Schlagwort-Archive: Kate Boy

Review: Kaiser Chiefs

kaiserchiefsstaytogetherKaiser Chiefs – „Stay Together“

Macht’s gut, Kaiser Chiefs.

Eigentlich bin ich eine treue Seele. Ich halte Bands lange die Stange. Ich erlaube ihnen, mal ein mieses Album zu machen und höre mir die nächste wieder mit offenen Ohren an. Auch den Kaiser Chiefs bin ich ewig zur Seite gestanden. Aus Nostalgie. Aber jetzt trennen sich unsere Wege.

Erinnern wir uns an bessere Tage: „Employment“ (2005) war einfach eine Platte, die uns eine wahnsinnig gute Zeit bereitete. Was für Hits! „I Predict A Riot“, „Oh My God“, „Every Day I Love You Less And Less“, „Modern World“ – die prägten nicht nur eine Atomic Saison, sondern sie blieben unkaputtbar. Sie holten Britpop-Euphorie auf den Dancefloor zurück, man musste einfach mitfeiern.

Okay, an „Ruby“ hatte man sich dann schnell satt gehört. Zumal das zweite Album „Yours Truly, Angry Mob“ (2007) daneben einfach keinen weiteren Song bot, an den man sich heute erinnert. Bei „Off With Their Heads“ (2008) war es dann schon so, als hätte die Welt die Kaiser Chiefs vergessen. Ich aber habe mir die Platte damals schön gehört. Review: Kaiser Chiefs weiterlesen

Earth Is The Longlist Planet, Pt 2

Header AmasonIch habe eine kleine Artikelserie versprochen. Es geht ums Thema: Wer sind die Newcomer-Tipps für 2016? Dabei werde ich die „Longlist“ der BBC kommentieren und meine eigenen Favoriten vorlegen – aber ich checke auch nach, wie korrekt wir (also die BBC und ich) mit unseren Prognosen vom letzten Jahr gelegen haben.

Nachdem ich neulich die letztjährigen Tipps der BBC beurteilt habe, folgt als Teil 2 der kleinen Serie nun die Nachbetrachtung meiner 15 Newcomer Tipps für 2015.

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Review: Kate Boy

Kate-Boy-ONE-2015-1400x1400Kate Boy – „One“

… und noch jemand, der sich Zeit gelassen hat für sein Debütalbum. Ziemlich genau drei Jahre ist es schließlich her, dass das schwedisch/australische Trio Kate Boy mit seiner Single „Northern Lights“ durch die Blogosphäre schoss – und das war kein Wunder. Denn wenn jemand scheinbar aus dem Nichts gleich mit einer so perfekt durchgeformten Debütsingle in der Szene aufschlägt, dann scheint das Potential unendlich.

Nicht, dass der Sound von „Northern Lights“ revolutionär gewesen wäre. Gar nicht – damals erschein sogar quasi wöchentlich eine neue Skandi-Band mit Frauenstimme und kühl schneidenden Synthies, und sie alle schienen die gleiche Idee zu haben – und zwar: „Mein Lieblingslied ist ‚Heartbeat‘ von The Knife – aber im Großen und Ganzen sind die zu arty. Das kann man doch sicher etwas massentauglicher in Richtung Synthiepop kitzeln!“

Von all den Bands, die so arbeiteten (zum Beispiel Dänemarks Alleykat, Islands Bloodgroup und Schwedens Niki & The Dove) kriegten Kate Boy es auf Anhieb am knackigsten hin. Im Nachhinein zeigte sich, dass das kein Wunder war. Kate Ackhurst war eine etablierte Songwriterin, die in LA schon Lieder für Popstars geschrieben hatte, die Schweden an ihrer Seite arbeiteten schon länger als professionelles Producer-Team namens Rocket Boy.

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Vinterview: Steven Pavlovic

Vinterview Header Modular

2010 begann ich mit dem Bloggen, damals unter der Webadresse hennissey.piranha.tv. Doch letzten Sommer wurde mein Blog leider gelöscht.

Ich werde die dabei verlorenen gegangenen Interviews hier nun nach und nach wieder online stellen. Diese “vintage Interviews” (Hüstel!) nenne ich “Vinterviews”.

Es gibt zur Zeit leider Negativschlagzeilen um Tame Impala bzw. ihr altes Aussie-Label Modular Records und deren Gründer Steven Pavlovic. Pavlovic wird vorgeworfen, Tantiemen von Tame Impala einbehalten zu haben. Eine andere Band des Labels wirft ihm vor, einen Teil ihrer Vorschusszahlungen für sich abgezwackt zu haben. Die Labelwebsite ist offline – es sieht aus, als ob da gerade ein Imperium in sich zusammen fällt.

Aus aktuellem Anlass picke ich also heute traurig mein Interview mit Modular-Chef Steve Pavlovic aus dem Sommer 2013. Vinterview: Steven Pavlovic weiterlesen

How Longlist Have You Known? Pt2

DMAs
Kürzlich habe ich mich hier im Blog über die aktuelle „Longlist“ der BBC ausgelassen, in der die ehrwürdige UK-Sender-Institution ihre Newcomer fürs Jahr 2015 sammelt. Dieses Jahr fand ich nur drei der 15 Acts gut, einen okay, elf daneben.

In dem Zusammenhang versprach ich, meine eigene Longlist zusammen zu stellen. Die kommt nun hier, aber ich ändere die Regeln ein bisschen. Diese folgenden Bands/Künstler sind keine Acts, bei denen ich unbedingt an einen kommerziellen Durchbruch glaube. Vielmehr sind es die Bands, von denen ich mir 2015 ein prima Debütalbum erhoffe. Einen Longplayer, der meinem Geschmack taugen wird – aber ob auch Erfolg über meine Küche hinaus folgen wird, wage ich in einigen Fällen sehr zu bezweifeln.

Ach ja: Ich erwähnte, dass die BBC-Poll fast nur Solisten beinhaltete und kaum Bands. Ich dagegen habe NUR Bands in meiner Liste. Was entweder zeigt, was für einen konservativen Geschmack ich habe, oder aussagt: „Es geht doch, Bands!“

Wer meinen Blog (oder seinen unerwartet vom Netz gegangenen Vorgänger) verfolgt, wird die meisten der folgenden Namen hier kennen, vielleicht sogar schon als Stammgast. Egal – fangen wir endlich an, nach dem Break.
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