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Criminally Good

Seit Freitag ist es auch offiziell draußen, das dritte Album der DMA’s. Ich finde „The Glow“ mal wieder umwerfend gut, aber das wusstet ihr eh.

Ich bejuble diese drei Typen schließlich, seit sie 2014 mit „Delete“ auftauchten (plus noch und nöcher Oasis-Best Of-Songs, wie Noel Gallagher sie nicht mehr hinkriegt). Seitdem haben sie immer ein paar neue Farben zu ihrer Palette hinzugefügt, aber ihren Malstil beibehalten. Da kann dann auch Killers/Madonna-Producer Stuart Price ankommen und die neue Platte supervisen, aber seine Arbeit sieht man vor allem an der blitzend glänzenden Oberfläche. Im Kern bleiben die DMA’s die DMA’s – und ob sie uns Demoaufnahmen aus Johnnys Schlafzimmer vorlegen wie auf „Hill’s End“ oder neon-elektronische Soundkulisse auffahren, ändert das nichts am Gefühl, das einen durchfährt, wenn man sie hört.

Nach „Silver“, „Life Is A Game Of Changing“, „The Glow“ und „Learning Alive“ gibt’s nun schon das fünfte Video aus dem Album: „Criminals“. Alle sind prima – dabei haben die DMA’s (bzw. ihre Labels) drei meiner Top-Lieblingslieder („Never Before“, „Hello Girlfriend“ und „Cobracaine“) noch nicht mal als Single ausgesucht!

Kleine Kollektion 2020/07

Oha. Heute ist mal wieder einer der Tage, an dem gleich mehrere Lieblingsbands ihre neuen Clips teilen. Also fasse ich sie zusammen und stelle das unter eine gemeinsame Überschrift, da spare ich mir auch das schmerzhafte Wortspiel-Ausdenken immer.

Zuerst mal: DMA’s. Ooooh Yeah! Welchen Song picken Tommy, Mason und Jonny als vierte Vorabsingle von „The Glow“? Nehmen sie den Beinahe-Beatles-Ohrwurm „Hello Girlfriend?“ Oder das durchgeknallte Big Beat Monster „Cobracaine“? Nein, sie picken eine Ballade: „Learning Alive“. Hatte ich gar nicht als mögliche Single auf dem Zettel. Aber es macht natürlich sehr wohl Sinn, so als Melodiewunder a la „Delete“, „So We Know“, „In The Air“ etc.

Auch Metronomy haben ’nen neuen Clip. Etwa schon was Neues nach dem letztjährigen Album „Metronomy Forever“? Nein, „The Light“ ist eine weitere Auskoppelung aus ebendiesem Longplayer. Auch nice.

Milk Records ist ein Label, das man im Auge behält, weil es Courtney Barnett und Jen Cloher waren, die die Firma gemeinsam in Melbourne gründeten. Aber dies finde ich dann doch eher grausam: Milk Records-Künstlerin Hachiku covert Nenas „99 Luftballons“. Soll das drollig sein? So nach dem Motto „charmant trashy“? Ich find’s echt schlimm. Ich platziere es hier aber trotzdem. Des Kuriositätsfaktors wegen.

Zuletzt: Für heute mittag haben auch Django Django ein neues Video angekündigt. Damit will ich diesen Post nachher noch updaten.

UPDATE: Da isses, das Video. Ich dachte ja, dass Dj Dj mit einem neuen Lied die Kampagne für ihr viertes Album einläuten. „Real Gone“ ist aber noch ein Nachtrag von der Dritten („Marble Skies“, 2018). Das wiederum war ein sehr, sehr gutes Album. Ich hatte es vor zwei Jahren in meinen persönlichen Top 5 des Jahres. Hey, ich mach mir die Platte gleich mal wieder an.

This Is A Glow

Wir haben das Live-Video gepostet, wir haben das Corona-Akustikvideo gepostet – jetzt gibt’s auch den offiziellen Clip zum Titelsong des kommenden DMA’s-Albums „The Glow“

„I’m sick and tired of chasing the glow“ singt Tommy O’Dell, und wer kann’s nicht nachvollziehen, dieses Gefühl, dass man eine Sache, die man verfolgt, wohl nie einholen wird – das Wort „The Glow“ finde ich dafür sehr gut gewählt – ein unbestimmtes Glühen, das fasziniert und das viel verspricht, das man aber nicht zu fassen kriegt… manchmal können sie durchaus nen poetischen Ton treffen, diese drei Australier.

Der Regisseur (wieso der? Vielleicht ist’s eine Lady. Es steht nicht dabei…) betont im Clip diesen Glow. Statt Handlung gibt’s diffuses Glühen , gedämpftes Strahlen, zuckendes Leuchten und kleine flackernde Flammen im allgemeinen Dunkel. Als Umsetzung des Gedankens ist das richtig, finde ich. Ein gelungenes Video.

Brighten The Coronas #4

Unter der Überschrift „Brighten The Coronas“ fasse ich Clips zusammen, wie sie zur Zeit in der Isolation von Bands und Solomusiker(innen) entstehen.

BIG TIME ist die Band der zwei Took-Brüder aus Sydney: Johnny (Gitarrist der DMA’s) & Matty (Sänger/Gitarrist bei PLANET). Bisher gibt’s eine Single der zwei, diese haben sie nun in „Stripped Back“-Version eingespielt.

… mehr Corona- bzw- Live-Videos nach dem Break Brighten The Coronas #4 weiterlesen

Singing To A Brixton Wall

Wenn ich so sehe, wie sich die DMA’s so entwickeln, bin ich stolz wie ein Pappa.

Es ist ja eh klar: Wir wichtigtuerischen Blogheinis wollen immer die ersten sein, die eine Band entdecken. Und klar, oft genug sagen wir: „Die können ganz ganz groß werden!“ und wir irren uns.

Als ich auf die ersten Australien-Singles der DMA’s stieß, da war ich sofort total hin und weg. Ich krähte meine Freunde an: „Hört euch diese Band an!“ und spielte sie sofort im Atomic. Aber ganz ehrlich, so toll ich persönlich die Lieder fand – noch dachte ich, dass die Band ein Nischenthema bleiben würde. Derartig klassischer Britpop im Oasis-Style war ja einfach lange nicht gefragt.

Was aber passierte, war, dass die DMA’s konstant einen famosen Song nach dem anderen schrieben, Stück für Stück ihren Sound erweiterten und stetig organisch immer populärer wurden, zuerst zu Hause, aber auch im UK. Im Juli steht nun ihr drittes Album an, Killers- und Madonna-Produzent Stuart Price sitzt diesmal hinter den Reglern. Die Platte wird in einigen Ländern so RICHTIG knallen.

Oft genug muss man bei Bands, die man früh super fand, sagen: „Jetzt sind sie zwar erfolgreich, aber leider auch mies geworden.“ Das wird immer als Snobismus ausgelegt. Manchmal mag da was Wahres dran sein. Aber es gibt auch die Fälle (Hallo, Coldplay!), da ist es nun mal hundertpro so und die Band entwickelte sich leider mistig. Anyway, bei den DMA’s gibt’s diese Gefahr nicht, obwohl sie sich peu a peu verändern. Auch die neue Platte ist wieder vom ersten bis zum letzten Ton phänomenal.

Derweil haben Tommy, Johnny und Mason Anfang März ihr größtes Einzelkonzert in Londons Brixton Academy gespielt. Ein Ritterschlag für Indie-Bands. Und wie die Engländer ihnen die Single „Silver“ entgegen schmettern, als wär’s ein ewiger Klassiker, dabei war’s zu dem Zeitpunkt eine wenige Monate alte Single – da kann man schon Gänsehaut kriegen.

Took what you’ve done

… da warten alle auf’s neue DMA’s-Album und was macht Gitarrist Johnny Took? Er teilt die erste Single von seiner gemeinsamen Band mit Bruder Matty. Den kennen wir auch schon, er singt bei PLANET. Das Projekt heisst BIG TIME und die erste Single nennt sich „It’s you“.

Gleichzeitig teilen die DMA’s den Titelsong ihres dritten Albums „The Glow“. Wenn’s ein Video gäbe, stünde der Song natürlich oben, aber bisher gibt’s nur „Audio“.

Simply The Beths

Hoppla – Fast hätte ich die neue Single der wunderbaren Powerpopper The Beths übersehen. Die Neuseeländer um Sängerin Elizabeth Stokes haben ihr zweites Album angekündigt: „Jump Rope Gazers“ kommt am 10.07.

Ein Datum, das sich als großes Musikfest raus kristallisiert. Denn am 10.07. kommen auch die DMA’s, July Talk und Buzzard Buzzard Buzzard mit ihren neuen Platten! Und da kommen bestimmt noch ein paar dazu. Spart schon mal!

Gleich noch mal hören!

Hayley Mary-Go-Round

Ja hey. Greetings aus der Isolation! Doch, es gibt mich noch.

Aber es gibt in diesen Tagen halt nicht so viele neue Videos zu posten. Viele VÖ-Termine wurden verschoben, alle warten auf die Zeit nach dem Virus.

Na, hier ist dann mal wieder eins. Jezabels-Sängerin Hayley Mary hat jetzt schon das vierte Video zu einem Song ihrer brillanten 5-Track-Solo-EP veröffentlicht. Jetzt kam „Brat“ an die Reihe.

Auch DMA’s-Gitarrist Johnny Took hat bei Hayley Marys EP bekanntlich die Finger im Spiel. Die DMA’s selbst haben aufgrund der Corona-Geschichte leider die VÖ ihres kommenden dritten Albums in den Juli verschieben müssen. Zur Überbrückung gibt’s einen Liveclip ihrer letzten Single „Live Is A Game Of Changing“. Dies ist bekanntlich die Dance-mäßigste Nummer, die unsere drei Aussies bisher gemacht haben. Live, mit so richtig viel Gitarre im Mix, hat das aber einen erstaunlichen Indierock-Druck.

Dance Music Australia’sydney

Okay, nachdem sie auf der letzten Platte schon einen Track wie „The End“ hatten, kommt es nicht ganz überraschend, dass die neue Single der gottgleichen DMA’s die Beats und die Tanzbarkeit einen Level weiter hoch fährt. „Life Is A Game Of Changing“ ist weit weg von dem Nu-Oasis-Britpop von „Delete“ und „Feels Like 37“, den Songs, mit denen wir die Australier kennen und lieben lernten. Aber soo weit dann eben doch auch nicht. Ich find’s spannend, wie sie sich so entwickeln.

Album 3 kommt am 24.4: „THE GLOW“. Produziert hat das ALbum offenbar in der Tat Jacques Lu Cont aka Stuart Price, der auch Madonna, The Killers und die Pet Shop Boys schon betreute. Spannende Wahl, keine Frage.

Hayley Hayley Rock’n’Roll

So, es geht los mit dem Jahr 2020. In Advent und Nachweihnachtszeit haben Künstler und Labels ihre neuen Videos noch zurück gehalten, nun brechen die Dämme. Gefühlt jedenfalls. Heute kann ich gleich mehrere kleine Posts rausjagen.

Los geht es mit der dritten Single von Ex-Jezabels Hayley Mary, die am 24.01. ihre Solo-Debüt-EP veröffentlicht. Ihre neue Single heisst „Like A Woman Should“ und einmal mehr erkennt man hörbar, dass Johnny Took von den DMA’s seine Finger im Spiel hatte.