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Dhir in the headlights

Das letzte Album von Elephant Stone ist jetzt auch schon drei Jahre alt. Zeit war’s also, dass die Kanadier um den indisch-stämmigen Sänger Rishi Dhir nachlegen. Mit der Single „Hollow World“ kündigen sie nun ihr neues Album „Hollow“ für den Februar 2020 an.

Ich könnte jetzt ein paar Sätze zu der Band schreiben, aber ich verlinke lieber hiermit einfach faul auf meinen Text zum letzten Album. Denn der ist ausführlicher als alles, was ich mir jetzt aus den Fingern saugen könnte.

I’ll Show You MIEN

Oha. Was ist denn heute los? Schon der vierte Clip, der geteilt werden muss, denn die US-britisch-kanadische Band MIEN ist ne echte Supergroup der Psychedelia.

MIEN bestehen aus Alex Maas (Black Angels), Rishi Dhir (von den tollen Elephant Stone), Tom Furse (The Horrors) und John-Mark Lapham (The Earlies). Alles richtig gute Bands. Zu viert kombinieren die Herren einen Sound aus Krautrock, Psychedelia und Electronica. Ich bin gespannt und hoffe, dass wir auf dem Album „MIEN“, das am 6.4. kommt, auch eine Menge von Rishi Dhirs Sitarspiel zu hören kriegen.

Meine Alben 2016, Pt. 1 (30-26)

header-2016-26-es2016 geht dem Ende entgegen. Neue Veröffentlichungen sind in den Feiertagen immer rar gesät, deswegen passierte hier auf dem Blog herzlich wenig.

Aber hey, man ist ja nicht umsonst Vollnerd. Man macht in diesen Tagen Listen. Ich habe mal wieder meine Lieblingsalben des Jahres zusammen gestellt. „Dieses Mal werden’s nicht so viele“ dachte ich erst, aber jetzt musste ich doch wieder ein paar schwere Entscheidungen treffen, um die Liste auf 30 Favoriten einzukürzen.

Klar, über fast alle habe ich hier im Laufe des Jahres schon geschrieben und Punkte an die Alben verteilt. Das heißt aber nicht, dass diese Punkte 1:1 die folgende Liste widerspiegeln. Denn manch ein Album, das man erst gar nicht so bejubelte, entpuppt sich vielleicht im Nachhinein als Grower. Dafür feierte ich vielleicht ein anderes Album vorschnell als Beinahe-Klassiker, das dann doch schnell wieder vom Bildschirm verschwand.

Aber letztlich geht es hier ja eh um keine definitive Liste, sondern um eine komplett subjektive Spielerei.

Das reicht jetzt auch endgültig an Vorgeplänkel. Hier Platz  30 – 25: Meine Alben 2016, Pt. 1 (30-26) weiterlesen

Review: Elephant Stone

elephant-stone-coverElephant Stone – „Ship Of Fools“

Jeder kennt die Frage: Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei? Ein ähnlicher Fall ist die Sache mit Psychedelia und indischen Instrumenten.

Als sich das Genre in den späten Sechzigern entwickelte, war das auch die Zeit, als weltweit die Hippies – an prominentester Stelle natürlich die Beatles – indische Philosophien für sich entdeckten. Die neuen indischen Einflüsse, die sich die Westler bei ihren Gurus holten, landeten in der Folge auch ihrer Musik. Das „Zwoing Doing“ der Sitar, das „Niiieöörrh sschrrrrrng“ der Esraj, die handgetrommelten Tablas, all das wurde zur charakteristischen Klangfarbe dieser Stilrichtung. Ein Beispiel, das jeder kennt, wäre „Norwegian Wood“ – aber es waren nicht nur die Beatles, die damals indische Instrumente einsetzten. Auch sind sie seitdem nicht verschwunden. Immer, wenn jemand seinen Sound ein bisschen mystifizieren will, wird an der Sitar getwoinkt. George Harrison hat in seiner Solokarriere weiter auf diese Töne gesetzt, Kula Shaker haben sich zu Britpop-Zeiten auf diese Weise als Hippie-Throwbacks dargestellt, auch Paul Weller oder Noel Gallagher greifen immer mal wieder auf dieses Klangbild zurück.

Und jetzt meine Frage: Verwenden all die Musiker diese Instrumente deshalb, weil ihre Sounds das verschwurbelte Reise-auf-dem-fliegenden-Teppich-Ding nun mal klangmalerisch so perfekt darstellen? Oder stellen diese Instrumente das verschwurbelte Reise-auf-dem-fliegenden-Teppich-Ding auch deshalb so perfekt dar, weil wir nach Jahrzehnten der Psychedelia längst darauf konditioniert sind, mit diesen Klängen automatisch Om, Transzendenz und Hare Rama zu assoziieren?

Wie auch immer, der Punkt ist: Es gibt eine Tradition der indischen Instrumente in der britischen Gitarrenmusik, seit den Sixties bis heute, und die wird weiterhin aufgegriffen. Sogar von Nicht-Briten. In diesem Falle von Kanadiern.

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Take me back to Dhir old Blighty

In acht Tagen (16.09.) erscheint „Ship Of Fools“, das inzwischen dritte Album von Elephant Stone. Elephant Stone wiederum sind eine kanadische Britpop-Psychedelia-Band, deren Frontmann Rishi Dhir gerne indische Instrumente wie Sitar, Tabla oder Dilruba einsetzt – was ja durchaus Tradition hat, siehe George Harrison oder Kula Shaker.

Die Single „Andromeda“ erschien schon im März, jetzt aber, kurz vor der Album-VÖ, haben Elephant Stone auch ein Video online gestellt. Ich würde sagen: Wer Temples mag oder Pauw, der sollte hiermit was anfangen können.

„Ship Of Fools“, in deed

München, am 22.07.2016.

Ich bin safe.

Ich ärgere mich.

Was auch immer ihr erreichen wollt, ihr erreicht es doch nicht, indem ihr unbedarfte Zivilisten erschießt. Das ist so BESCHEUERT!

Ich glaube fest daran, dass Bildung, Aufklärung und Fortschritt über den Primitivismus und die Gewalt siegen werden. Sie haben noch immer gesiegt.

Das macht die jetzige Gewalt und die Gegengewalt nur noch sinnloser und armseliger. Hasserfüllte, dumme Arschlöcher verschanzen sich hinter idiotischen Ideologien, die nur ihrer eigenen  unmenschlichen Charakterschweinigkeit  einen edlen Anschein geben sollen. Und geben Storch und Petry Grund zum Feixen, weil sie den Teufel ja immer schon an die Wand gemalt haben. Bis er kam.

Die Welt ist nicht schlimm. Eine Handvoll Arschlöcher sind’s. Lassen wir uns nicht von ihnen auf ihr Niveau ziehen! Und lassen wir uns nicht von ihnen unsere Freude, unseren Frieden und unsere Freiheit verderben!

Es ist weird, jetzt hier weiter zu machen und einen neuen Clip zu posten, als wäre alles wie immer. Aber weitermachen wie immer ist genau das, was wir tun müssen. Uns nicht einschüchtern lassen. Uns nicht verrückt machen lassen. Uns vom Hass nicht anstecken lassen.

Also: Elephant Stone. Die Psychedelia-Kanadier mit Hang zum Britpop und zum Rhythmus haben ihr neues Album „Ship Of Fools“ für den 16.09. angekündigt. Voraus schicken Sänger/Bassist/Sitarist Rishi Dhir und Co die Single „Manipulator“. Peace.

It’s elephantary!

In eigener Sache: In den letzten Tagen sind so einige spannende Alben erschienen, die ich hier unbedingt noch besprechen muss.

Aber weil zur Zeit nicht nur im Büro viel los ist, sondern ich mich jetzt aber ja auch um den Freitag im entstehenden neuen Laden ohne Namen in der Dachauerstrasse 14 kümmere (Off-Location im Ex-Miao sagt man zur Zeit – heute abend legen wir wieder auf!), komme ich zur Zeit kaum dazu,  Alben konzentriert anzuhören, geschweige denn darüber meine Möchtegern-Abhandlungen zu schreiben. Die Suede-Platte zum Beispiel ist heute zwei Wochen erschienen, aber das Zeitloch, an dem ich sie nicht nur nebenbei laufen lassen, sondern LAUSCHEN, Texte mitlesen und alles konnte, das muss ich noch finden. Auch das Album von Money ist super.

So, da das gesagt ist, verliere ich umso weniger Worte über Elephant Stone. Die Psychedelic-Indiepopper aus Kanada haben eine neue Single namens „Where I’m Going“ am Start. Ich find‘ den Song sehr ordentlich.

Burst into heaven…

Eine Band, die sich „Elephant Stone“ nennt, hätte mir doch früher ins Auge springen müssen? Neulich habe ich erst wieder mit einem Kumpel darüber geredet, dass man mit 95%er Sicherheit schon am Bandnamen erkennt, ob man die Musik mögen wird oder nicht – und eine Band, die sich nach einer Stone Roses-Single benennt, hat den Geschmack schon mal zweifellos am richtigen Fleck. Die Wahrscheinlichkeit, dass mir das Video zu „The Devil’s Shelter“ gefallen würde, war also groß.

Und? In der Tat – ich find’s super! Elephant Stone, ergoogle ich mir, sind aus Montreal, haben schon drei Alben veröffentlicht, auf denen sie Psychedelia und Britpop-Groove mit indischen Instrumente wie Sitar, Tabla und Dilruba kombinieren – ihr Sänger heisst Rishi Dhir, ist also offenbar indischstämmig. Mich erinnert’s aufs erste Hören an einen Mix aus Kula Shaker und Temples. Da scheint sich eine kleine Reise in den Backkatalog zu lohnen.