Schlagwort-Archive: Kurt Wagner

Let The Good Tim Roll

Das Solowerk von Charlatans-Sänger Tim Burgess war zuletzt gerne mal ziemlich arty und experimentell. Lambchop-Sänger Kurt Wagner war regelmäßig involviert, die Texte wurden ergo eher gemurmelt als gesungen, die Songs mäanderten vor sich hin und kamen nicht zur Sache. Wogegen ja nichts zu sagen ist. Es war nicht uninteressant.

Trotzdem bin ich happy, dass Tims neue Single einfach nur eine unkomplizierte Popnummer ist, die man sogar mitsingen kann. Mit „Empathy For The Devil“ kündigt Tim sein neues Album „I Love The Sky“ an, das am 22. Mai erscheinen soll.

Vinterview: Superchunk

Es ist mal wieder Zeit für ein Vinterview. Vor eineinhalb Wochen erschien das dreizehnte Album von Superchunk (Mein Text dazu siehe etwas weiter unten). Superchunk sind nicht nur seit 1989 Helden des US-Punk-Pop, sie sind auch Labelgründer und die Köpfe von Merge Records, einer echten Größe unter den US-Indies. 

Als vor vier Jahren Superchunks letztes Album „I Hate Music“ erschien, da hatte ich ihren Sänger Mac McCaughan am Telefon. Für mich eine große Sache. Mein alter Blog, auf dem das Gespräch erschien, ist vor einiger Zeit vom Netz gegangen. Die neue Scheibe nehme ich als Anlass, um den Text von 2013 erneut zu teilen. 

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Review: The Charlatans

The Charlatans – „Different Days“

In diesen Wochen gab’s/gibt es neue Alben von Ride, Slowdive, The Jesus and Mary Chain, alle mit großem Medienecho. Auch ihre Zeitgenossen The Charlatans haben ’ne Neue, doch der Hype fällt gering aus. Wenn man so will, haben die Madchester-Veteranen, die den ewigen Klassiker „The Only One I Know“ geschaffen haben, also einen Fehler gemacht: Sie haben sich nämlich nie getrennt. So können sie jetzt mit keinem Comeback -Brimborium um die Ecke kommen.

Aber selbstverständlich war es KEIN Fehler der „Charlies“, all die Jahre durchzuhalten. Die Band hat die Jahre, die andere Combos liegen ließen, genutzt, um ein beeindruckendes Gesamtwerk zu schaffen. Und im Verlauf des Ganzen ist den Baggy- und Britpop-Überlebenden etwas gelungen, was andere Bands sich nur wünschen: In Würde zu altern und in einem angemessenen Rahmen relevant zu bleiben, ohne sich Trends anzubiedern.

Ein Abstecher: Charlatans-Sänger Tim Burgess hat vor ein paar Jahren seine Autobiographie geschrieben. So ein Teil besorgt man sich, weil man halt Fan und Nerd ist – aber nicht, weil man glaubt, ein tolles Buch zu lesen. Es war dann aber so, dass ich das Ding kaum weglegen konnte. Tim kommt in seinen Memoiren extrem nachvollziehbar rüber. Als ein Mensch erstens mit Hummeln im Hintern und zweitens mit unbeirrbarem und ansteckendem Optimismus. Review: The Charlatans weiterlesen