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Review: Mew

Mew – „Visuals“

Wer Mew sagt, muss auch „Frengers“ sagen. Das dritte Album der Dänen (bzw. ihr erstes, das auch auf den internationalen Markt kam) bleibt ihr Meisterwerk. Allerdings – schon als ich vor zwei Jahren hier über Mews letztes Album „+-“ schrieb, habe ich die ersten Absätze erst mal mit einem Liebesbrief an ihre brillante 2003er-Platte verbracht. Also überspringen wir das diesmal und wenden uns direkt dem siebten Album der Kopenhagener zu, ja?

Recht schnell ging’s. Zwischen Mews fünftem Album „No More Stories“ (2009) und „+-“ lagen noch sechs(!) Jahre, diesmal sind’s auf die Woche genau zwei, die das Trio für seinen siebten Longplayer benötigte. Halt, Trio? Ja, Mew sind geschrumpft seit dem letzten Album. Gitarrist Bo Madsen hat die Band nach 20 Jahren verlassen.

Ein tiefer Einschnitt, sollte man denken. Und, klar, die Gitarren sind auf „Visuals“ weniger dominant als bei Mew gewohnt. Letztlich aber machen Sänger Jonas Bjerre, Bassist Johan Wohlert und Drummer Silas Jørgensen ziemlich genau da weiter, wo sie das letzte Mal absetzten.

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Face The Mewsic

Am 28.4. steht das neue Mew-Album namens „Visuals“ an, im Zuge dessen haben die Kopenhagener einen neuen Teaser in Form eines LoBudget/Lyric-Videos für den Song „Twist Quest“ voraus geschickt.

Zum Glück mag ich Mew. Zum Glück haben die schon große Dinge geliefert, die sie für mich auf ewig unantastbar machen – vieles davon auf dem „Frengers“-Album.  Mew sind eine Band, die ihre Indieprog-Songs schwelgerisch und opulent auffährt und dadurch naturgemäß manchmal auf der Grenze zum Bombast-Kitsch wandelt. (Sigur Ros kennen das Problem, auch wenn man die Bands sonst nicht unbedingt vergleichen würde.) Ich gestehe ihnen das zu, weil dieser Ansatz ihnen erst ihre Höhenflüge ermöglicht.

Aber wenn ich die Band nicht ausstehen könnte, dann könnte ich auch den verstehen, der anhand dieses Clips sagt: „Arty-Farty Saccharinpop, der viel banaler ist, als er tut und sich auf Coldplay- und alt-J-Effektheischerei ausruht.“ Denn ein bisschen albern sieht’s ja schon aus, wie die Figuren in diesem Video rumhampeln und auch der Text wirkt eher willkürlich als tiefschürfend. Immerhin, der Song und seine musikalische Umsetzung insgesamt sind doch fein, oder?

Lights and Mewsic

Die Kopenhagener Indieprog-Maestros Mew haben sich bekanntlich vor ihrer Bandgründung in den 90ern auf der Filmhochschule kennengelernt. Das Visuelle war seitdem immer ein wichtiger Aspekt ihrer Arbeit als Band – konsequenterweise heisst ihr kommendes Album „Visuals“ (VÖ: 28.4.) Voraus schicken die  Dänen dem Ganzen nun eine Single mit dem Namen „85 Videos“, zu der sie das dazugehörige Video gleich mitliefern. Schon verwirrend – sind das damit 86 Videos?
Egal. Hauptsache Mew. Die haben’s drauf, manchmal richtig schön bombastische Indiepop-Hymnen aufzufahren, und dieser Song ist eine davon.

Review: Mew

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Mew – „+-„

„Frengers“. Alleine für dieses Album werden Mew immer einen festen Platz in meinem Herzen haben. Was für eine Platte! Es war das Album, mit dem die Dänen sich 2003 dem Rest der Welt vorstellten: Vier Kopenhagener Filmstudenten, die ihre Visionen nicht auf Zelluloid bannten, sondern ein musikalisches Kopfkino stattfinden ließen. Mit den Mitteln des 90er-Jahre-Indie: „The Bends“, „Nowhere“ und „Grace“, das waren die Alben, die diese Klang-Alchemisten ineinander verzahnten. Ihre Songs waren kunstvoll, bombastisch bis knapp an der Grenze zum Kitsch. Sie konnten sprunghaft zwischen Noise und schwebender Grazie zickzacken („Am I Wry? No“), sie konnten sich aber auch ganz simpel nur mit einer zauberhaften melancholischen Melodie begnügen („She Came Home For Christmas“) und sie schwangen sich in sphärische Höhen mit dem malerischen, schwelgerischen, epischen „Comforting Sounds“, das sich 10 Minuten lang Schicht um Schicht auftürmt, um zu Sternstaub zu zerfallen – ein Song, ein Album für die Ewigkeit!

Es ist auch ein Album, das Mew seitdem nicht zu toppen wussten – wie auch? Review: Mew weiterlesen

Thank You For The MEWsic

Oh, Hurra! Da ist sie, die neue Single von Mew!
Der erste Teaser fürs kommende Album namens „+ -“

Wer Mew nicht kennt (und es ist ja auch schon sechs Jahre her, seit die Kopenhagener was Neues gemacht haben): Das ist verkünstelter, komplexer, ambitionierter, atmosphärischer Indie-Rock mit Brüchen, Tempo- und Farbwechseln – was ja eine knifflige Kombi sein kann, die anderen Bands gerne mal daneben geht. Dieser Sound könnte auch in prätentiöse Wichtigtuerei ausarten, aber die ehemaligen Filmstudenten Mew schaffen es immer, echten schwelgerischen Ohrenschmaus zu kreieren.

Es singt: Jonas Bjerre, der seit dem letzten Mew-Album „No More Stories“ (2009) auch ein prima Soloalbum und zwei Alben mit Apparatjik (seiner gemeinsamen Band mit Magne Furuholmen von a-ha, dem Producer Martin Terefe und Guy Barryman, Coldplay) hingelegt hat, die ebenfalls superduper-hörenswert sind und Euch hiermit ans Herz gelegt seien.

MEW „Satellittes“ from casper balslev on Vimeo.