Schlagwort-Archive: Death Cab For Cutie

Interview: Moaning

Auch wenn ich mich wiederhole: Alleine das kleine Sub Pop-Logo auf einer CD ist immer ein Grund, hinzuhören. Wen hat das langlebige Grunge-Kultlabel da jetzt wieder gesignt? Moaning, ein junges Trio aus LA, das einen zwischen Post-Punk und Grungepop seine Klangheimat gefunden hat. Gestern erschien ihr Debütalbum. Moaning-Sänger Sean Solomon hat mir ein email-Interview beantwortet.

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Review: The Front Bottoms

The Front Bottoms – „Going Grey“

Indie, das Wort wieder. Es bedeutet alles und nichts. Es bezeichnet für jeden etwas anderes. Man kann Indie in verschiedenste Schubladen aufteilen. Ich habe das Ganze für mich mal in zwei Kategorien gesplittet, die ein Münchner versteht. Erstens: Atomic-Indie. Zweitens Backstage-Indie.

Zum Atomic-Indie gehört das affige Posen, aber halt auch die Coolness. Pulp, The Strokes, Blur, das wären typische Atomic Indie-Bands. Blink 182, Chili Peppers, Bloodhound Gang dagegen – das wäre Backstage-Indie. Sonnenbrille im Club tragen? Atomic Indie. Als Weisser Dreadlocks haben? Backstage Indie. Nicht schwer.

Also, nicht falsch verstehen. Ich habe im Backstage tolle Konzerte gesehen. Ich finde es super, dass es das gibt. Aber meine Welt war und wird für immer der Atomic Indie sein. Muss ja so sein.

Am Atomic-DJ-Pult konnte das zu Komplikationen führen, wenn sich ein Backstage-Mensch ins Stüberl verirrte. Solche Leute erklären mir dann irritiert, da liefe ja gar kein Indie und ob ich etwa kein Green Day und Kraftklub auflegen wollte. Wollte ich nicht. Bei mir gab’s Kasabian, Timo Räisänen und Delays.

Das US-Label Fueled By Ramen ist natürlich sowas von Backstage-Indie. Paramore, Twenty One Pilots, Panic! At The Disco, die Fall Out Boy Connection. Aber dann mitten auf Fueled By Ramen: Eine Band, die meine Atomic-Indie Sensibilitäten anspricht, aber auf dem Backstage-Label trotzdem nicht fehl am Platze ist. The Front Bottoms. Review: The Front Bottoms weiterlesen

How D’you Pyke that?

Eine Art Musiknews: Natalie Imbruglia hat ein Album mit Cover-Versionen angekündigt. Das würde mich ja normal nicht interessieren, aber unter den Songs, die sie pickte, stechen ein paar Titel ins Auge. „I Will Follow You Into The Dark“ von Death Cab, „Friday I’m In Love“ von The Cure zum Beispiel – oder „The Summer“ von ihrem Landsmann Josh Pyke. Der wiederum gehört zu meinen Lieblings-Singer/Songwritern und ich freue mich über die Extra-Aufmerksamkeit, die er jetzt vielleicht kriegt. Ich benutze diese News also als Ausrede, um das Original von „The Summer“ zu posten – erstens das offizielle Video, zweitens als Akustik-Performance. Ursprünglich erschien der Song auf Josh Pykes 2008’er Album „Chimney’s Afire“


p.s. ich habe Imbruglias Version gehört und sie piepst wie ein Mäuschen. Da bleiben wir lieber beim Original.

p.p.s. und sieh an – Josh Pyke hat ebenfalls sein neues Album angekündigt, Hurra! Am 31.07. erscheint „But For All These Shrinking Hearts“!

Review: The Helio Sequence

heliosequence-theheliosequence-1425px300The Helio Sequence – „The Helio Sequence“

Langsam dürfen The Helio Sequence sich ungerecht behandelt fühlen. Gitarrist/Sänger Brandon Summers und Drummer Benjamin Weikel bewegen sich in Portland in einem Umfeld von Bands, die alle auf von Album zu Album ein Stück bekannter wurden. Aber während Modest Mouse (für die Weikel zeitweise trommelte), Death Cab For Cutie, The Decemberists und Spoon irgendwann eine kritische Schwelle überschreiten, ein Massenpublikum erreichen und in die US-Top-Ten stürmen konnten, scheint dieser Knackpunkt für The Helio Sequence immer noch außer Reichweite. Ich fürchte, auch ihr sechstes Album wird an der Situation wenig ändern. Ich lege euch die Platte trotzdem hiermit ans Herz.

„Battle Lines“, der Opener von „The Helio Sequence“ beginnt mit einem Marsch-ähnlichen Midtempo-Drumbeat, wie ihn auch Modest Mouse gerne einsetzen. Ein dezentes, spielerisches Gitarrenmotiv von Summers setzt ein – der Mann kann hörbar was an der Gitarre, aber er macht kein flashiges Brimborium draus. Das ist sehr souverän. Auch im Gesang bleibt er zurückhaltend, beinahe stoisch. So murmelt/flüstert er die Strophen und den Refrain, es sind gute Melodien, aber gebremst rüber gebracht, angenehm ohne Pathos.

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