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Keep Music weird

Diese Band ist einfach weird. Und das ist gut so. Das Debütalbum von HMLTD steht im Januar in den Läden. Ein paar frühe Singles wie „To The Door“ oder „Satan, Luella and I“ sind drauf, aber keiner der Songs ihrer „Hate Music Last Time Delete“ EP. Ansonsten hören wir ein paar ihrer poppigsten Lieder überhaupt, allerdings auch so kauziges Zeug wie „Why?“. Ein Stück, das man im Albumzusammenhang als interessantes Zwischenspiel zwischen zwei grellen Neonpop-Hits wahrnimmt. Und dann gehen HMLTD halt hin und stellen kein Video zu einem der Neonpop-Hits, sondern zu dem sonderbaren Übergang online. Der damit jetzt kein Übergang mehr ist, sondern… ein ambientes Kernstück der Platte? Die. sind. so. weird! Und das ist gut so!

Re-Loaded

Ooookay. HMLTD melden sich zurück.

Zur Erinnerung: Die Londoner sind eine Band, über die diskutiert wurde. Aber wohl nicht genug für die SONY. Die hatte teure Producer für ihre Singles bezahlt und sie im Vorprogramm von NIN auf Tour durch die USA geschickt, aber fand wohl, dass trotz der einen oder anderen Kontroverse nicht genug Feedback kam. Also wurde der Hahn wieder zugedreht und die Band sang- und klanglos „gedroppt“, lange bevor ein Debütalbum in Sicht war.

HTMLD haben jetzt beim Indie Lucky Number unterschrieben (u.a. Dream Wife) und präsentieren hier ihre erste Single der neuen Zusammenarbeit: „Loaded“. Ich mag’s – und ich denke, hier wird ordentlich gegen die Sony gestichelt.

Crate Expectations – Pt. 3

Ich mache gleich ohne Umschweife weiter, okay?

Dies ist der zweite Teil des Beitrags zur Kür unseres Ein-Kasten-Augustiner-Preises für den Song des Jahres 2018.

Worum es geht und wie wir bis hierher kamen, das lest ihr bitte HIER in Teil 1.

Zehn der zwanzig Kandidaten sind ausgeschieden, weiter geht’s! Crate Expectations – Pt. 3 weiterlesen

Crate Expectations – Pt. 2

Okay, okay. Dieser Blog mag praktisch keine Leser und eine ähnliche Relevanz haben. Das aber hindert uns nicht daran, einen Preis zu vergeben. Oder sagen wir’s so: Es hindert uns nicht daran, einen Preis zu küren. Ihn dann auch zu übergeben, das ist ja noch mal wieder die nächste Sache. 

Aber darum soll es ein andermal gehen. Zuerst: Letzten Samstag war es erst mal wieder so weit! Wir haben einen Sieger gefunden! Wir haben unseren Song des Jahres ernannt – und die Musiker, die ihn geschaffen haben, sollen von uns einen Kasten Augustiner kriegen. Jawohl, es geht um den Ein-Kasten-Augustiner-Preis 2018 – und in diesem ersten von zwei Beiträgen berichte ich über Teil 1 unseres Entscheidungsprozesses.

Was das bedeutet? Aaalso… das Spielchen geht so:

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How Longlist Can You Go – Part 2

Jetzt aber. Ich bin so weit. Die BBC hat vorgelegt und zehn Stars fürs Jahr 2019 prognostiziert. Ich lege nun nach und nenne hier meine zehn eigenen Indie-Hoffnungen fürs neue Jahr.

Die Kriterien sind wir jedes Jahr: Um in Frage zu kommen, darf die Band/der/die Künstler(in) noch kein Debütalbum veröffentlicht haben. Ich sage auch nicht: „Die werden reich und berühmt“ – ich sage: „Ich verspreche mir hier ein hoffentlich tolles, mindestens spannendes erstes Album“.

Okay: Auf „Weiterlesen“ klicken und es kann losgehen:

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Her Majesty Likes To Drive

Auch die gerne mal nach der Kontroverse schielenden Londoner HMLTD melden sich heute mit einer Single zurück: „Death Drive“ hat nicht den Popfaktor ihres letzten Knallbonbons „Proxy Love“, aber die Band bleibt unberechenbar und das ist nicht verkehrt.

Übrigens: „Death Drive“ erscheint beim Label Ouroboros Ltd. Nicht, dass mir dieser Name irgendwas sagen würde. Aber es bedeutet: NICHT Sony. Die bisherigen Singles von HMLTD, wie zuletzt auch ihre EP „Hate Music Last Time Delete“, waren beim Branchengiganten erschienen. Heisst das wohl, die Sony hat ihr Vorhaben, HMLTD zu „breaken“, also ihren Durchbruch zu erzwingen, bereits abgebrochen?

Review: HMLTD

HMLTD – Hate Music Last Time Delete EP

Wann ist ausgerechnet die Rock/Pop-Musik zur Bastion der Normalos geworden?

In Deutschland haben wir all die genormten Pop-Akademie-Abgänger, die 1:1 aussehen wie die Marketingfritzen ihrer Plattenfirmen. Aber auch international werden die Songwriter gefeiert, die ach-so-unkompliziert und mit den Füßen am Boden geblieben sind. Klar ist das Zeitalter, in dem Stars Fernseher aus dem Hotelfenster zu werfen hatten, vorbei. Aber sollten Popstars nicht Exzentriker sein? Irre Künstler, wie vom anderen Planeten hier her gebeamt, die uns den Schädel sprengen und ungeahnte Wege zeigen?

Ein Ed Sheeran geht während seiner Stadionshow als Sologitarrist mal kurz aufs Klo und alle finden’s nur umso sympathischer. George Ezra fährt in der Woche, in der „Shotgun“ Platz 1 der UK-Singlecharts stürmt, unerkannt U-Bahn. Es spricht ja auch nix gegen Bescheidenheit. Aber: Müssen sie denn ALLE so sein? Gibt’s denn keine Freaks mehr? Angenommen, ein junger David Bowie wandelt unter uns – Hätte er in diesem Umfeld überhaupt eine Chance? Wo sind unsere jungen Adam Ants und Siouxsie Siouxs?

Das als Einleitung zu HMLTD aus London. Ob die Band, die mal als Happy Meal Ltd anfing, dann aber aber von McDonalds abgemahnt wurde, wirklich die Retter der Exzentrik sind, darüber wird bereits gestritten. Aber wenigstens machen sie einige Dinge anders als die Meisten und wenigstens machen sie’s grellbunt.

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Public Image HMLTD

Popstars heute: Sehen aus, wie im Lehrerzimmer gecastet, erzählen uns, dass alles gut wird, wenn wir nur ans uns selbst glauben, sitzen im Vorstand der Jugendorganisation der Big Brother-Partei.

FUCK SO DERMASSEN OFF, Pop-Akademie!

Wo sind die Kaputten, die Skandalösen, die Bowies und Adam Ants der jungen Generation? DANKE, Welt, für HMLTD. Die Hoffnung ist noch nicht völlig verloren.