Schlagwort-Archive: Divine Fits

Vinterview: Superchunk

Es ist mal wieder Zeit für ein Vinterview. Vor eineinhalb Wochen erschien das dreizehnte Album von Superchunk (Mein Text dazu siehe etwas weiter unten). Superchunk sind nicht nur seit 1989 Helden des US-Punk-Pop, sie sind auch Labelgründer und die Köpfe von Merge Records, einer echten Größe unter den US-Indies. 

Als vor vier Jahren Superchunks letztes Album „I Hate Music“ erschien, da hatte ich ihren Sänger Mac McCaughan am Telefon. Für mich eine große Sache. Mein alter Blog, auf dem das Gespräch erschien, ist vor einiger Zeit vom Netz gegangen. Die neue Scheibe nehme ich als Anlass, um den Text von 2013 erneut zu teilen. 

Vinterview: Superchunk weiterlesen

Review: Operators

operators Blue WaveOperators – Blue Wave

In diese Platte habe ich riesige Hoffnungen gesetzt. Denn wo „Dan Boeckner“ drauf steht, da ist immer was Gutes, manchmal was Umwerfendes drin.

Wir lernten den Kanadier mit der schneidenden Stimme, dem immer ein Stück Scheitel ins Gesicht hängt, als Co-Frontmann von den arty Indierockern Wolf Parade kennen. Gleichzeitig hatte er auch das Duo Handsome Furs am Laufen, hier machte er mit seiner damaligen Ehefrau Alexei Perry kantigen Synthpop mit politischem Subtext und sexy Bildsprache. Genau als Wolf Parade eine Pause einlegten (dieses Jahr ist wieder was geplant), trennte sich auch das Ehepaar und damit die Handsome Furs, aber Dan stand nur sehr kurz ohne eigene Band dar. Sein Kumpel Britt Daniel von Spoon gründete gerade seine Zweitband Divine Fits und lud ihn ein, mitzumachen.

Alle drei Bands hatten ihre genialen Momente: In Wolf Parade gab Boeckner sowas wie das poppige Gegengewicht zum etwas überkomplizierten Spencer Krug (wenn ihr dessen ziemlich unanhörbares Solowerk kennt, wisst ihr, was ich meine), Handsome Furs hatten so einige brilliante Stücke, zu denen man gleichzeitig tanzen, diskutieren und, ähem, mit einer netten Bekannten über die Matratze robben wollte. Das Gesamtwerk der Divine Fits (ein Album, zwei Singles) wiederum war von der ersten bis zur letzten Note fantastisch. Intelligenter Indierock, mitreissend und edgy.

Review: Operators weiterlesen

How Longlist Have You Known? Pt2

DMAs
Kürzlich habe ich mich hier im Blog über die aktuelle „Longlist“ der BBC ausgelassen, in der die ehrwürdige UK-Sender-Institution ihre Newcomer fürs Jahr 2015 sammelt. Dieses Jahr fand ich nur drei der 15 Acts gut, einen okay, elf daneben.

In dem Zusammenhang versprach ich, meine eigene Longlist zusammen zu stellen. Die kommt nun hier, aber ich ändere die Regeln ein bisschen. Diese folgenden Bands/Künstler sind keine Acts, bei denen ich unbedingt an einen kommerziellen Durchbruch glaube. Vielmehr sind es die Bands, von denen ich mir 2015 ein prima Debütalbum erhoffe. Einen Longplayer, der meinem Geschmack taugen wird – aber ob auch Erfolg über meine Küche hinaus folgen wird, wage ich in einigen Fällen sehr zu bezweifeln.

Ach ja: Ich erwähnte, dass die BBC-Poll fast nur Solisten beinhaltete und kaum Bands. Ich dagegen habe NUR Bands in meiner Liste. Was entweder zeigt, was für einen konservativen Geschmack ich habe, oder aussagt: „Es geht doch, Bands!“

Wer meinen Blog (oder seinen unerwartet vom Netz gegangenen Vorgänger) verfolgt, wird die meisten der folgenden Namen hier kennen, vielleicht sogar schon als Stammgast. Egal – fangen wir endlich an, nach dem Break.
How Longlist Have You Known? Pt2 weiterlesen