Schlagwort-Archive: Green Buzzard

DZ, DZ, DZ in my head

Ich bin Indiepop-Kid, kein Rocker. Deswegen sind mir Brisbanes DZ Deathrays oft halt doch meistens einen Tick zu heavy. Ich meine, vollen Respekt für die Band – sie sind ja nicht von ungefähr auf meinem Aussie-Lieblingslabel I OH YOU und damit Kollegen von DMA’s, City Calm Down, Green Buzzard oder Brightness, Ich weiss, die sind gut, in dem, was sie machen. Aber Poppiges liegt mir nun mal näher am Herzen. Ist so.

Ab und zu hauen Shane Parsons (Gitarre, Gesang) und Simon Ridley (Drums) dann aber doch einen raus, dass ich sage: YAY!
Die aktuelle Single „Like People“ ist ein solcher Moment. Das ist genau der angeschrägte Pixies / Royal Blood-Rumpelradaurock, der auch mir einen Adrenalinschub gibt. „Like People“ stammt von „Bloody Lovely“, dem dritten Album der DZ Deathrays, das am Freitag erschien.

Buzzards and Boosards

Neues von Green Buzzard! Die Neo-Britpop-Band aus Sydney um Sänger Patrick Harrowsmith legt ein neues Video vor, und zwar zum Song „Dream In/Out“, der von ihrer aktuellen EP „Spaceman Rodeo“ stammt.

Eine Sache, die ich an Green Buzzard wirklich, wirklich mag, ist dass ich bei ihrer Melodieführung oft an eine meiner absoluten Lieblingsbands der frühen 90s denken muss: The Boo Radleys aus Liverpool kennt man für ihren Hit „Wake Up Boo!“ (1995), aber in der Zeit ihrer frühen EPs bzw ihres Debütalbums „Everything’s Alright Forever“ vergruben sie ihre feinen Melodien unter rauschendem Guitar Noise.

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Review: Green Buzzard

Green Buzzard – „Space Man Rodeo“

Es geht halt immer auch um die Erwartungshaltung, mit der man vorher an ein Album ran geht. Als Sydneys Neo-Britpopper Green Buzzard letztes Jahr ihr erstes Mini-Album „Easy Queezy Squeezey“ veröffentlichten, da hoffte ich auf ganz große Dinge, denn ein halbes Jahr zuvor hatten die Jungs eine Wahnsinns-Debütsingle namens „Zoo Fly“ hingelegt. Es zeigte sich aber, dass das Quintett den Level dieses ersten Knallers nicht noch mal erreichen konnte. Da war ich schon ein bisschen enttäuscht.

Folglich habe ich meine Erwartungen ans zweite Mini-Album der Band ein gutes Stück nach unten geschraubt. (Auch „Space Man Rodeo“ ist noch kein „richtiges“ Album – drei der zehn Tracks sind kurze Instrumentals, das Ding ist insgesamt 28 Minuten lang) Ist das der Grund, warum ich jetzt so positiv überrascht bin? Oder haben Green Buzzard tatsächlich einen echten Sprung nach vorne gemacht? Review: Green Buzzard weiterlesen

Buzzness Restored

Ihre Debüt-EP konnte mich nicht hundertpro überzeugen, aber auf ihrer neuen Single „Do You Ever Glow“ sind Green Buzzard aus Sydney back on track. Dies ist eine Killer nu-Britpop-Nummer, mit gleich zwei Refrains (einer davon inklusive Oasis-mäßigem „Fade Awayyyyyyyy“) sowie prima ins Ohr gehendem early-Boo Radleys-Noisepop-Riff. Da zeigt sich mal wieder: Das Aussie-Label I Oh You (DMA’s Jack River, City Calm Down, Violent Soho) weiss, was es tut.

Long Listance Call Pt 2

bad-sounds-headerGestern habe ich meinen Senf zur jährlichen „BBC Longlist 2017“ gegeben (siehe unten).

Glaubt man den UK-Kollegen, sieht die Zukunft des Indiepop weiterhin düster aus. Nur drei Acts aus dem Genre wurden in die Longlist aufgenommen, einer davon ist richtig mies (The Amazons), einer davon zu sperrig für die breite Masse (Cabbage) und der dritte (Declan McKenna) zwar sicher gut vermarktbar, aber noch nicht ganz ausgereift.
Ich glaube trotzdem dran, dass sich weiter spannende Indiebands gründen. Musiker, die was zu sagen haben, was Neues entwickeln, Stil und Persönlichkeit zeigen – oder die den Sound wenigstens gekonnt auf den Punkt bringen.

Also los geht’s – Es folgen meine 15 Tipps für 2017. Nicht, dass ich glaube, dass diese Namen die Welt erobern werden. Aber ich traue ihnen zu, nächstes Jahr ein starkes Debütalbum abzuliefern, und das ist schon mal was.

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Review: Green Buzzard

Green Buzzard Eazy Queezy Squeezy - EPGreen Buzzard – Easy Queezy Squeezy

Der Fluch der perfekten Debütsingle.

Da kommt also jemand, von dem man noch nie gehört hat, mit einem ersten Lied an, das einem gleich mal die Schuhe auszieht. Kann das ein Problem sein?

Doch, kann es. Man denkt als Hörer ja immer: „Wenn DAS die erste Single ist, wie geht es denn dann erst weiter?!“ Aber das ist oft der Trugschluss. Die Band, die so brandneu scheint, hat vermutlich schon ein, zwei Jahre im Proberaum verbracht. Als erste Single pickt sie dann natürlich den Song, der auch ihr bester ist. Nach einer perfekten Debütsingle kann’s also logischerweise normal erstmal nur bergab gehen.

Können Green Buzzard mit dieser Regel brechen? Als das Quintett letzten Juni seinen ersten Track „Zoo Fly“ veröffentlichte, da waren viele von uns auf Anhieb begeistert. Eine Band aus Sydney, die noch gar keine Show gespielt hatte, aber deren erste Single gleich mal an Lieblings-UK-Bands aus den frühen 90s erinnerte? Das spiegelte ja genau den Werdegang der DMA’s! Green Buzzard erscheinen auch noch auf dem gleichen Label, nämlich I Oh You! In die Nu-Britpop-Welt des erweiterten Sydney um die DMA’s, Jagwar Ma, Deep Sea Arcade und Morning Harvey passte das geradezu ideal.

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What the Buzzard is about

Wenn das australische Label I Oh You eine neue Band signt, dann heisst’s hinhören – schließlich sind dies die Leute, die uns die DMA’s, City Calm Down und Snakadaktal entdeckt haben. (Genauer gesagt ist es ein Typ namens Jonathan Ponniah).

Neu in der Familie ist nun ein Quintett aus Sydney namens Green Buzzard. Und wieder gefällt’s mir auf Anhieb prima – die erste Single „Zoo Fly“ klingt nach Psychedelia und Britpop, prima!