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Urbi et ORB

Wenn das australische Label Flightless was veröffentlicht, heisst’s hinhören – auf diesem Label befinden sich schließlich u.a. King Gizzard, The Babe Rainbow und The Murlocs.

Auch die Band ORB aus Geelong ist bei Flightless unter Vertrag und eine gewisse Klangverwandtschaft zu King Gizzard ist unbestreitbar. Im Oktober veröffentlichte die Band ihr Album „Naturality“. Zum Song „You Are Right“ gibt’s jetzt bewegte Bilder.

Review: The Babe Rainbow (AUS)

The Babe Rainbow (AUS) – „The Babe Rainbow“

Noch jeder, dem ich das Youtube-Video zu „Peace Blossom Boogie“ zeigte, war begeistert. Retro-Bands gibt’s zwar viele auf der Welt, aber die drei Australier aus dem Örtchen Rainbow Bay an der Gold Coast lösen trotzdem was aus. Sie haben sich in diesem Clip auf eine spezifische, sympathische Mikro-Ära gestürzt, die jedem ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. Keine Ahnung, wie sie den Londoner Doppeldecker-Bus nach Australien gekriegt haben – aber wie sie und ihre Freunde so in Sixties-Klamotten vom Speicher durchs Grüne fahren, da leben Hippie-Ideale und kommen die Vibes von Mungo Jerry’s „In The Summertime“ auf. Da wünscht man sich, man könnte zusteigen.

Die Frage war nun: Können die Jungs das auch ein ganzes Album lang durchziehen, ohne dass es von seinem Reiz verliert? Darauf würde ich antworten: Im Großen und Ganzen kriegen sie das hin, auch wenn (oder vielleicht sogar: weil?) das Ganze manchmal ein bisschen ausfranst und den Fokus verliert.

Tja, und das war’s auch schon. Rezension vorbei.

Nee, natürlich doch noch nicht. Ein bisschen konkreter will ich das doch noch aufdröseln.

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Buzz for the Gizz

Nicht weniger als 5 (!) Alben haben King Gizzard & The Lizard Wizard für dieses Jahr angekündigt.  Zwei davon sind bisher erscheinen („Flying Microtonal Banana“ und „Murder of the Universe“) und Nummer drei wirft seine Schatten voraus: Mit „Invisible Face“ haben die freaky Psycheliacs aus Melbourne ein neues Video geteilt.

Zu einem der fünf Alben will ihr Label PIAS meinen Informationen nach noch so richtig Vollgas geben. Eines dieser Alben wird demnach das  vergleichsweise poppigste/zugänglichste Werk von Stu Mackenzie und seiner Combo werden, so dass der Buzz, der um die schräge Band bereits herrscht, eine breitere Masse erreichen soll. Bin gespannt, ob das klappt. „Invisible Face“ wäre ja schon mal ein regelrechter Ohrwurm, den man beinah auf dem Indie-Dancefloor anbringen könnte – wenn da nicht die Tatsache wäre, dass die Hälfte des Songs (ab ca 1:00 bis 2:30) lieblich ohne Schlagzeug vor sich hin plätschert, so dass sich die Tanzfläche garantiert leeren würde.

Happy when it rainbows

Angus Darling, Kool Breeze und Dr. Elliot Love-Wisdom. Hmm. Irgendwas gibt mir das Gefühl, dass das nicht die wirklichen Namen  der drei blonden Jungs von The Babe Rainbow sind. Das Trio aus dem Örtchen Rainbow Bay an der australischen Ostküste veröffentlich seit 2014 sporadisch schöne Sixties-eske Singles, Es scheint auch eine Verbindung der Band zu King Gizzard & The Lizard Wizard zu geben, die über das gemeinsame Label (Flightless) hinaus geht, aber ich habe noch nicht genau eruieren können, welche.

Wie auch immer, das Trio hat ein neues Video online gestellt, der Song nennt sich „Losing Something (Is Finding Something Else)“. Ich hoffe, das stimmt, ich suche nämlich meinen Kapodaster.

Review: King Gizzard And The Lizard Wizard

King Gizzard And The Lizard Wizard – „Flying Microtonal Banana“

Es gibt Bands, die sind in der Vorstellung besser, als sie es in Wirklichkeit je sein können. Das Musterbeispiel dafür sind The Hives. Sind die schon mal an euch vorbei gelaufen? Bei einem Festival zum Beispiel kann das ja schon mal vorkommen. Da stolzieren sie dann, alle fünf in ihren identischen Anzügen, smarte Haare, Pelle mit seinem irren Blick, der Dicke, der Typ mit seinem Schnauzer. Das ist echt ein Hingucker. Da bliebt man stehen und gafft und muss an sich halten, um nicht wie ein Teenie zu kreischen. So ein fantastisches Bild geben die Hives ab! Ihr Liveset auf der Festivalbühne ist normalerweise dann auch eine echte Radauwucht.
Aber dann hört man ihre jeweilige neue Platte (die immer auf einem neuen Label erscheint, weil das letzte krass enttäuscht von den Verkäufen war, die nicht annähernd die Erwartungen erfüllten) und fragt sich: Wieso ist von all dem Hurra im Studio nichts übrig geblieben? Aber die Idee „Hives“ ist viel besser als ihre tatsächlichen Songs, so ist es leider.

Ihr ahnt schon, was das mit Melbournes King Gizzard And The Lizard Wizard zu tun hat. Oh Mann, ich würde mir SO wünschen, dass ich sagen könnte, dies sei meine Lieblingsband! So viel an den kirren Australiern bringt mich dazu, begeistert zu johlen: Review: King Gizzard And The Lizard Wizard weiterlesen

Bell’vue

Sonderbare Band, diese The Bellingerents aus Brisbane. Man hat bei ihnen den Eindruck, dass sie ihre Einflüsse (ich höre heraus: elektronischen Hispeed-Indiepop a la TDCC in ihrer „I Can Talk“-Zeit, Psychedelia a la Tame Impala/King Gizzard und Britpopmelodien) mit viel Wucht in einen großen Gulasch-Topf werfen. Dann rühren sie, aber nicht besonders gründlich. Wenn sie eine Kelle aus dem Topf holen, sind die Elemente sind noch nicht richtig miteinander verkocht. Auf dem Suppenteller hat man dann Klümpchen von allem und man ist sich nicht ganz sicher, ob das jetzt ideal zusammenpasst. Andererseits ist der Enthusiasmus der Köche unbestreitbar – und vielleicht sind es gerade die gefühlten Brüche und Unstimmigkeiten, die die Songs interessant machen.

Habe ich das jetzt so erklärt, dass man versteht, was ich meine? Als Hörbeispiel habe ich hier das Video zu ihrer jüngsten Single „Caroline“, in deren Zusammenhang das Quintett auch ein Debütalbum verspricht.