Schlagwort-Archive: Fontaines D.C.

Interview: Fontaines D.C.

Jetzt aber. Ich habe mein Interview mit Grian Chattan, dem Sänger von  Fontaines D.C., neulich bereits angekündigt, als ich dem Debütalbum der Dubliner in meiner Besprechung die vollen zehn Punkte gab. Jetzt habe ich den Beitrag endlich fertig.

Muss ich sonst noch was über die Iren sagen? Sie sind halt nur die beste neue Band des Jahres. Das ist erst mal alles, was man wissen muss. Den Rest erfahrt ihr im Gespräch, geführt im Januar, als die fünf ihre ersten Konzerte in Deutschland spielten.

Interview: Fontaines D.C. weiterlesen

Das Capital

Jetzt habe ich mein Interview mit Fontaines DC immer noch nicht online gestellt. Spätestens am Wochenende ist es so weit, versprochen! Jedenfalls: Im Interview zeigt sich Grian Chattan begeistert von der neuen Indie-Szene Dublins und nennt unter anderem The Murder Capital als Band, die man auf jeden Fall im Auge behalten soll.

Also gut: Diese Favoriten der Fontaines DC haben heute ein Video zur Single „Green & Blue“ geteilt. Folgendermaßen klingt’s:

Ganz witziger Zufall eigentlich: Ich trage gerade ein Trikot der Seattle Sounders, als ich dies schreibe. Das passt zum Song, oder? (Fußballfans muss ich das nicht dazu sagen: die Sounders haben die Vereinsfarben grün/blau.)

Review: Fontaines D.C.

Fontaines D.C. – „Dogrel“

Ich sag’s euch gleich: Wenn ich am Ende dieses Textes Punkte vergebe, dann kriegen Fontaines D.C. – zum ersten Mal auf diesem Blog – die Höchstnote 10. Denn warum sollte man zehn Punkte überhaupt anbieten, wenn man sie nicht alle Jubeljahre doch mal jemandem gibt? Wenn echt ein Album erscheint, das vom ersten bis zum letzten Ton einfach nicht besser hätte gemacht werden können, dann muss man auch mal sagen: Wow! Und mir fällt nichts ein, nichts, womit man „Dogrel“ noch perfekter hinkriegen könnte.  

Es ist ja nicht so, dass wir nicht vorgewarnt worden wären. Letztes Jahr haben die fünf Iren vier Singles á zwei Songs veröffentlicht. Acht Lieder also, die ein jedes für sich schon großartig waren. Die Songs waren zappelig nervös („Too Real“), frech („Liberty Belle“) oder stinkig („Chequeless Reckless“). Sie hatten Druck, sie packten dich am Kragen – aber sie waren nicht: aggressiv. 

Die Wut von Fontaines D.C., das ist eine sehr artikulierte Wut, eine nahezu poetische Wut. Ihre Texte lesen sich wie Gedichte von ganz schön fixen Kerlchen. Klar, so ehrlich muss ich sein: „Poetisch“ hätte ich’s vermutlich nicht genannt, wenn ich nicht wüsste, dass die fünf Mitglieder der Fontaines D.C. tatsächlich ursprünglich mal als Dichter angefangen hätten. Dass sie kleine Lesungen veranstalteten und ihre Poesie in Fibeln in Dublins Buchläden auslegten, bevor sie Instrumente in die Hand nahmen. 

Es macht so viel Sinn, das zu lesen! Dies ist spürbar eine Denker-Band. Zum Punkrock kamen sie über den Umweg der Dichtung. Der Radau reinsägender Gitarren, die Dynamik rollender Basslines  und gedroschener Drums dient ihnen zum Zweck, den Ausdruck ihrer lyrischen Inhalte zu verkörpern und zu verstärken. Fontaines D.C. brüllen nicht, ihre Waffe ist nicht der Holzhammer. Sondern das Skalpell. Sie schneiden gezielt, sie schneiden präzise.

Review: Fontaines D.C. weiterlesen

Dublin Whammy

„My childhood was small – but I’m gonna be big!“

Klingt nach jemand, der’s reißen will. Nach „Toniiight I’m a Rock’n’Roll Star!“ Aber die Fontaines D.C. wollen mit ihrer neuen Single was ganz anderes sagen. Nämlich: Dass übertriebener Ehrgeiz eine Krankheit ist.

Die Single und das Video zu „Big“ sind nicht die einzige offiziellen Neuigkeiten aus dem Lager der Dubliner Durchstarter: Es gibt nun ein VÖ-Datum fürs Album „Dogrel“. Der 12.04. ist’s. Wer die Singles der Band im letzten Jahr verfolgt hat, kennt fünf Songs bereits, aber immerhin, inklusive „Big“ gibt’s sieben neue.
Der Junge aus dem Video ist übrigens der 11jährige Sohn des Nachbarn von Sänger Grian Chatten. Denn: „He’s got the presence of a hundred frontmen“ 

Crate Expectations – Pt. 3

Ich mache gleich ohne Umschweife weiter, okay?

Dies ist der zweite Teil des Beitrags zur Kür unseres Ein-Kasten-Augustiner-Preises für den Song des Jahres 2018.

Worum es geht und wie wir bis hierher kamen, das lest ihr bitte HIER in Teil 1.

Zehn der zwanzig Kandidaten sind ausgeschieden, weiter geht’s! Crate Expectations – Pt. 3 weiterlesen

Crate Expectations – Pt. 2

Okay, okay. Dieser Blog mag praktisch keine Leser und eine ähnliche Relevanz haben. Das aber hindert uns nicht daran, einen Preis zu vergeben. Oder sagen wir’s so: Es hindert uns nicht daran, einen Preis zu küren. Ihn dann auch zu übergeben, das ist ja noch mal wieder die nächste Sache. 

Aber darum soll es ein andermal gehen. Zuerst: Letzten Samstag war es erst mal wieder so weit! Wir haben einen Sieger gefunden! Wir haben unseren Song des Jahres ernannt – und die Musiker, die ihn geschaffen haben, sollen von uns einen Kasten Augustiner kriegen. Jawohl, es geht um den Ein-Kasten-Augustiner-Preis 2018 – und in diesem ersten von zwei Beiträgen berichte ich über Teil 1 unseres Entscheidungsprozesses.

Was das bedeutet? Aaalso… das Spielchen geht so:

Crate Expectations – Pt. 2 weiterlesen

I see DC

Fuck, ich bin so neidisch auf Köln heute Abend. Das spielen die umwerfenden Fontaines DC aus Dublin City. Gestern waren sie in Berlin, in Leipzig waren sie auch schon. Waren sie in München? Waren sie fuck.

Immerhin ein Trost: Heute habe ich mit Sänger Grian Chattan telefoniert und ein sehr gehaltvolles Gespräch ist es geworden. Ich hab auch gleich was gelernt: Grian reimt sich auf Ian, nicht auf Brian.

Immerhin ein zweiter und dritter Trost: Seit heute steht eine neue KEXP-Session online, sogar mit einem neuen Song namens „Peddler’s Toy“, der so exklusiv ist, dass er sich offenbar nicht mal auf Fontaines DCs im April erwarteten Debütalbum befindet.

Auch „Big“ gibt’s noch nicht auf itunes o.ä., soll aber auf dem Album zu finden sein.

die weiteren Songs nach dem Break

I see DC weiterlesen