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Meine Alben 2017, PT.2 (25-21)

Weiter geht’s. Teil 2 der Serie meiner persönlichen Lieblingsalben des Jahres 2017. Wir kommen zu Platz 25-21.

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Bitter Swede Symphony

Hast du dich je gefühlt wie der unförmige Tetris-Block, wenn alle auf den länglichen warten? Hast du dich je gefühlt wie der fette beste Freund im Teenie-Film, der mit dem Hut, der blödes Zeug redet und darauf wartet, dass die Hauptfigur ihren Kuss abkriegt?

Fragen, die Annika Norlin alias Hello Saferide alias Säkert! stellt, im Song „Inte jag heller“. Ich bin nie dazu gekommen, hier über ihr drittes schwedisches Album „Daggdjur“ zu schreiben, das Anfang Februar erschien und das fast ausschließlich aus Duetten mit Freundinnen und Freunden aus der SWE-Szene besteht.  Auf „Inte jag heller“ ist es ein ganzer Chor, der sich da mit Annika die Vocals teilt: Wir sehen Emil Svanängen (Loney Dear), Arvid Andersson Ellis (Glesbygd´n), Frida Johansson (Kraja, Väärt, Ara), Lina Högström (Skator, Boys), Lovisa Nyström (Two White Horses), Ola Klüft (Perishers, A Lanky Swede), Jakob Nyström (Algesten, Isolation Years, Two White Horses), Alina Björkén (Könsförrädare) und Janinne Sandström Oja (Könsförrädare, Norra Reviret)

Belle de Djur

Natürlich warte ich ungeduldig auf den morgigen Freitag. Denn eins der Alben, die erscheinen, ist „Däggdjur“ (zu deutsch: „Säugetier“), die Neue von Annika Norlin alias Hello Saferide bzw Säkert! 

Dass Annika eine der tollsten – vielleicht DIE tollste – Texterinnen im Indiepop ist, sollte durch ihr englisches Werk mit Hello Saferide bekannt sein, aber für ihre schwedischen Säkert-Texte werde ich wieder Google Translate brauchen. Von Annikas aktueller Single „Kommer hända“ weiss ich bisher nur, dass der Titel „Es wird passieren“ bedeutet. Aber WAS passieren wird? Das erfahre ich hoffentlich bald, wenn ich die Texte mitlesen kann. Das Video zur Single steht jetzt online. Passieren tut darin so einiges. 

Review: Alex Lahey

Alex Lahey – B-Grade University EP

Ja, sie haben Recht. Alle, die Alex Lahey schon feiern, haben Recht. Das ist ja zuletzt zu einer kleinen Lawine geworden. Aber das war erst der Anfang, glaube ich. Die geht global.

Alex Lahey kommt aus Melbourne und sie ist mal wieder ein Musterbeispiel für meine ewige These, dass das, was einen Singer/Songwriter (bzw. -in) auszeichnen muss, Persönlichkeit und Charakter ist. Denn musikalisch ist das, was Alex macht, nix Neues: Gitarrensongs halt. Indierock halt. Aber hey, diese EP ist famos.

Wer feiert Alex Lahey schon alles? Erstens die australischen Indie-Radios, die vor allem auf ihre zweite Single „You Don’t Think You Like People Like Me“ ansprangen. Zweitens Josh Pyke. Der Sänger aus Sydney hat, feiner Zug, eine eigene kleine Stiftung gegründet: Er unterstützt jährlich einen neuen australischen Musiker mit Rat, Tat und einer kleinen Prämie. Alex Lahey hat sich beworben und frisch gewonnen. Das Geld kann sie gut brauchen, hat sie doch bisher auf ihrem Eigenlabel veröffentlicht. Allerdings, die Talentscouts MÜSSEN sie inzwischen jagen, denn drittens ist auch Pitchfork bei den Begeisterten. Wie kam’s? Pitchfork-Autor Ryan Schreiber sollte für eine Aussie-Radioshow aktuelle Lieder von down under bewerten. Als man ihm Alex vorspielte, fand er sie so toll, dass er ihr gleich ein kleines Feature auf der US-Online-Bibel widmete.

Und was ist es nun, das Alex macht?

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Review: Swervedriver

swervedriver coverSwervedriver – I Wasn’t Born To Lose You

You’ve been away for sooo long –
you can’t ask why…
You’ve been away – you can’t ask why…
You can’t ask why…

(INDUSTRIESTAUBSAUGER-GITARRENRIFF!!)

Das muss vorausgeschickt werden: „Duel“ von Swervedriver ist und bleibt der Song, der das Mixtape meines Lebens eröffnen wird.

Noch so eine Zeitreise also. Schon sonderbar, dass die Bands, die 1991 meine Lieblingsbands waren, einfach nicht von der Bildfläche verschwinden. Slowdive und Ride haben sich reformiert. Blur haben ein neues Album angekündigt. Die Pixies und MBV waren vor einem bzw zwei Jahren dran. Das jüngste Werk der Charlatans habe ich kürzlich erst rezensiert. Und jetzt Swervedriver. Es muss doch was aussagen, dass die Bands zurück auf die Bühne gerufen werden, von ihren inneren Stimmen, und von Legionen von Fans. Dass die Bands den Absprung verpasst haben und nicht aus diesem Leben raus können? Dass das, was aus dem UK nachrückt, halt nicht in diese Schuhgrößen passt? Aber doch am ehesten: Dass diese Bands eben doch verdammt großartig waren.

Es ist ja nicht mal so, dass Swervedriver damals so irre erfolgreich gewesen wären. Aber ihre vier Alben haben die Zeit erstaunlich gut überdauert und neue Fans gesammelt – keine riesigen Massen, aber genug, dass es sich für Adam Franklin und Jimmy Hartridge lohnte, die Sache wieder auf die Beine zu stellen. Sie touren seit 2008, und jetzt gibt es also ihr erstes neues Album seit 1998. Was herrlich ist.

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Race For the Prize – Pt. 4

Haim_Augustiner_magenta

So, meine Lieben! Ihr habt verdient, zu erfahren, wer den 1-Kasten-Augustiner-Preis für den Song des Jahres 2014 bekommen wird!
Was das ist? Das erkläre ich noch mal HIER!
Wer dieses Jahr nominiert war: HIER!
Teil 1 der Auswertung: HIER!
Jetzt aber ohne Umschweife zur Kür der Sieger! Race For the Prize – Pt. 4 weiterlesen

Race For The Prize 2014 – Pt 2

Haim Preis Header grün

So, weiter geht’s in Sachen Ein-Kasten-Augustiner-Preis 2014. (Was das ist, steht einen Beitrag weiter unten.)

Jedes Jahr picke ich eine Shortlist aus 16 Songs, aus denen gewählt wird. Wer bei mir zur Kür des Siegers vorbei schaut, darf einen Kandidaten zur Shortlist hinzu fügen.

Micha schimpft immer, das sei unfair. Ich sollte weniger Songs kriegen und/oder die Anderen mehr. Wozu ich dann immer sage: „Micha, ich bin auch der, dem der Quatsch eingefallen ist, der das Ganze organisiert, der drüber im Blog schreibt, der Gäste bewirtet, das Bier besorgt, sich um die Übergabe kümmert. Niemand hindert dich, deinen eigenen Preis nach deinen Regeln auf die Beine zu stellen. Aber dieser läuft nun halt mal so, Punkt.“

Anyway. Das bedeutet, ihr kriegt nach dem Klick die 16 Lieder, die sich aus welchem Grund auch immer als meine Lieblingssongs des Jahres 2014 qualifizieren.  Race For The Prize 2014 – Pt 2 weiterlesen

Review: Hello Saferide

hello saferide coverHello Saferide – The Fox, The Hunter and Hello Saferide

Es waren ja doch ganze vier Jahre, die Annika Norlin nichts Neues von sich hat hören lassen („Säkert på Engelska“ 2011 war ja nicht wirklich neu.)
Tja, sie kommt zurück, und sie zieht einem halt mit ihren Texten gleich wieder die Schuhe aus. Annika Norlin, sie ist die Frau, die mit dem Medium Poptext so perfekt umgeht wie kein Mensch seit… Morrissey in seinen besten Tagen. Nur natürlich komplett anders. Sie hat die Poesie drauf. Sie hat die Warmherzigkeit drauf. Sie hat diese hundeäugige Traurigkeit drauf, die einem Schauer über den Rücken pustet. Und sie braucht immer nur vier, fünf, sieben Worte, um einen den Teppich unter den Füßen weg zu ziehen, um einen die warme Hand über den Kopf zu streichen, den Dolch ins Herz zu drehen. Review: Hello Saferide weiterlesen