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Kleine Kollektion 2020/19

Zuerst mal:  Sorry, ich bin nicht mehr so fleißig wie früher, was das Bloggen angeht. Außerdem ist Sommerloch. Die Updates hier werden seltener. Naja, es muss ja nicht so bleiben.
Anyway. Ich hab mal wieder drei Clips gesammelt, zu denen ich zwei, drei Worte sagen kann.

Zuerst: Andy Bell kommt mit einem Soloalbum. „Schuld“ ist Corona. Denn eine Soloplatte spukte dem Ride-Co-Frontmann und langjährigen Oasis-Bassisten eh lange schon im Hinterkopf herum. Andy hat die Monate der Isolation genutzt, um angefangene und liegen gebliebene Ideen fertig zu stellen. Die Vorab-Single „Love Comes In Waves“ zeigt, dass sich das ganz offensichtlich gelohnt hat. Ein Album „The View From Halfway Down“ wird folgen.

Walt Disco aus Glasgow haben derweil ein Video zu ihrer aktuellen Single „Hey Boy (You’re One Of Us)“ online gestellt. Irgendwie lustig: Mich erinnern diese Schotten in ihrer Rumms-Wumms-Theatralik ja sehr an die Early-80s-Glam-New Waver Adam And The Ants. Als die damals ihren Durchbruch feierten, waren Videos noch relativ neu. Vieles war noch etwas grob, man setzte auf Kostüme und Schminke, Nebelmaschinen und zusammengeschusterte Settings. 40 Jahre später ist es wieder genauso, weil jungen Bands die Budgets fehlen.

Im letzten Post erst habe ich auf die Australier Great Gable  aufmerksam gemacht. Schon haben sie den nächsten Clip: „Tracing Faces“ ist der Titelsong ihre am Freitag erschienenen Albums.

 

 

 

Interview: Ride

Genau für diese Momente bin ich Musikjournalist. Habt ihr eine Vorstellung, wie der 21jährige Henning reagiert hätte, wenn man ihm gesagt hätte: Du interviewst mal Mark Gardner!?!?!

Mann, was habe ich RIDE geliebt, was habe ich Ride geliebt!!

Ride waren für mich (und viele meiner Zeitgenossen) die wichtigste Band auf der Welt in den Jahren 1990 – 1993. Mir laufen jetzt noch Schauer über den Rücken, wenn ich an den Moment denke, als ich zum ersten Mal „Leave Them All Behind“ hörte – ich meine, da hast du eine TOTALE Lieblingsband und wartest nägelkauend auf ihren neuen Song – und dann kommt SO EIN MONSTER, das alle Hoffnungen SPRENGT!!

Ich habe mitgelitten, als es abwärts ging. Es tat mir weh, ihr viertes und letztes Album „Tarantula“ (1996) anzuhören. Nicht weil es eine so schlechte Platte war – Jahre später zog ich sie mal wieder raus und war erstaunt, wie gut die Songs eigentlich waren. Aber damals konnte ich sie nicht ertragen, weil sie so weit weg von Ride war. Weil so klar war, dass es vorbei war.

Seit 1996 warte ich auf den 16.6.2017. Auf den Tag, an dem RIDE zurück kommen mit einer Platte, die ihrer würdig ist. Und „Weather Diaries“ ist es. Klar, es gibt Durchhänger. Aber es gibt 3, 4, 5 Ride-Momente, wie nur Ride sie erzaubern können. Für einen Fan wie mich ist das himmlisch.

Also dann. Mark Gardner am Telefon. Today, forever.  Interview: Ride weiterlesen