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Meine Alben 2017, Pt.1 (30-26)

Das Jahr geht zu Ende, auf dem Musikmarkt erscheint nichts Neues. Damit hier auf dem Blog trotzdem was passiert, ergreife ich wieder die Gelegenheit zur Rückschau. Wir sind wieder an dem Punkt, an dem ich meine persönlichen Lieblingsplatten der Saison zur Top 30 zusammen stelle und so tue, als müsste diese komplett subjektive Liste jemanden interessieren. Klar ist aber auch: Nur einfach ne Liste tut’s nicht für mein unersättliches Ego. Ich kommentiere die Alben noch mal kurz und teile das Ganze als Countdown in sechs Teile auf. Okay, los geht’s nach dem Break!

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Review: Day Wave / Hazel English

Day Wave – „The Days We Had“

Hazel English – „Just Give In / Never Going Home“

Tja. Da läuft man durch die Welt und versucht, den Leuten zu erzählen, man sei offen für Neues. Man redet sich ein, das Originelle zu suchen, das Eigenständige, das Individuelle. Aber ab und zu stößt man an seine Grenzen. Da liebt man, liebt liebt liebt man genau das, was man längst kennt. Mein Kryptonit ist melancholisch-freundlicher Janglepop. Bringt mich in die Nähe dieses Kryptonits und ich werde in die Knie gehen. Für immer.

Originalitätspreise gibt’s wirklich nicht zu vergeben für die zwei Alben von Day Wave und Hazel English. Hölle, die bleiben der Janglepop-Schablone so treu, dass man die zwei Alben in eine gemeinsame Shuffle-Playlist packen könnte und immer erst, wenn der Gesang einsetzt, erkennt, wer von beiden den laufenden Song lieferte. Flötende Damenstimme? Aha, Hazel Englisch. Flötende Jungsstimme? Okay, Day Wave.

Beide kommen auch noch aus der gleichen Stadt! Oakland, California!

Beide halten sich strikt an die Regeln, die das Genre aufgestellt hat: Ganz bestimmte Akkorde in ganz bestimmten Reihenfolgen. Gitarren, die sanft in Richtung Shoegazing schnurren. Schüchterne Synthies, die sich aber ab und zu mit geradezu euphorische Hooklines erlauben. Drummachines. Basslines, die bei Simon Gallup in die Schule gegangen sind. Texte, in denen es um den/die Liebste geht, den/die man wirklich sehr anhimmelt, weswegen man so happy ist, wenn’s gerade gut läuft und so unglücklich, wenn er/sie zickt.

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Hazel, good looking!

Die 25-jährige Hazel English stammt eigentlich aus Australien, hat sich aber in Oakland/Kalifornien nieder gelassen. Wenn man so will, kann man das ihrem Sound anhören. Man erkennt in ihrem Janglepop nämlich das Echo von Melbourne’schem Dolewave, aber auch kalifornische Melodien. Das, was sie macht, liegt quasi auf halbem Wege zwischen Twerps und Beat Coast. So zu sehen im neuen Clip „More Like You“.