Schlagwort-Archive: Cut Worms

Kleine Kollektion 2020/28

Tja, so ist das jetzt. Ich kümmere mich in diesen Tagen wenig um den Blog und poste nur noch unregelmäßig Update der Videos, die mir in den letzten Tagen aufgefallen sind. Wird das so blieben oder werde ich eines Tages wieder den Blogflash kriegen? Naja wir werden sehen.

Aber fangen wir mal an. Alt.Country-Rock-Ex-Teenage-Wondergirl Lydia Loveless hat ihr neues Album „Daughter“ inzwischen veröffentlicht. Schon aufs erste Hören mag ich’s fast so sehr wie „Somewhere Else“ von 2014. („Real“ von 2016 war da ein bisschen schwächer.) Hier der Album-Opener.

Aufs zweite Album von Cut Worms müssen wir noch bis Freitag warten. Aber es gibt ein neues Vorab-Video des Sixties-Style-Somgwriters namens „Veteran’s Day“

Auch Nothing melden sich zurück. Ich bin immer erleichtert, wenn etwas Neues von den nihilistischen US-Shoegazern erscheint, weil das bedeutet, dass es ihrem Sänger Domenic Palermo noch entsprechend okay geht. Hintergrund: Domenic wurde vor ein paar Jahren nach einem Konzert bei einem Überfall brutal zusammengeschlagen. Er erlitt dabei ein Hirntrauma, das die Symptome zeigt, die man sonst von Football-Spielern kennt. Na ich bin kein Mediziner, genauer kann ich da gar nicht werden. Nur halt, langfristig kann sich das verschlechtern. Menschen sterben daran, oft durch Suizid. Wir wünschen Domenic weiter alles Gute. Die neue Nothing-Single trägt den Titel eines Hoffnungsträgers: Bernie Sanders.

Auch gibt’s ne neue Single vom Neuseeländer Harper Finn. Harper entstammt der großen NZL-Musikerfamilie Finn. Tim Finn (Split Enz, zwischenzeitlich Crowded House, The Finn Brothers) ist sein Vater, Neil Finn (Crowded House, Split Enz, Fleetwood Mac und und und) folglich sein Onkel, Liam Finn damit sein Cousin usw.

Na anyway. Harper hat schon einige ganz erstaunliche Songs geschrieben, so wie ich’s mag: Ohrwürmer, die nicht dem Schema F folgen, sondern unerwartete Turns nehmen. Das passiert hier auch: Der Rhythmus, der ca bei 0:55 hier in den Song kommt, ist nicht der, mit dem man rechnete. Man denkt erst: Da kommt jetzt so ein Neo-Soul-Beat. Man denkt das nicht zuletzt, weil die Präsentation von Harper als Schönling-Popstar in diesem Clip echt tacky ist.

Auch nach mehrmaligem Hören weiss ich immer noch nicht, ob ich das gut finde oder nicht. Ich finde: Der Song im Kern hat definitiv was. Als Lied im Crowded House Stil aufgenommen (das ist jetzt nun mal meine Assoziation jetzt, ums zu vergleichen) würde mir das wohl prima gefallen. Diese Version dagegen wirkt mir ein bisschen krampfhaft verpoppt. So ist’s nichts Halbes und nichts Ganzes, Naja, das ist mein Meinung, vielleicht findet ihr’s ja umso besser.

Dann sind da noch The Snuts. Die Schotten sind vielleicht nicht die originellste Combo, sie typisch energiereiche Britpop/Kooks-mäßige Songs. Die aber machen sie ohne Handbremse und ohne Prätention, deswegen machen sie mir schon Spaß. Gleich zwei neue Videos haben sie in diesen Tagen geteilt: Einen Song zum kommenden FIFA-Game und eine neue Single.

Ach, wo wir schon dabei sind, wie wär’s mit einem Live-Akustik-Clip von Boy & Bear?

Und: die DMA’s haben einen Kylie-Song gecovert! Der darf auch nicht fehlen in der Liste.

Worms don’t come easy to me

Neulich hat mein itunes-Shuffle mal wieder einen Track von Cut Worms in die Playlist gespült und ich fragte mich: „Was ist eigentlich aus dem Kollegen geworden? Sein erstes Album war doch eine echte Entdeckung, ein charmanter Mix aus Lo-Fi und klassischem 60s-Pop!“ Dieses Albumdebüt ist jetzt zwei Jahre alt – Zeit ist’s also, dass da was Neues kommt!“

Und sieh an: Heute teilt der gute Mann (Cut Worms ist das Soloprojekt des Wahl-New Yorkers Max Clarke) tatsächlich eine neue Single. Die setzt in etwa da an, wo Cut Worms vor zwei Jahren aufgehört hat. Will sagen: 60s-Melodien, Lo-Fi-Aufnahme. Nice.

How Longlist Can You Go – Part 2

Jetzt aber. Ich bin so weit. Die BBC hat vorgelegt und zehn Stars fürs Jahr 2019 prognostiziert. Ich lege nun nach und nenne hier meine zehn eigenen Indie-Hoffnungen fürs neue Jahr.

Die Kriterien sind wir jedes Jahr: Um in Frage zu kommen, darf die Band/der/die Künstler(in) noch kein Debütalbum veröffentlicht haben. Ich sage auch nicht: „Die werden reich und berühmt“ – ich sage: „Ich verspreche mir hier ein hoffentlich tolles, mindestens spannendes erstes Album“.

Okay: Auf „Weiterlesen“ klicken und es kann losgehen:

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Interview: Cut Worms

Tja. Es gibt Interviews, da kann man seinen Gesprächspartner kaum bremsen, Aber es gibt auch Interviews, da kriegt man nichts wirklich Spannendes raus gekitzelt aus seinem Gegenüber.
Der Amerikaner Max Clarke hat unter dem Namen Cut Worms ein wunderbares 60s-Songwriting-Debütalbum namens „Hollow Ground“ hingelegt. Ich liebe die Platte! Aber ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass wir neulich nicht zwischendurch auch ein bisschen aneinander vorbei geredet hätten. Trotzdem, prima Musik. Ich hoffe, ein bisschen was erfahren wir trotzdem in dem folgenden Interview. Ich telefonierte mit Max am Nachmittag vor seinem ersten Deutschlandkonzert in Berlin.

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Baby Get Worms

Ein Mythos, der mir noch erzählt wurde, als ich Kind war: Wenn man einen Regenwurm in der Mitte durchschneidet, leben angeblich beide Enden weiter. Stimmt natürlich nicht.

Tja, daran muss ich wieder denken, wenn ich den Namen Cut Worms  sehe. Hinter diesem Pseudonym verbirgt sich der US-Songwriter Max Clarke, der mit Foxygen als Begleitband ein feines Retro-Sixtiespop-Album aufgenommen hat. „Hollow Ground“ erscheint am 4. Mai, vorab gibt’s ein neues Video: „Cash For Gold“.

 

The Worms Taste In Music

Ich sagte hier Ende letzten Jahres schon mal: Cut Worms ist einer der Namen, auf die man 2018 achten sollte. Der US-Songwriter Max Clarke zaubert ganz wunderbar klassische Gitarren-Songs, die im Beatles/Everly Brothers-Stil ins Ohr gehen. Letztes Jahr machte der Gute eine feine Homerecording-EP namens „Alien Sunset“, noch ganz lo-fi. Für den 04. Mai hat Clarke nun sein Debütalbum „Hollow Ground“ angekündigt, diesmal mit Band (Foxygen spielen mit!), mit Producern und allem, was dazu gehört. Die neue Single „Don’t Want To Say Good-Bye“ bietet den direkten Vergleich. Denn der Song befindet sich, noch in der Lo-Fi-Ursprungs-Version, auch schon auf der EP.  Von ihrem Charme verliert die Nummer auch in der neuen Aufnahme nichts.

Take The Longlist and walk it Pt 2

Stichwort: Longlist.
Schon ein kleines Ritual hier: Ein mal im Jahr pickt die BBC ihre Favoriten fürs neue Popjahr und sagt: „Die werden berühmt! Das ist ‚The Sound of 2018!‘
Ich höre mir den Kram dann an und gebe auf dem Blog meinen Senf dazu ab.

Der nächste Schritt folgt jetzt: Ich kontere ich mit meiner eigenen Longlist. Das sind dann aber immer Acts aus meinem Indie-Geschmacksbereich. Ich prognostiziere auch nicht den großen Durchbruch. Ich sage nur: „Ich traue denen nächstes Jahr ein ordentliches Debütalbum zu.“

Aber ganz ehrlich: Dieses Jahr war’s schwerer als je zuvor, diese Liste zusammen zu kriegen.
Dafür gibt’s bestimmt mehrere Gründe und ich habe auch eine halbe Abhandlung darüber begonnen. Ich hab’ sie aber wieder gelöscht. Wer will denn schon so Krisengerede lesen?
Zumal ich ja eh ewiger Optimist bin und glaube, dass sich das wieder einrenkt. Und ausrenkt. Und wieder einrenkt. Weil das alles zyklisch kommt und geht.

Anyway. 16 Bands und Solist(inn)en, denen ich 2018 was zutraue, findet ihr nach dem Break. Besser als die Grütze von der BBC sind sie allemal.

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