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REVIEW: FEWS

FEWS – „Into Red“

Ich habe das Debüt der FEWS einem Freund mal so beschrieben: „Die klingen, als hätten sie sich im Studio gefragt: Was will der Henning wohl gerne hören?“ Mann, habe ich dieses Album geliebt! 

Ich habe natürlich damals auch nen längeren Text zu jenem Album hier auf dem Blog geschrieben, aber an dieser Stelle eben die Kurzfassung: Auf „Means“ hat das damals aus drei Schweden und einem Ami bestehende Quartett (inzwischen ist ein Brite am Bass) so richtig alles, was ich an Indierock mag, in einen Energieriegel gepresst. Es gab Cure-artige Gitarren- und Bassläufe, es gab Noise-Eskapaden zwischen Pixies und Shoegazing, es gab Krautrock-Motorik-Gurgler und auch die Gesangsmelodien der Songs waren genau perfekt: Eingängig, aber nicht offensichtlich eingängig. 

Insofern sollte es mich traurig machen, das FEWS auf ihrer zweiten Platte so viel verändert haben. Denn auch wenn ich „Means“ extrem liebte, so war die Band, wie ich später hörte, selbst gar nicht damit zufrieden. Sie fanden die Aufnahmen zu glatt gebügelt, zu wenig gewaltig. Was nachvollziehbar ist, wenn man’s hinterher liest. Ich habe die FEWS auf ihrem Münchner Konzert vor zwei Jahren angeschaut (und gesprochen) und live haben die Junge ganz schon was vom Zaun gebrochen. Auf der Bühne waren sie definitiv noch mal ne Schippe intensiver und rauer als auf dem Album.

Diese Version der FEWS ist es, die wir auf dem zweiten Album zu hören kriegen. REVIEW: FEWS weiterlesen

An Offer You Can’t ReFEWS

Gibt’s das Wort „unterbeachtet“? Die FEWS sind’s jedenfalls.

Schon das erste Album des in Malmö ansässigen schwedisch/amerikanisch/britischen Quartetts war wahnsinnig gut und hätte viel mehr Wertschätzung verdient gehabt. Auch live sind die Jungs eine Urgewalt, im Interview sind sie dafür superduperlustig.

Na dann hoffen wir mal, dass ihre zweite Scheibe mehr Wellen macht als die erste. „Into Red“ erscheint Anfang März und mit „More Than Ever“ gibt’s nun eine weitere Vorab-Single. Ich find‘ den Song famos.

I Predict A Record – 2019, Pt.1

Frohes Neues, und so! 2019 hat begonnen – da gilt es mal wieder, Prognosen aufzustellen. Neulich habe ich euch schon ein Liste meiner Newcomer-Tipps hier platziert. Heute geht’s um die Frage: Von welchen Bands erhoffe ich mir was, die nicht in die Kategorie Newcomer fallen? Teilweise sind neue Alben schon bestätigt, teilweise deuten alle Anzeichen sicher drauf hin, teilweise spekuliere ich.
Ich teile den Post auf zwei Teile auf  – heute geht’s von A-J.

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I’m a Fews-er, Baby

Das famose Debüt des schwedisch/amerikanisch/britischen Quartetts FEWS war eins meiner Top-Lieblingsalben von 2016. Entsprechend groß ist meine Freude, dass die Band nun ihren zweiten Longplayer angekündigt hat: „Into Red“ erscheint am 01.03. und mit „Paradiso“ gibt’s eine neue Single. Auch ein Video steht bereits online, das wurde erkennbar vor den Toren der Heimatstadt der Band gedreht: Der „Turning Torso“ ist das höchste Gebäude Skandinaviens und das Wahrzeichen von Malmö.

Review: 485C

485C – „485C“

Was ist die Farbe von London? Es gibt nämlich eine. Allerdings repräsentiert sie nicht das London von heute, das der Banker und der Oligarchen. Das historische popkulturelle Swinging London, das hat eine Farbe, und die ist knallrot. Es ist das satte Rot der Doppeldeckerbusse, der Postbriefkästen und der berühmten, einst für London so typischen Telefonzellen. Grafiker, die genau diesen Rotton suchen, finden ihn im Pantone-Farbsystem. Da hat er die Kodierung 485C. Und wer jetzt errät, aus welcher Stadt die Band 485C kommt, kriegt keine 100 Punkte.

Klar kommen die fünf aus London! Adam Hume (Gesang), Dom Watson (Gitarre / Gesang), Lucas Hunt (Drums), Rory McGowan (Gitarre) and Sam Watkins (Bass) wohnen im Südosten der Stadt, wo die Central Line des Londoner UBahn-Systems ausläuft. Deren Farbe im Underground-Plan? Ebenfalls 485C, eh klar.

Aber die Herren verraten uns mit diesem Bandnamen natürlich mehr über sich als nur ihre Herkunft. Die klassischen Londoner Telefonzellen, sie sind fast aus dem Stadtbild verschwunden. Wer braucht sie noch im Zeitalter der Smartphones? Wer steckt noch Briefe in die roten Kästen in der Ära der email? Dieses Rot steht für etwas, das verloren geht, weil es von der Zeit überholt wird.

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The Class of 2017 – Pt 2

Es ist wieder so weit! Genauer gesagt: Es war wieder so weit. Sonntag war Stichtag. Unsere Blogclique hat den Ein-Kasten-Augustiner-Preisträger fürs Jahr 2017 gekürt! Yeah!

Aber bevor wir verraten, welche Band von uns einen Kasten Bier kriegt, muss der Ablauf des Ganzen nacherzählt werden. Es folgt: Runde 1

Zuerst aber noch mal ganz kurz: Worum geht’s?

Also. Der Gedanke ist: Wir wollen den besten Song des Jahres finden und der Band/dem/der Interprete(i)n dafür einen Preis überreichen. Aber keine von diesen Statuen, die nur auf dem Kaminsims verstauben. Lieber was Sinnvolles. Ein Kasten gutes Münchner Bier macht alle Musiker glücklich, oder? The Class of 2017 – Pt 2 weiterlesen

The Class of 2017

Auch dieses Jahr wieder, eh klar: Wir vergeben den ein-Kasten-Augustiner-Preis für den Song des Jahres 2017! Hurra!Was hat es damit auf sich? Wer ist nominiert? Mehr dazu:

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What did you expect from 2018, Pt.2

Gestern habe ich eine Liste begonnen: „Ausgesuchte kommende Alben 2018“.

Anders gesagt: Auf welche Platten aus dem Indie-Bereich können wir uns im neuen Jahr einstellen? Ein paar Alben sind bereits bestätigt, andere sind realistische Prognosen und die eine oder andere Spekulation ist auch dabei. Hier nun Teil 2 meiner Aufstellung.

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Meine Alben 2017, Pt.4 (15-11)

Unerbittlich ist er. Er zieht’s durch. Zählt seine persönlichen Lieblingsalben des Jahres 2017 runter, als müsste das irgendwen jucken. (Also ich jetzt.)

Aber hey – der Sinn der Aktion ist natürlich, tolle Platten des Jahres noch mal zu loben und zu highlighten. Vielleicht gibt’s für den/die eine(n) oder andere(n) Leser(in) ja nachträglich sogar noch was zu entdecken? Wir sind bei Platz 15-11 angekommen.

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