Schlagwort-Archive: Dan Boeckner

Ein Parade-Beispiel

Schon Wahnsinn, was Computer-Animation heute alles kann. Achtung fei, dass euch beim neuen Wolf Parade-Video nicht die Augäpfel platzen! Die Choreographie ist… orgasmisch. Das geht nicht mit rechten Dingen zu.

Wolf Parade are back, das ist ja bekannt spätestens seit ihrer letztjährigen EP. Die Band ums Frontduo Dan Boeckner / Spencer Krug veröffentlicht am 6.10. ihr erstes Album seit 7 Jahren, es wird „Cry Cry Cry“ heißen und ganz schön gut werden.

 

Operators interrupted

Dan Boeckner ist zur Zeit wieder im Gespräch, weil die Reunion-Konzerte von Wolf Parade in New York begonnen haben (nachdem die Band zuvor eine geheime Warmup Show auf Vancouver Island gab). Nun hat Wolf Parade auch erstes neues Material „EP4“ veröffentlicht.

Was bedeutet das für Dan Boeckners andere aktuelle Band, die Operators? Ich spekuliere mal, die wird es weiterhin geben, schließlich leistete Dan sich mit Handsome Furs auch zum Höhepunkt der Wolf Parade-Ära eine zweite Band leistete. Dennoch werden sie wohl erst mal auf Eis liegen.

Das US-Radio WFUV hat kürzlich nachträglich zwei Live-Aufnahmen der Operators  online gestellt. (Meine Rezi zum Album „Blue Wave“, von dem die Titel stammen, HIER)

Review: Operators

operators Blue WaveOperators – Blue Wave

In diese Platte habe ich riesige Hoffnungen gesetzt. Denn wo „Dan Boeckner“ drauf steht, da ist immer was Gutes, manchmal was Umwerfendes drin.

Wir lernten den Kanadier mit der schneidenden Stimme, dem immer ein Stück Scheitel ins Gesicht hängt, als Co-Frontmann von den arty Indierockern Wolf Parade kennen. Gleichzeitig hatte er auch das Duo Handsome Furs am Laufen, hier machte er mit seiner damaligen Ehefrau Alexei Perry kantigen Synthpop mit politischem Subtext und sexy Bildsprache. Genau als Wolf Parade eine Pause einlegten (dieses Jahr ist wieder was geplant), trennte sich auch das Ehepaar und damit die Handsome Furs, aber Dan stand nur sehr kurz ohne eigene Band dar. Sein Kumpel Britt Daniel von Spoon gründete gerade seine Zweitband Divine Fits und lud ihn ein, mitzumachen.

Alle drei Bands hatten ihre genialen Momente: In Wolf Parade gab Boeckner sowas wie das poppige Gegengewicht zum etwas überkomplizierten Spencer Krug (wenn ihr dessen ziemlich unanhörbares Solowerk kennt, wisst ihr, was ich meine), Handsome Furs hatten so einige brilliante Stücke, zu denen man gleichzeitig tanzen, diskutieren und, ähem, mit einer netten Bekannten über die Matratze robben wollte. Das Gesamtwerk der Divine Fits (ein Album, zwei Singles) wiederum war von der ersten bis zur letzten Note fantastisch. Intelligenter Indierock, mitreissend und edgy.

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Earth Is The Longlist Planet, Pt 2

Header AmasonIch habe eine kleine Artikelserie versprochen. Es geht ums Thema: Wer sind die Newcomer-Tipps für 2016? Dabei werde ich die „Longlist“ der BBC kommentieren und meine eigenen Favoriten vorlegen – aber ich checke auch nach, wie korrekt wir (also die BBC und ich) mit unseren Prognosen vom letzten Jahr gelegen haben.

Nachdem ich neulich die letztjährigen Tipps der BBC beurteilt habe, folgt als Teil 2 der kleinen Serie nun die Nachbetrachtung meiner 15 Newcomer Tipps für 2015.

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How Longlist Have You Known? Pt2

DMAs
Kürzlich habe ich mich hier im Blog über die aktuelle „Longlist“ der BBC ausgelassen, in der die ehrwürdige UK-Sender-Institution ihre Newcomer fürs Jahr 2015 sammelt. Dieses Jahr fand ich nur drei der 15 Acts gut, einen okay, elf daneben.

In dem Zusammenhang versprach ich, meine eigene Longlist zusammen zu stellen. Die kommt nun hier, aber ich ändere die Regeln ein bisschen. Diese folgenden Bands/Künstler sind keine Acts, bei denen ich unbedingt an einen kommerziellen Durchbruch glaube. Vielmehr sind es die Bands, von denen ich mir 2015 ein prima Debütalbum erhoffe. Einen Longplayer, der meinem Geschmack taugen wird – aber ob auch Erfolg über meine Küche hinaus folgen wird, wage ich in einigen Fällen sehr zu bezweifeln.

Ach ja: Ich erwähnte, dass die BBC-Poll fast nur Solisten beinhaltete und kaum Bands. Ich dagegen habe NUR Bands in meiner Liste. Was entweder zeigt, was für einen konservativen Geschmack ich habe, oder aussagt: „Es geht doch, Bands!“

Wer meinen Blog (oder seinen unerwartet vom Netz gegangenen Vorgänger) verfolgt, wird die meisten der folgenden Namen hier kennen, vielleicht sogar schon als Stammgast. Egal – fangen wir endlich an, nach dem Break.
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