okay so. Das steht ihnen ja zu. Angefangen hat das mit „Republic“ (1993), da reichte es, dass sie das Album mit einer Lead-Single ankerten, die unverwechselbar klang wie ein New Order-Hit. „Regret“ war das. New Order waren damals schon Legenden, wegen ihrer Geschichte.

Diese Geschichte kennt ihr ja: New Order waren 3/4 von Joy Division, bis zum Selbstmord von deren Sänger Ian Curtis im Mai 1980. Ein Ereignis, das den Rest der Band natürlich komplett konsterniert zurück ließ. Review: New Order weiterlesen

Review: Strange Names

strange names albumStrange Names – „Use Your Time Wisely“

Stichwort 80s-Revival. Welche 80s meint man denn, wenn man im Indie vom 80s-Revival spricht? Mein meint nichts aus der zweiten Hälfte der 80er. Man bezieht sich eigentlich immer nur auf die Ära ca 1979-1984, auf eine erste New Wave-Pionier-Phase (z.B. Gary Numan, DEVO, frühe OMD) sowie auf die Phase, in der daraus Synthpop für die damaligen Charts wurde (z.B. Howard Jones, Kajagoogoo, Nik Kershaw).

Das 80s-Revival wiederum kam für mich so richtig in die Gänge im Jahr 2002. In dem Jahr erschien Interpols „Turn On The Bright Lights“, auch The Faints „Danse Macabre“ (2001) startete nachträglich durch. In Schweden gab es Bands wie Melody Club und Paris, die behaupteten, von Nena beeinflusst zu sein und im Pop wieder mit Neonfarben malten.

Worauf will ich hinaus? Ich will sagen: Wenn das 80s-Revival in seinen diversen Spielarten seit 2002 läuft, dann sind das heute 13 Pop-Jahre! 13 Jahre, die sich auf nur 5 Pop-Jahre rückbeziehen.

Weswegen ich glaube, dass Strange Names, dieses neue Trio aus Minnesota, gar keine 80s-Revival-Band ist. Ich glaube, es ist eine 80s-Revival-Revival-Band. Review: Strange Names weiterlesen