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When Courtney met Marlon

Scheint ja ganz gut gelaufen zu sein, die „MTV Unplugged in Melbourne“ Serie, die MTV Australia 2018 ins Leben gerufen hat. Jahrzehntelang gab es down under keine solche Show, dann spielten DMA’s, Gang of Youths und Amy Shark jeweils ihr Konzert. Dieses Jahr hat MTV Australia den Faden wieder aufgenommen und niemand anderen als Melbournes fuzzy alt.Rock-Storytellerin Courtney Barnett eingeladen.

Courtneys Label hat heute das 8-Track-Minialbum des Gigs veröffentlicht und die Songs auf Youtube gestellt. Ich picke mal zwei Videos: Erstens Courtneys Duett mit einem Lieblingskünstler dieses Blogs, dem neuseeländischen Weirdfolk-Crooner Marlon Williams

… und zweitens einen neuen Song: Untitled

 

Houses of the Hayley

Es ist sieben, acht Jahre her, da waren The Jezabels DIE aufsteigende australische Gitarrenband. Ihre ersten EPs kamen großartig an, ihr Debütalbum  war down under ein Megahit und international herrschte auch schon ein sehr großer Buzz. Als The Jezabels damals im Atomic spielten, war ihre Show sofort ausverkauft.

Mit den folgenden beiden Album konnte sie den Aufstieg nicht fortsetzen, aber den Level ganz okay halten. In Australien war das Quartett weiter super gefragt, doch 2016 musste Keyboarderin Heather Gail Shannon wegen einer akuten  Krebsdiagnose bzw Behandlung aussetzen. Seitdem lagen The Jezabels auf Eis.

Nun hat sich Sängerin Hayley Mary zurück gemeldet. Ihr Soloalbum wird kommen – und ich als Mega-DMA’s-Fan bin extrem gespannt darauf. Was die DMA’s damit zu tun haben? Nun, Hayley ist zusammen mit DMA’s-Gitarrist Johnny Took. Am Album hat Johnny mit geschrieben und mit produziert, er war ingesamt sehr involviert.

Vor ein paar Wochen erschien die erste Single, man hört unverkennbar eine DMA’s Gitarre, oder? „The Piss, The Perfume“ ist eine ganz große Nummer. Klingt wie ein Song. der nie auf der „Best of“ der Pretenders gelandet ist, aber eigentlich dort hin gehört.

 

Schon ist die zweite Single da. Eine schöne Ballade mit melodisch hoch interessanten Richtungswechseln: „Ordinary Me“. Nach diesen Vorboten deutet sich ein sehr, sehr starkes Album an.

p.s. Ich weiss, wir Jungs sind Deppen. Wir haben leider die Tendenz,  Musikerinnen zu unterschätzen und immer zu viel Betonung auf die Kerle zu legen, die mitspielen oder produzieren. Als wären, überzogen gesagt, die Ladies ja nur gelenkt und als wäre es die Arbeit der Typen, die es wirklich zu beachten gilt. Tue ich nicht genau das, wenn ich hier Johnny Took so sehr hervorhebe? Sorry – so soll das bitte nicht verstanden werden! Ich will Hayley nix nehmen. Voller Credit an die Lady! Ich bin halt wirklich nur so ein DMA’s-Fanatiker, dass Johnnys Beteiligung mich nun mal aufhorchen lässt und ich seine Spuren suche. PLANET, die Band von Johnnys Bruder Matty, poste ich hier ja auch immer – und das sind alles Jungs.

M.O.A. Than Ever

Oha. Auch die zweite Single von The M.O.A. gefällt mir auf Anhieb. The M.O.A., das sind zwei „Brummies“, also Typen aus Birmingham/UK, die es auf die Südhalbkugel verschlagen hat und die jetzt in Melbourne Musik mit zwei Australiern machen.

Ich bilde mir ein, hier sowohl australischen Neo-Britpop a la DMA’s, Deep Sea Arcade oder Jagwar Ma heraus zu hören, aber auch Birmingham-Bands wie The Twang, Swim Deep und vielleicht sogar The Streets zu erkennen – naja, zumindest im Sinne vom Nebenprojekt The D.O.T., das Mike Skinner ja vor ein paar Jahren mal mit Rob Harvey von The Music  hatte.

All part of the Planet

Ihr wisst, wie sehr ich die DMA’s liebe. So sehr, dass ich auch die Band von Johnny Tooks Bruder Matty verfolge. PLANET sind schließlich in einem ähnlichen Sound unterwegs und ebenfalls ziemlich prima. Auch ihre neue Single „Reason Why“ ist fein.

Übrigens: Abgesehen von den DMA’s und PLANET haben die beiden Took-Brüder inzwischen in Melbourne auch eine gemeinsame Band gegründet. Wann es da was zu hören gibt. da habe ich leider kein Ahnung..

Silver Screen

Da ist sie also. Die neue DMA’s. „Silver“

Erster Eindruck: Oooh, schöne Melodie.

Die Produktion ist sehr dicht, fast Coldplay-esk, oder sagen wir lieber Verve-esk.  Es kann aber auch am Video liegen, dass ich’s so wahrnehme. Das Video macht nämlich auf ganz schön dicke Hose.

Das finde ich schon ein bisschen, naja, unangebracht. Die DMAs sind keine coolen Stylos. Deswegen lieben wir sie doch. Weil sie so gute, grobe Klötze sind. Drei zerzauste Vögel, denen man nicht ansieht, welche Songs in ihnen stecken. Aufgebrezelt in Fashion Wear und eingehüllt in Nebelbänke, das steht ihnen nicht.

Trotzdem, ich wette, der Song ist ein Grower.

So. den Song jetzt ohne Video gehört. Doch, schon super. Sogar toll.

You don’t have to be DMA to work here…

Vor ein paar Wochen posteten die DMA’s auf Facebook ein Foto von Tommy O’Dell im Mikrophon-Booth eines Aufnahmestudios und schrieben dazu „New music coming soon!“ Klar, seitdem warte ich nägelkauend auf dieses neue Material.  Statt einer neuen Single haben die drei nun aber erst mal einen weiteren Clip aus ihrer MTV Australia Unplugged Session gepostet: „Feels Like 37“ .

Weitere Neuigkeiten aus dem Lager der Band: Nachdem Slowthai absagen musste, weden die DMA’s den Support der Liam Gallagher-Tour durch England übernehmen. Na das passt doch prima.

DMA’s Unblogged

Ich verrate euch jetzt, warum mein Blog zur Zeit so lahm ist, warum ich nur so wenige Rezensionen und Interviews poste: Ich spiele beschissen Gitarre, aber ich habe wieder Spaß dran gefunden.

Mein Blog ist nun mal nur ein Hobby. Interviews und Rezensionen schreibe ich, wenn ich nach der Arbeit oder am Wochenende die Zeit und den Bock dafür habe. Und derzeit nehme ich in Momenten, in denen ich letztes oder vorletztes Jahr wohl am Laptop gesessen hätte, eben eher die Klampfe in die Hand.

Capo zweiter Bund. G, b moll, a moll, G, e moll, b moll, a moll, G:
Das ist die Strophe von „Step Up The Morphine“.

Die DMA’s haben letzten Freitag ihre Unplugged-Platte veröffentlicht. MTV Australia hat sie nach nur zwei Alben schon dazu eingeladen. Ich habe ein Interview mit Johnny Took zu dieser Show auf dem Rechner. Ich will’s ja auch noch transkribieren für den Blog, das habe ich mir fest vorgenommen. Aber naja, aktuell hört man mich nach der Arbeit eher DMA’s-Lieder mitjaulen, als dass man mich Interviews abhörend und Texte schreibend antrifft.

Das kann noch dauern mit dem Interview. Anyway, die DMA’s haben jetzt auch den Mitschnitt von „Step Up The Morphine“ als Video online gestellt.

I Can’t Believe My Plug!

YESS!!!

Darauf habe ich gehofft. Die DMA’s, bekanntlich eine der Bands, die mich immer wieder in Zuckungen der Begeisterung versetzen, haben letztes Jahr für MTV Australia eine Unplugged-Session eingespielt. Bisher war die Show jedoch nur down under zu sehen. Jetzt aber wird der Auftritt auch im Rest der Welt veröffentlicht. Am 14.06. ist es so weit.

Übrigens: Es gibt auch ne Connection zu I Know Leopard, über deren Album ich zwei Posts weiter unten schrieb: Deren Geigerin Jenny McCullagh ist bei der Unplugged Session von Tommy, Matt und Johnny wiederholt als Extra-Mitglied auf der Bühne. (Allerdings nicht auf der Vorab-Single „The End“.)

 

 

Crate Expectations – Pt. 3

Ich mache gleich ohne Umschweife weiter, okay?

Dies ist der zweite Teil des Beitrags zur Kür unseres Ein-Kasten-Augustiner-Preises für den Song des Jahres 2018.

Worum es geht und wie wir bis hierher kamen, das lest ihr bitte HIER in Teil 1.

Zehn der zwanzig Kandidaten sind ausgeschieden, weiter geht’s! Crate Expectations – Pt. 3 weiterlesen

Crate Expectations – Pt. 2

Okay, okay. Dieser Blog mag praktisch keine Leser und eine ähnliche Relevanz haben. Das aber hindert uns nicht daran, einen Preis zu vergeben. Oder sagen wir’s so: Es hindert uns nicht daran, einen Preis zu küren. Ihn dann auch zu übergeben, das ist ja noch mal wieder die nächste Sache. 

Aber darum soll es ein andermal gehen. Zuerst: Letzten Samstag war es erst mal wieder so weit! Wir haben einen Sieger gefunden! Wir haben unseren Song des Jahres ernannt – und die Musiker, die ihn geschaffen haben, sollen von uns einen Kasten Augustiner kriegen. Jawohl, es geht um den Ein-Kasten-Augustiner-Preis 2018 – und in diesem ersten von zwei Beiträgen berichte ich über Teil 1 unseres Entscheidungsprozesses.

Was das bedeutet? Aaalso… das Spielchen geht so:

Crate Expectations – Pt. 2 weiterlesen