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Vinterview: Jagwar Ma

Vinterview Header Jagwar MaIch freue mich schon wie ein paniertes Wienerschnitzel mit extra Kroketten aufs zweite Album von Jagwar Ma, juhu! „Every Now & Then“ erscheint am 14.10. – und für mich soll das Anlass sein, im Archiv zu kramen und mein Interview mit Frontmann Gabriel Winterfield hervor zu holen. Den hatte ich 2013 zur VÖ ihres Debüts am Telefon. Hier also alles, was man wissen muss über die Sydneysider – damit wir alle gut vorbereitet sind, wenn die Aussies uns im Oktober wieder auf den Dancefloor zerren!

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Party like it’s 1991

Es gab Zeiten auf meinem alten Blog, da habe ich fast jeden Tag einen Post verfasst. Zur Zeit passiert hier aber relativ wenig. Sorry, offenbar bin ich faul. Andererseits ist das natürlich auch der Tatsache geschuldet, dass der Januar nun mal ein Monat ist, in dem die Labels traditionell wenig veröffentlichen.

Damit hier aber trotzdem mal wieder was passiert, kann ich ja mal zwei Videos aus den letzten Wochen kommentieren. Auffällig ist, dass der Sound von 1991 in der Tat wiederkommt. Wer sich z.B. die Vorab-Tracks vom zweiten Peace-Album anhört und nicht an die Happy Mondays, Flowered Up, Northside oder EMF denken muss… der ist 1991 halt zu jung gewesen. Aber glaubt mir, die Beats, das Feeling (auch die ziemliche Dödeligkeit der Texte) kommen exakt hin. Ein anderes Beispiel ist der Brite, der sich Only Real nennt. Der wird in manchen Kreisen als neuer Jamie T gehandelt – was für meinen Geschmack doch sehr hoch gegriffen ist. Aber der Shuffle-Beat und die Art, wie die Gitarren eingesetzt werden, lässt mich sagen: Seine Single „Yesterdays“ hätte ein Song auf „Schubert Dip“ sein können. Könnte ein Hit werden, die Nummer, es ist schließlich ein „Four-Chord-Song“

Und wenn schon alle so klingen wie 1991, dann macht es doch Sinn, dass all die 1991-Bands zurück kommen. Ride haben ihre Reunion bekannt gegeben, Swervedriver ein neues Album angekündigt und auch die Charlatans melden sich im Frühjahr mit ihrem zwölften Album zurück. Eine Platte, die wirklich sehr gelungen ist – klar, die Jungs werden ruhiger, aber das passt, das klingt stimmig. Lieber sehe ich Tim Burgess & Co in Würde älter werden, als dass sie uns gequält einen auf junge Hüpfer machen. Die Vorab-Single „Talking In Tones“ ist ein typischer Grower. Sie steht ja schon recht lange online, zuerst fand ich sie eher unspannend. Erst bei siebten, achten Hören kommt dann der Punkt, wo man die unaufdringliche Melodie und die subtilen Gitarrenakkorde zu schätzen lernt, und dann ist es nur noch ein Moment, bis man den Song himmlisch findet und „Rückkehr der Charlies zu ihrer Bestform!“ jubelt.