Schlagwort-Archive: Kim Deal

What did you expect from 2018, Pt.1

Hallo, 2018!
Wirst du ein gutes Indie-Jahr werden? Die ersten Anzeichen sind nicht schlecht. Auf so einige spannende Newcomer dürfen wir uns freuen – darüber habe ich neulich schon mal einen Post geschrieben. Natürlich warten wir aber auch auf so einige Größen und persönliche Favoriten, die sich zurück melden.

Ich habe eine Liste unter folgendem Motto zusammen gestellt: „Ausgesuchte kommende Alben 2018“. Dies sind Platten, die fürs neue Jahr schon definitiv angekündigt wurden, die man sicher erwarten oder zumindest realistisch erhoffen darf – oder über die man wenigstens spekulieren kann.
Plötzlich standen da über 30 Namen auf meinem Zettel. Deswegen teile ich die Liste in drei Beiträge auf.
Los geht’s mit Teil 1.

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Deal or no Deal

Das kommt unerwartet: Eine neue Single von The Breeders, einfach so. Ich habe nicht mitgekriegt, dass sich das angekündigt hätte. Freuen tut’s mich natürlich trotzdem.

Bei den wiedervereinigten Pixies ist Breeders-Frontfrau Kim Deal vor ein paar Jahren ausgestiegen. Dem Vernehmen nach, weil sie nicht verantworten wollte, dass die 90s-prä-Grunge-Legenden mit neuen, nicht perfekten Songs ihr makelloses Erbe beschmutzten.

Bei ihrer eigenen Band hat sie diesbezüglich offenbar weniger Skrupel. Soll mir recht sein. „Wait In The Car“ ist zackig.

Für die Jüngeren: Kim Deal war also Bassistin der Pixies. Umwerfende Pioniere der späten 80er, frühen 90er. The Breeders gründete sie auch so um die 80er/90er-Wende parallel zu den Pixies, damals u.a. mit Tanya Donnelly (Throwing Muses), die vorm zweiten Album wieder ausstieg, um die ebenfalls prima Band Belly zu gründen. Dafür war bei Album 2 („Last Splash“) Kims Zwillingsschwester Kelley Deal mit an Bord. Damals landeten sie einen Welthit mit dem schrägen „Cannonball“, das man auch heute noch auf Indie-Abenden hören kann.

Und wil ich jetzt Bock auf weitere alte Kim Deal Videos gekriegt habe, geht’s nach dem Break noch ein bisschen weiter. Irgendwo ist Kim Deal auch durchaus eine Vorläuferin für Ellie Rowsell / Wolf Alice – um einen aktuellen Bezug herzustellen.

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Series: The 80s – Classics and Curios, Pt. 1

vinterview-80sDas Frage, mit welchen Themen ich in den praktisch Release-freien Wochen um die Jahreswende Inhalte für meine Seite schaffen soll, die stelle nicht nur ich mir auf meinem kleinen Blog. Das Problem haben auch ganz andere, ungleich größere Musik-Medien. So hat Pitchfork vorgestern – a pro pos of nothing – eine Liste der 10 besten Songs der 80er zusammen gestellt. Aber warum auch nicht? Naturgemäß sind 10 Songs zu wenig, um eine ganze Dekade zusammen zu fassen und klar wird man drüber diskutieren. Sicher hat jeder der Pitchfork-Songs es verdient, auf der Liste zu landen – aber essentielle Namen fehlten trotzdem. Mich jedenfalls hat das Ganze dazu gebracht, 80s-Namen aufzuschreiben, die ich in meine persönlichen Top Ten packen würde. Natürlich ist das sofort ausgeartet und plötzlich hatte ich über 40 Namen auf dem Zettel stehen.

Weswegen ich mir sagte: Okay, da mach ich ne kleine Serie draus. Ich werde in unregelmäßigen Abständen eine kommentierte Selektion von 80s-Bands bzw Songs posten. Die 80s waren schließlich eine im Nachhinein herrlich alberne Dekade, in der viel ausprobiert wurde. Manches ging daneben, manches aber wurde zum Grundstein für spätere Entwicklungen. Manches, was damals noch als Mainstream-Pop galt, wäre heute fürs Indie-Fach zu schräg. Zumal: Seit youtube-Videos in Deutschland nicht mehr gesperrt sind, kann man alte Schätze neu entdecken.

Also gut, gehen wir in unsere erste Runde. Diese erste Rutsche habe ich unter einen Oberbegriff gestellt: Indie-Bands. Genauer: Bands, die als Pioniere das, was später zur eigenen Kategorie Indie werden sollte, vorbereiteten und noch lange prägten. All die nun folgenden Bands sind Gitarrenbands – was in den 80ern ja eher untypisch war.

Anmerkung: Die Liste ist alphabetisch geordnet, nicht nach irgendeiner Wertung. Sonst ginge es nicht ausgerechnet los mit…

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Review: Pixies

pixies-head-carrierPixies – „Head Carrier“

Es gibt Leute, die sagen zum heutigen Lineup grundsätzlich: „Ohne Kim Deal sind es nicht die Pixies. Ohne Kim sollten die gar nicht erst auf die Idee kommen, neue Musik zu machen.“ Eine Frage habe ich an diese Leute: Was, Bitteschön, ist denn eure Alternative?

Wir sind uns einig, die Pixies vor der Trennung bzw Reunion sind unantastbare Legenden. Ach was, keine Legenden, sie sind Heilige. Sie haben das Genre Alternative Rock nicht geprägt, sondern geboren. Ich weiss noch den Moment, als ich zum ersten Mal „Bone Machine“ hörte. Die trockenen Drums von Dave Lovering. Die kreischende Gitarre von Joey Santiago. Der völlig derangierte Frontmann Black Francis, sein irres Gekläffe, der abstruse Text. Der stoische Bass von Kim Deal, ihre in diesem Sandsturm steinkalt lässige zweite Stimme.. Wie bahnbrechend das mal war, dafür gibt es gar keine Worte. „Surfer Rosa“ und „Doolittle“ bleiben zwei der umwerfendsten Rockalben aller, aller Zeiten. „Come On Pilgrim“ klingt immer noch wild, auch „Trompe Le Monde“, damals schwierig, entpuppte sich über die Jahre als Hammer, sogar„Bossanova“, zu seiner Zeit eher der Durchhänger, ist immer noch voller genialer Momente.

Ich habe mich gefreut, als die Pixies sich Anfang der 2000er wieder vereinigten. Ich gönnte es ihnen, dass sie jetzt endlich von ihrem Ruhm profitieren konnten. Review: Pixies weiterlesen