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Don’t Cling Film

Grian Chattan von Fontaines D.C.ist ein ganz großer Fan seiner Dubliner Stadtkollegen The Murder Capital und er lässt keine Gelegenheit aus, sie zu loben. Ganz ehrlich, mich packen sie nicht so wie Fontaines, weil ihnen – soweit ich das bisher gehört habe – meiner Meinung nach die tunes fehlen. Bei aller Reibung und Dringlichkeit, die die Band überzeugend rüber bringt (siehe die neue Single „Don’t Cling To Life“) hilft es halt doch immer, wenn man auch mitsingen will. Oder?

Glast Nite

Es ist mal wieder das Wochenende des Glastonbury-Festivals. Die BBC hat folglich auch dieses Jahr wieder Liveclips online gestellt. Ich picke mal meine Favoriten:

Fangen wir doch mal an mit Tame Impala. Mit den beiden neuen Singles hat Kevin Parker noch nicht Eindruck aufs Popjahr 2019 gemacht. Ich kann mir vorstellen, dass sich das ändert, wenn das ganze Album da ist. Aber wann es kommt? Bestimmt war eigentlich geplant, dass es vor der großen Festivalrutsche vorliegen sollte. Aber Kevin wird wie immer nicht rechtzeitig fertig und muss jetzt all die weltweit gebuchten Headlineslots mit einem uralten Set spielen, plus „Patience“ und „Borderline“. Das war garantiert anders geplant.

Na. Gucken wir doch mal rüber zu Interpol.

Und was macht der Two Door Cinema Club? Das Echo auf Album vier ist eher mau. Zu bemüht, ihr Umschwenker auf Disco, sagen viele. Vielleicht wirkt es live aber?

Keine Zweifel hier: Garantiert immer genial – Fontaines DC.

und hey: Ein Klassiker am Nachmittag. The Charlatans für die Ewigkeit.

The Joy of Five

Was geht denn? Ich bin kurz beim Supermarkt, komme zurück an den Rechner und finde fünf neue Videos im Feed, die alle ihren eigenen Beitrag wert wären?!?

Ich fasse mal zusammen:

Erstens: „Sha Sha Sha“ hätte ich auch als Single ausgekoppelt. Fontaines D.C. Eh klar.

Zweitens: WIVES.  Die dritte Single der New Yorker Newcomer, die mich so an die frühen Pixies erinnern, weil sie diese Nörgeligkeit haben, dieses Struppige, dieses Dissonante.

Drittens: Fucken hell, ein neuer Song von Spoon! Spoon Spoon Spoon! Spoon Spoon daboon Spoon! Schwoon Schmoon Schloon Spoon! Boah wie liebe ich diese Band!
„The Best Of Spoon“ erscheint am 26.07. Eine Platte, die kein Mensch braucht. Weil gefälligst JEDER Mensch ALLE Spoon Platten eh längst haben sollte!!

Viertens: Ein neues Video aus dem dritten Album von Kyle Craft und seiner neuen Backing Band Showboat Honey. Diesmal eine Powerballade. Aber natürlich – wie immer bei Kyle – durch den Glamour-aus-der-Gosse-Filter.

Fünftens: Neues von den Pariser Post-Punks Rendez Vouz. Sie haben zum Titelsong ihres letztjährigen Albums „Superior State“ ein Video gedreht. Sägt ganz sauber rein, würde ich sagen.

Puh. Erst mal durchatmen.

 

I’m so DC my head is spinning

Wie gut ich die Fontaines D.C. finde, das habe ich ja bereits erwähnt.

Ich muss hier auch nicht weiter erklären, wer das ist und was und wie und warum – denn dafür gab’s hier ja ein ausführliches Interview.

Heute hat der US-Sender KEXP eine neue Livesession online gestellt. Na das will natürlich angeschaut werden.

Vier weitere Songs nach dem Break.

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Interview: Fontaines D.C.

Jetzt aber. Ich habe mein Interview mit Grian Chattan, dem Sänger von  Fontaines D.C., neulich bereits angekündigt, als ich dem Debütalbum der Dubliner in meiner Besprechung die vollen zehn Punkte gab. Jetzt habe ich den Beitrag endlich fertig.

Muss ich sonst noch was über die Iren sagen? Sie sind halt nur die beste neue Band des Jahres. Das ist erst mal alles, was man wissen muss. Den Rest erfahrt ihr im Gespräch, geführt im Januar, als die fünf ihre ersten Konzerte in Deutschland spielten.

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Das Capital

Jetzt habe ich mein Interview mit Fontaines DC immer noch nicht online gestellt. Spätestens am Wochenende ist es so weit, versprochen! Jedenfalls: Im Interview zeigt sich Grian Chattan begeistert von der neuen Indie-Szene Dublins und nennt unter anderem The Murder Capital als Band, die man auf jeden Fall im Auge behalten soll.

Also gut: Diese Favoriten der Fontaines DC haben heute ein Video zur Single „Green & Blue“ geteilt. Folgendermaßen klingt’s:

Ganz witziger Zufall eigentlich: Ich trage gerade ein Trikot der Seattle Sounders, als ich dies schreibe. Das passt zum Song, oder? (Fußballfans muss ich das nicht dazu sagen: die Sounders haben die Vereinsfarben grün/blau.)

Review: Fontaines D.C.

Fontaines D.C. – „Dogrel“

Ich sag’s euch gleich: Wenn ich am Ende dieses Textes Punkte vergebe, dann kriegen Fontaines D.C. – zum ersten Mal auf diesem Blog – die Höchstnote 10. Denn warum sollte man zehn Punkte überhaupt anbieten, wenn man sie nicht alle Jubeljahre doch mal jemandem gibt? Wenn echt ein Album erscheint, das vom ersten bis zum letzten Ton einfach nicht besser hätte gemacht werden können, dann muss man auch mal sagen: Wow! Und mir fällt nichts ein, nichts, womit man „Dogrel“ noch perfekter hinkriegen könnte.  

Es ist ja nicht so, dass wir nicht vorgewarnt worden wären. Letztes Jahr haben die fünf Iren vier Singles á zwei Songs veröffentlicht. Acht Lieder also, die ein jedes für sich schon großartig waren. Die Songs waren zappelig nervös („Too Real“), frech („Liberty Belle“) oder stinkig („Chequeless Reckless“). Sie hatten Druck, sie packten dich am Kragen – aber sie waren nicht: aggressiv. 

Die Wut von Fontaines D.C., das ist eine sehr artikulierte Wut, eine nahezu poetische Wut. Ihre Texte lesen sich wie Gedichte von ganz schön fixen Kerlchen. Klar, so ehrlich muss ich sein: „Poetisch“ hätte ich’s vermutlich nicht genannt, wenn ich nicht wüsste, dass die fünf Mitglieder der Fontaines D.C. tatsächlich ursprünglich mal als Dichter angefangen hätten. Dass sie kleine Lesungen veranstalteten und ihre Poesie in Fibeln in Dublins Buchläden auslegten, bevor sie Instrumente in die Hand nahmen. 

Es macht so viel Sinn, das zu lesen! Dies ist spürbar eine Denker-Band. Zum Punkrock kamen sie über den Umweg der Dichtung. Der Radau reinsägender Gitarren, die Dynamik rollender Basslines  und gedroschener Drums dient ihnen zum Zweck, den Ausdruck ihrer lyrischen Inhalte zu verkörpern und zu verstärken. Fontaines D.C. brüllen nicht, ihre Waffe ist nicht der Holzhammer. Sondern das Skalpell. Sie schneiden gezielt, sie schneiden präzise.

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Dublin Whammy

„My childhood was small – but I’m gonna be big!“

Klingt nach jemand, der’s reißen will. Nach „Toniiight I’m a Rock’n’Roll Star!“ Aber die Fontaines D.C. wollen mit ihrer neuen Single was ganz anderes sagen. Nämlich: Dass übertriebener Ehrgeiz eine Krankheit ist.

Die Single und das Video zu „Big“ sind nicht die einzige offiziellen Neuigkeiten aus dem Lager der Dubliner Durchstarter: Es gibt nun ein VÖ-Datum fürs Album „Dogrel“. Der 12.04. ist’s. Wer die Singles der Band im letzten Jahr verfolgt hat, kennt fünf Songs bereits, aber immerhin, inklusive „Big“ gibt’s sieben neue.
Der Junge aus dem Video ist übrigens der 11jährige Sohn des Nachbarn von Sänger Grian Chatten. Denn: „He’s got the presence of a hundred frontmen“ 

Crate Expectations – Pt. 3

Ich mache gleich ohne Umschweife weiter, okay?

Dies ist der zweite Teil des Beitrags zur Kür unseres Ein-Kasten-Augustiner-Preises für den Song des Jahres 2018.

Worum es geht und wie wir bis hierher kamen, das lest ihr bitte HIER in Teil 1.

Zehn der zwanzig Kandidaten sind ausgeschieden, weiter geht’s! Crate Expectations – Pt. 3 weiterlesen

Crate Expectations – Pt. 2

Okay, okay. Dieser Blog mag praktisch keine Leser und eine ähnliche Relevanz haben. Das aber hindert uns nicht daran, einen Preis zu vergeben. Oder sagen wir’s so: Es hindert uns nicht daran, einen Preis zu küren. Ihn dann auch zu übergeben, das ist ja noch mal wieder die nächste Sache. 

Aber darum soll es ein andermal gehen. Zuerst: Letzten Samstag war es erst mal wieder so weit! Wir haben einen Sieger gefunden! Wir haben unseren Song des Jahres ernannt – und die Musiker, die ihn geschaffen haben, sollen von uns einen Kasten Augustiner kriegen. Jawohl, es geht um den Ein-Kasten-Augustiner-Preis 2018 – und in diesem ersten von zwei Beiträgen berichte ich über Teil 1 unseres Entscheidungsprozesses.

Was das bedeutet? Aaalso… das Spielchen geht so:

Crate Expectations – Pt. 2 weiterlesen