Schlagwort-Archive: Erol Alkan

Review: Ride

Ride – „Tomorrow’s Shore“ EP

Ride.
Play.
Fall.
Today Forever.
Twisterella.

Das, was Ride in ihren Anfangsjahren prägte, waren nicht nur ihre zwei Longplayer „Nowhere“ und „Going Blank Again“. Wer richtig Fan war, der sammelte auch ihre EPs. In ihren ersten Jahren kam das Quartett aus Oxford alle paar Monate mit vier Songs um die Ecke, deren Qualität sich hinter den Albumtracks nicht verstecken musste. Im Gegenteil – einige ihrer besten Songs überhaupt platzierten Ride hier. Für uns Anhänger war das wichtig. Ich weiss z.B. noch, als ich Tobi aus Würzburg kennenlernte, da fanden wir den Draht zueinander, indem wir uns Sachen sagten wie „Und DRIVE BLIND!!!“ „Und HOWARD HUGHES!!“. „SENNEN!“. „Ohh, ja, Sennen! Aber UNFAMILIAR ja auch!“ „Total! FURTHEST SENSE!!!“ „Wahnsinn!“

Also, was ich sagen will: Für jemanden, der die Ride-Reunion bejubelte, hat dies einen nostalgischen Wert: Mark, Andy, Loz und Steve nehmen auch die Tradition der 4-Track-EP wieder auf. Review: Ride weiterlesen

2017 – a few Reasons to Cheer

2017-header-temples

Erst mal ein Gutes Neues! Wir schreiben also das Jahr 2017 – und ehrlich gesagt, mir ist dieses Jahr nicht wohl zumute. Der Typ, der US-Präsident wird, hat offensichtlich einen an der Klatsche und wird die meines Erachtens nach akutesten Probleme der weltweiten Gesellschaft nicht angreifen, sondern nur verschlimmern. Aber auf diesem Blog halte ich mich in Sachen Politik normal zurück und schreibe über das, was uns happy macht: Indiepop.

Da stehen im neuen Jahr dann doch ein paar Dinge an, auf die man sich freuen darf. Ich mache mal eine kleine Liste. 2017 – a few Reasons to Cheer weiterlesen

Review: Beyond The Wizard’s Sleeve

soft bounce wizards sleeveBeyond The Wizard’s Sleeve –
„The Soft Bounce“

„Die Leute hören keine Alben mehr durch, sie hören nur noch einzelne Tracks“ wird seit langem schon behauptet. „Ihre Aufmerksamkeitsspanne reicht nicht mehr aus, um eine dreiviertel Stunde lang die gleiche Stimme hören zu wollen.“ Da sollte man ja eigentlich denken, dass die Chemical Brothers in den 90ern schon die perfekte Lösung gefunden haben: Das Album, das sich ganz von selbst wie ein Sampler anfühlt. Weil es extrem variable Tracks vereint, instrumentale und gesungene, die wiederum mit verschiedenen Gastsängern. Seit „Exit Planet Dust“ sind die beiden Londoner DJs so verfahren, eine Menge sehr unterschiedlicher Top-Hits haben sie dabei gelandet. Ihr Modell ist seitdem aber erstaunlich selten nachgeahmt worden.

UNKLEs „Psyence Fiction“ (1998) fiele mir als eines der wenigen Beispiele ein, auch „Nonsense In The Dark“ von den Filthy Dukes (2009) – wie die Chemicals ein Londoner DJ&Remix-Duo . Nun gibt’s eine neue Platte für dieses schmale Plattenfach, und einmal mehr stammt sie von einem Londoner DJ-Team, das auch durch seine Remixe für Indiebands in den Vordergrund gereten ist. Beyond The Wizard Sleeve sind Erol Alkan (lange DER UK-Vorzeige-Indie-DJ, inzwischen Resident in der Fabric) und Richard Norris vom Elektronik-Duo The Grid. Beides keine jungen Hüpfer mehr, aber dafür große Allrounder und Kenner mit viel Insiderwissen in allen musikalischen Schubladen.

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