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Baskering In The Glory

Schwedische Schwestern unterwegs im alt.Country? Da denkt man zuerst mal an die lieblichen First Aid Kit. Länger schon dabei und ein gutes Stück rougher sind Greta, Stella und Sunniva Bondesson alias Baskery. Seit 2006 macht das Stockholmer Trio seinen „Killbilly“ (so nennen’s die Schwestern selbst), davor schon spielten sie quasi seit Kindheitstagen (mit ihrem Dad an den Drums) in dem Rockabilly-Quartett Slaptones. Jack White hat die Band schon in sein Studio in Nashville eingeladen und zwischendurch sah’s sogar mal nach Durchbruch aus, da hatten die Ladies einen Majorlabel-Vertrag bei Warner Country unterschrieben. Ein Album ist seitdem dort aber nie erschienen, man muss wohl davon ausgehen, dass dies einer der Fälle war, wo die große Plattenfirma dann doch kalte Füße kriegte und die Sache dann nicht veröffentlichte?

Anyway. Die Schwedinnen haben mal wieder ein neues Video online gestellt, und mal wieder macht es ordentlich dirty Indie-Country-Spaß: „Wanna Tattoo“

Review: The Secret Sisters

The Secret Sisters – „You Don’t Own Me Anymore“

Eine Platte, zu der man ihre Geschichte erzählen muss.

Okay, wir haben hier also The Secret Sisters. Am Anfang sind sie des Countrys Glückspilzinnen. Laura Rogers aus Muscle Shoals, Alabama, ist 22, da sieht sie, dass eine Plattenfirma in Nashville ein öffentliches Casting veranstaltet. Sie singt mehr aus Jux als aus echter Ambition ein paar Lieder und die Herren sind begeistert. Laura soll wiederkommen. Beim nächsten Mal bringt sie, ein bisschen eingeschüchtert durch das Gerede von Plattenverträgen, ihre Schwester Lydia mit. Man schlägt den beiden vor, gemeinsam zu singen. Das tun sie seit ihrer Kindheit, die Harmonien kommen von selbst. Jetzt sind die Labelfritzen erst recht begeistert. Einer von ihnen ist Andrew Brightman, renommierter Manager. Ein anderer ist Dave Cobb, heute als Super-Producer (Jason Isbell, Sturgill Simpson, Christ Stapleton) und Grammygewinner bekannt.

Kurz und gut, die Girls kriegen einen Vertrag. Man fliegt sie nach LA und zurück, sie dürfen mit Dave Cobb aufnehmen, danach sogar mit Jack White und T-Bone Burnett. Ein erstes Album („The Secret Sisters“, 2010) besteht größtenteils aus Coverversionen, doch die Schwestern beginnen bereits, eigene Songs zu schreiben. Das zweite Album „Put Your Needle Down“, diesmal mit ca 2/3 Songs aus eigener Hand, erscheint 2014 und wird zum weltweiten Kritikerfavorit. Review: The Secret Sisters weiterlesen