Schlagwort-Archive: FEWS

The Class of 2017 – Pt 2

Es ist wieder so weit! Genauer gesagt: Es war wieder so weit. Sonntag war Stichtag. Unsere Blogclique hat den Ein-Kasten-Augustiner-Preisträger fürs Jahr 2017 gekürt! Yeah!

Aber bevor wir verraten, welche Band von uns einen Kasten Bier kriegt, muss der Ablauf des Ganzen nacherzählt werden. Es folgt: Runde 1

Zuerst aber noch mal ganz kurz: Worum geht’s?

Also. Der Gedanke ist: Wir wollen den besten Song des Jahres finden und der Band/dem/der Interprete(i)n dafür einen Preis überreichen. Aber keine von diesen Statuen, die nur auf dem Kaminsims verstauben. Lieber was Sinnvolles. Ein Kasten gutes Münchner Bier macht alle Musiker glücklich, oder? The Class of 2017 – Pt 2 weiterlesen

The Class of 2017

Auch dieses Jahr wieder, eh klar: Wir vergeben den ein-Kasten-Augustiner-Preis für den Song des Jahres 2017! Hurra!Was hat es damit auf sich? Wer ist nominiert? Mehr dazu:

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What did you expect from 2018, Pt.2

Gestern habe ich eine Liste begonnen: „Ausgesuchte kommende Alben 2018“.

Anders gesagt: Auf welche Platten aus dem Indie-Bereich können wir uns im neuen Jahr einstellen? Ein paar Alben sind bereits bestätigt, andere sind realistische Prognosen und die eine oder andere Spekulation ist auch dabei. Hier nun Teil 2 meiner Aufstellung.

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Meine Alben 2017, Pt.4 (15-11)

Unerbittlich ist er. Er zieht’s durch. Zählt seine persönlichen Lieblingsalben des Jahres 2017 runter, als müsste das irgendwen jucken. (Also ich jetzt.)

Aber hey – der Sinn der Aktion ist natürlich, tolle Platten des Jahres noch mal zu loben und zu highlighten. Vielleicht gibt’s für den/die eine(n) oder andere(n) Leser(in) ja nachträglich sogar noch was zu entdecken? Wir sind bei Platz 15-11 angekommen.

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Review: The fin./The Radio Dept.

The fin. – „Pale Blue / Afterglow EP“
The Radio Dept. – „Teach Me To Forget“ 

Auf den ersten Blick scheinen The fin. und The Radio Dept. nicht viel gemeinsam zu haben – mal abgesehen davon, dass beide Bandnamen kurioserweise mit einem Punkt enden.

Wir haben auf der einen Seite The fin. aus Kobe, die als eine Art japanische Version von Phoenix mit edlem, gepflegten Pop begonnen haben und die sich gerade ihren Namen in Europa machen.

Demgegenüber sind The Radio Dept. aus Lund inzwischen regelrechte Veteranen. Seit 2003 versorgen die Schweden die Welt mit LoFi-Shoegazing, wobei sie sich über die Jahre eine starke politische Unterströmung und eine Tendenz zur Tanzbarkeit angewöhnt haben.

Zwei ganz unterschiedliche Ausgangspositionen, aber dieses Wochenende sind beide interessanterweise an einem für meine Ohren durchaus klangverwandten Punkt angelangt. Beide Bands haben Freitag EPs veröffentlicht, beide EPs bestehen zur Hälfte aus Remixen, beide Bands erreichen einen soundtechnisch interessanten sweet spot, in dem schwebende Gitarren-Psychedelia und wummernde Beats zu einem neblig-hypnotischen Trancegazing verschmelzen.

Beginnen wir mit den Japanern. Ich habe mich hier letztes Jahr anlässlich ihrer „Through The Deep EP“ schon mal begeistert über The fin.s Ansatz ausgetobt: Auf ihren ersten EPs hielten sie sich noch an Songwriting-Strukturen, da gab’s Strophen und Refrains. Inzwischen haben sie ihr Songwriting auf ein Minimum runter gefahren: Der neue Song „Pale Blue“ folgt von Anfang bis Ende zwei Akkorden – dafür ist es das Arrangement, das durch stetige Addition und Substraktion von Tonspuren neue Klänge und Stimmungen schafft. Auch „Afterglow“ folgt quasi diesem Muster, verwendet dabei eine Schleife von vier Akkorden. Hey, wenn sich Imagine Dragons den ganzen Song durch die gleichen vier Akkorde durch quälen, schimpfe ich „Fisher Price-Songwriting!“ Aber the fin. verstehen es eben, diesen engen Rahmen mit so diversen, klischeefreien Klänge zu füllen und echte Atmosphären zu schaffen, dass ich nur staunen kann. Man achte nur mal darauf, wie der Song eine komplett andere Farbe annimmt, wenn bei Sekunde 0:47 der Bass einsetzt!

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Review: One Sentence. Supervisor

One Sentence. Supervisor – „Temporär Musik 1-13“

Es ist schon lustig – oder traurig, oder beschämend. Ich meine, da halte ich mich für einen Indie-Nerd, der sich ein kleines bisschen auskennt. Ich passe auf, wenn in Melbourne oder in Perth eine Band was Spannendes veröffentlicht. Aber dann tut sich was quasi vor meiner Haustür – und ich kriege es Ewigkeiten nicht mit.

Offiziell ist heute der deutsche Erscheinungstermin von „Temporär Musik 1-13“, tatsächlich aber steht das Ding schon länger auf Spotify und in den Downloadstores. Ich schäme mich vor mir selber, dass ich das Album erst jetzt wahrnehme, denn es ist eine Platte, die mich komplett aus den Socken haut. Wobei, ein bisschen muss ich auch meine Schweizer Freunde schimpfen. HEY! Wieso ihr mich nie durchgeschüttelt und ins Gesicht geschrien: „Hallo, wir haben fei auch eine Spitzenband: One Sentence. Supervisor! Aus Baden im Aargau! Die musst du dir unbedingt anhören, verdammt noch mal!“ Gebt zu, Schweizer – das wäre verdammt noch mal eure Aufgabe gewesen!!

Aber wie klingt sie denn nun, die Platte, die zum „Independent-Album des Jahres 2016“ in der Schweiz gekürt wurde? Review: One Sentence. Supervisor weiterlesen

Interview: FEWS

Wenn ihr das Heft, für das ich arbeite (piranha) ab und zu mitnehmt, dann wisst ihr auch: Wir haben dort einen Fragebogen unter dem Motto „Bloß nichts über Musik“. Diese Interviews sind oft die, die mir am meisten Spaß machen. Im Idealfall trifft man auf eine Band wie die FEWS und es ergibt sich ein Gespräch, bei dem sich alle wegschmeißen.

FEWS haben eine meiner Lieblingsplatten des letzten Jahres gemacht, also nutzte ich den Auftritt des Quartetts kürzlich im Münchener Orange House für dieses Interview. Also: Vorhang auf für Fred (USA, Gitarre/Gesang), David (Schweden, Gitarre/Gesang), Jay (UK, Bass) und Rasmus (Schweden, Drums). Interview: FEWS weiterlesen

Review: Froth

Froth – „Outside (Briefly)“

Diese Woche sind Ride, die Giganten von 1990-92, mit zwei neuen Songs zurück gekommen. Die Plattenfirma, auf der die neuen Songs erschienen? Wichita Recordings.  Was ja Sinn macht. Co-Chef von Wichita ist schließlich Dick Green, dereinst der leisere Partner von Alan McGee bei Creation Records, wo Ride ursprünglich ihren Durchbruch erlebten.

Ride sind aber nicht der einzige Release diese Woche bei dem Label. Auch die Kalifornier Froth sollen bitte nicht übersehen werden.

Ein bisschen Googlen ergibt: Froth sind ein Quartett mit echt witziger Bandgeschichte. Im Kern standen die Buddies Joo-Joo Ashworth und Jeff Fribourg aus LA. Die hatten sich länger schon eine Band namens Froth in ihren Köpfen ausgemalt und sogar schon ein Albumcover designt – es sollte eine 20-Minuten-Vinylplatte nur mit Schweigen werden. Jeff hatte danach in einem Spontankauf auf ebay ein Omnichord erstanden, das nun vor sich hin gammelte.

Was Jeff sonst so machte: Er organisierte ein kleines Festival namens Ourbq. Bei diesem hatte er ein Problem: Eine der gebuchten Bands sagte ab. Was tun? Selber spielen! Aus Froth, der Idee, wurde Froth, die Realität. Man fand einen Bassisten und einen Drummer für die Show – und damit ging’s los. Aus dem Gag wurde eine immer ernstere Sache. Zwei Alben haben Froth in Kalifornien schon veröffentlicht, das dritte geht mit Wichita weltweit. Review: Froth weiterlesen

Prize and Shine – Pt. 3

augustiner-collected-2016-cAber wer hat denn jetzt gewonnen? Sorry, ich komme nicht immer dazu, mich dem Blog ausreichend zu widmen, deswegen musste ich euch ziemlich warten lassen. Aber weiter geht’s mit der Kür unseres Ein-Kasten-Augustiner-Preises. Im letzten Post hierzu haben wir die erste Runde hinter uns gebracht und die Hälfte des Teilnehmerfeldes eliminiert. Wie geht’s weiter? Wer wird gewinnen und kriegt von uns einen Kasten Münchner Bier überbracht? Prize and Shine – Pt. 3 weiterlesen

Prize and Shine – Pt2

augustiner-collected-2016-bEin mal im Jahr küren wir hier den Ein-Kasten-Augustiner-Preis. Die Idee dahinter ist, dass eine Gruppe Freunde und ich ein Lied zum „Song des Jahres“ ernennen und dann dem Sieger einen Kasten Augustiner zukommen lassen. Auch wenn wir den Kasten noch nicht oft wirklich an den Mann gebracht haben, fand doch letztes Wochenende unser entsprechendes Meeting statt. Hier nun Teil 1 unserer Zeremonie…

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