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… and NOTHING Hurts

Man merkt schon daran, dass sie auf dem Brutal-Metal-Label Relapse erscheinen, dass die Amerikaner NOTHING keine typische Shoegazer-Band sind.

Die Nachrichten, die ihr drittes Album „Dance On The Blacktop“ mit sich bringt, sind traurig: Es stellte sich inzwischen heraus, dass sich Bandkopf Domenic Palermo bei dem gewalttätigen Raubüberfall, dem er zwischen den ersten beiden Alben zum Opfer fiel, ein bleibendes Hirntrauma zugezogen hat. CTE nennt man das Syndrom, das zuletzt öfter in die Schlagzeilen kam, weil auch viele ehemalige Football-Spieler daran leiden.

Tja, was sagt man dazu. Es muss niederschmetternd sein, zu wissen, dass das eigene Gehirn abbaut. Niederschmetternde Musik ist zwar eine Sache, in der NOTHING echt bockstark sind, aber das soll doch bitte nicht die Inspiration dafür sein. Hoffen wir, dass Domenics Krankheitsverlauf sehr milde abläuft und auf rasante Fortschritte in der Medizin.

Es gibt ein neues Video vom neuen Album: „I Hate The Flowers“.

Mein Interview mit Domenic zum zweiten Album „Tired Of Tomorrow“ (2016): HIER.

Interview: Nothing

interview HeaderShoegazing – das ist der verträumte Sound behüteter Briten, die per Feedback zur seligen Weltflucht aufrufen, richtig? Nicht immer. Aus Philadelphia kommt Nothing, die Band, die mit diesem Sound Gewalt und Schmerz verarbeitet. Sänger Domenic Palermo, ehemaliger Hardcore-Punk, war wegen einer Messerstecherei schon im Knast und wurde erlebte auch im Vorfeld des zweiten Albums wieder traumatische Ereignisse. Kein ganz unproblematischer Zeitgenosse, offenbar. Im Skype-Gespräch zum zweiten Nothing-Album „Tired Of Tomorrow“ (erschienen letzten Freitag) aber war er die Freundlichkeit selbst.

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