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Interview: Jake Bugg

Es gibt Musiker, die sind echte Labertaschen. Die muss man nur anstupsen und sie erzählen und erzählen, kommen vom Hundersten ins Tausendste. Aber es gibt auch Musiker, die bleiben verschlossen. Jake Bugg gehört eher in die zweite Kategorie. Nicht, dass er überhaupt nichts sagt im Interview – aber er hält sich halt doch immer ein bisschen bedeckt. Trotzdem: Als Interviews für sein heute (01.09.) erscheinendes viertes Album „Hearts That Strain“ anstanden, habe ich mich natürlich um eins bemüht. Die Platte ist nämlich wirklich gelungen. Alles Weitere dazu in unserem Gespräch:

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Decisions, Decisions

Was läuft da mit der Blossoms-Tour? Das Münchner Konzert am 13.02. wurde vom Technikum ins Strom verlegt – gleichzeitig spielt Declan McKenna, der den Blossoms-Support geben sollte, nun seine eigene Headliner-Show im Technikum. Hmmm.

Okay, offenbar stößt der junge Declan in Deutschland auf ein größeres Echo als die Blossoms (die immerhin letztes Jahr auf die #1 in UK stürmten und dort das erfolgreichste Debütalbum des Jahres hinlegten). Man muss wohl einsehen, wenn die Managements sagen: Sorry, es ist nicht mehr angemessen, wenn er die Vorband gibt.

Ich bleibe trotzdem fest auf der Seite der Blossoms. Okay, für sein junges Alter ist Declan echt ordentlich weit, aber vom Songwriting her stehen Blossoms für meinen Geschmack doch noch ein gutes Stück drüber. Naja, ist meine Meinung. Quasi als Beleg gibt’s ein neues Video aus ihrem Album zu „Honey Sweet“.

Zum Vergleich noch mal Declan McKenna. Auch nicht schlecht. Was ich mag: Er versucht, was auszusagen. Ach, entscheidet euch selbst wo ihr hin geht – Hauptsache, in München bleibt am 13.02. keiner zu Hause. Ein gemeinsames Konzert wäre halt schon das Beste gewesen.

UPDATE 08.02.: Offenbar bleiben die Konzerte zusammen – auch Declan soll jetzt im Strom spielen. Vielleicht nur ein Missverständnis?

Long Listance Call Pt 2

bad-sounds-headerGestern habe ich meinen Senf zur jährlichen „BBC Longlist 2017“ gegeben (siehe unten).

Glaubt man den UK-Kollegen, sieht die Zukunft des Indiepop weiterhin düster aus. Nur drei Acts aus dem Genre wurden in die Longlist aufgenommen, einer davon ist richtig mies (The Amazons), einer davon zu sperrig für die breite Masse (Cabbage) und der dritte (Declan McKenna) zwar sicher gut vermarktbar, aber noch nicht ganz ausgereift.
Ich glaube trotzdem dran, dass sich weiter spannende Indiebands gründen. Musiker, die was zu sagen haben, was Neues entwickeln, Stil und Persönlichkeit zeigen – oder die den Sound wenigstens gekonnt auf den Punkt bringen.

Also los geht’s – Es folgen meine 15 Tipps für 2017. Nicht, dass ich glaube, dass diese Namen die Welt erobern werden. Aber ich traue ihnen zu, nächstes Jahr ein starkes Debütalbum abzuliefern, und das ist schon mal was.

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Long Listance Call – Pt 1

Es gibt nicht viele Traditionen auf diesem meinem kleinen Blog. Eine aber ist: Einmal im Jahr lege ich mich mit der BBC an. Dann nämlich, wenn die britische Rundfunkanstalt zum Jahreswechsel her geht und ihre „Longlist“ mit ihren 15 musikalischen Tipps für die kommende Saison bekannt gibt.

Wenn die BBC vorgelegt hat, reagiere ich erst mal auf ihre Vorschläge (siehe 2014/15 und 2015/16) und liefere ein paar Tage später meinen Gegenentwurf mit 15 Indie-Acts (hier 2014/15 bzw. 2015/16)
Also gar kein weiteres Geplänkel. Gestern hat die BBC ihre 15 Namen genannt. Hier erst mal ihr Kurzclip, auf der nächsten Seite geht’s dann weiter:

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