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Here’s Where The Strang Comes In

Na sieh an, da gibt’s ja doch mal wieder ein neues „richtiges“ Video, auch mitten im Hochsommer.

Auch wenn der Song schon länger rum schwirrt: „It’s Not That Bad“ stammt vom Album „Two Hearts And No Brain“ von Kane Strang, das im Juli 2017 erschien. Das aber war ’ne gute Platte, die einen Reminder verdient. Sagen wir’s so: Wer den heiligen Gral des Indierock in Weezers blauem Album sieht, der sollte mit den Songs des Neuseeländers eine Menge Freude haben.

Review: Kane Strang

Kane Strang – „Two Hearts And No Brain“

Es ist natürlich blöd, einen Text über ein Album damit zu beginnen, wie’s nicht klingt. Aber neulich stieß ich auf einen Artikel, in dem bestimmt drei, vier Mal der Vergleich Elliott Smith fiel. Was meiner Meinung nach Quatsch ist. Elliott Smith, das bedeutet: Extrem komplexe Songs, verzwickte Tunings der Gitarre, flatterige Leichtigkeit und ungewöhnliche Rhythmen (immer mal wieder Walzer) – und im Text sehr empfindsame, regelrecht poetische Formulierungen.

Für den jungen Neuseeländer Kane Strang, dessen zweite Platte prima ist (dieser „er ist nicht Elliott Smith“-Start ist nicht gegen ihn gerichtet, nur gegen die Laus, die mir beim Lesen jenes Artikels über die Leber gelaufen ist), gilt all das nicht.

Im Gegenteil. Die Songs: Meistens im Midtempo in extra straighten 4/4 Skischuh-Beats durchgezogen, an denen sich auch die Instrumente orientieren. Die Texte: Smart, gewitzt, aber halt nicht poetisch gedichtet. Die Single „My Smile is Extinct“ mag da ein Beispiel sein. Es ist die Story eines Typen, der von seiner Freundin betrogen wurde: „Yes you were the best I’ve ever had, I’ll say it to your face and I’ll say it to your dad“ singt Kane, um im Refrain, als die Lady ihm gestanden hat, „Kill me now, don’t think twice, I’ve heard that there’s a chance of an afterlife“ zu klagen. Das ist ja definitiv drollig formuliert, aber komplett unverklausuliert, hundertpro direkt. Elliott Smith hätte in der gleichen Situation nur Andeutungen gesungen.

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