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Sound and Furry

Darf man vorsichtig optimistisch sein? Zuletzt gab es wieder Aktivitäten auf dem Youtube-Kanal der walisischen Psychedelia-Hurra-Britpopper Super Furry Animals. Ein Lieblingsband für die Ewigkeit mit famosem Backkatalog, die aber in den letzten Jahren lange auf Eis lag. Sänger Gruff Rhys war zuletzt vor allem als Solist aktiv, auch als Autor und Filmemacher.

Vorerst sind es nur Clips aus dem Archiv, mit denen der Kanal aufgefrischt wird. Vielleicht eine rein administrative Maßnahme, um bisher nur grisselig verfügbare Videos online zu stellen und in paar Streaming-Microcent abzugreifen. Aber vielleicht doch auch ein Anzeichen, dass sich bei der Band wieder was tut? Hoffen darf man ja.

… nach ein bisschen Rumklicken zeigt sich: Vor allem geht’s erst mal ums 20jährige Jubiläum ihres 1999er-Albums „Guerilla“ und um eine in diesem Zusammenhang erscheinende Neuauflage. Nun gut. War ja auch ein Spitzenalbum. Ideal für Nostalgiker und Neuentdecker.

Review: Gwenno

Gwenno – „Le Kov“

Da ist Gwenno doch tatsächlich hergegangen und hat ein Album auf KORNISCH aufgenommen! Ich finde, das ist ’ne echt interessante Geschichte, also schreibe ich da jetzt drüber.
Aber, äh, wer ist Gwenno? Und was ist Kornisch?
Wo fange ich an?
Ich fange mit Kornisch an.

Finger hoch, wer weiß, was Kornisch ist? Also ich wusste es nicht. Kornisch ist eine Sprache. Man sprach sie am äußersten südwestlichen Zipfelchen Großbritanniens. Links unten auf der Landkarte, Cornwall. Genau! Das ist da, wo die Rosamunde Pilcher-Filme spielen.

Dazu ein Abriss der Geschichte der Insel. Ich mach’s kurz, versprochen. Im Englisch-Unterricht wurde man ja genug damit gelangweilt.

Also, nachdem die Eiszeit vorbei ging und Großbritannien vom Eisschild freigelegt wurde, kamen zuerst keltische Stämme als Siedler auf die Inseln. Später folgten zahllose andere. Die Römer, die Angeln und die Sachsen und auch immer mal Wikinger. Wie all die anderen Völker so eintrafen, sich hier und dort niederließen, eroberten und bekriegten, vermengten sie sich mit der Urbevölkerung. Dabei entwickelten die Neuankömmlinge die Sprache Englisch, als Mix, der auf germanischen und altnordischen Wurzeln basierte, aber auch viel aus dem Lateinischen und dem Französischen und weniger aus dem Keltischen übernahm. Bis in die  Randgebiete aber breitete sich der Völkermix nicht ganz aus. Hier blieben keltische Minderheiten noch lange unter sich, ohne assimiliert zu werden. In Schottland oder in Wales zum Beispiel. In diesen Gegenden blieb auch die Sprache der Kelten erhalten. Auf den Hebrideninseln wie Lewis, North Uist und South Uist wird noch schottisches Gälisch gesprochen, in Wales walisisch.  Review: Gwenno weiterlesen