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Heart Of Glast

Deutschlands große Festivals des Wochenendes wurden von Unwettern betroffen – keine solchen Probleme gibt’s diesbezüglich von UK-Megaevent Glastonbury zu hören.

Wie jedes Jahr zeigt uns die BBC ein paar Performances ihrer „Introducing“ Stage. Zum Beispiel, sehr schön:  The Vryll Society, von diesem Blog zur Hoffnung des Jahres erklärt, beim aktiven Reinkarnieren der frühen Verve:

Ich habe in alle Clips dieser Introducing Stage reingeschaut und mich vielfach mit Grauen abwenden müssen. Wie ideenlos Britanniens Newcomer heute oft sind – das ist so beschämend, dass einem der Brexit gleich weniger weh tut. Ganz drollig aber finde ich diese Kids, von denen ich hier zum ersten Mal höre: Bad Sounds (Nein, nicht die letzten Alben von Maja Ivarsson & Co). Die behalten wir im Auge.

Eigentlich zu bekannt für die Introducing Stage: Catfish & The Bottlemen.

… und hey, nix da Introducing, aber ein Glasto-Klassiker: Travis

Review: Catfish & The Bottlemen

The RideCatfish & The Bottlemen – „The Ride“

So ist das dann. Da bereitet man sich vor, endlich mal wieder einen satten Verriß zu schreiben. Obwohl ich das hier eigentlich selten mache. Nicht weil ich alles toll finden will, aber ich komme ja nicht mal dazu, all die Platten abzuhandeln, die ich super finde! Ich meine, das PJ Harvey Album ist zum Beispiel umwerfend, aber ich kam bisher einfach nicht dazu, es hier gebührend zu behandeln. Warum soll ich da Alben, die ich mies finde, vorher meine Zeit schenken?

Aber Catfish & The Bottlemen sind eine Band, die mich nervte. Ihr erstes Album hat mich vor zwei Jahren so extrem gelangweilt, dass ich beim ersten Hören schnell desinteressiert zu skippen begann und den Silberling bald auswarf, um ihn fortan zu ignorieren. Umso erstaunter war ich dann, als ich las, dass diese Sammlung banaler Songs ohne bemerkenswerte Features und Inhalte in England eine Viertelmillion mal über die Ladentische gegangen war und das Quartett auch in den USA alle Tourneen ausverkaufte. Sie sind eine richtig fett große Indieband geworden, Catfish & The Bottlemen. Aber offenbar mit genau dem Indie, den ich verabscheue: Musik, der jegliche Dornen, Kanten und Reibeflächen fehlen, die einfach nur dem Klischee-Indie-Schema folgt. Diese Heinis mussten eingekürzt werden! „So nicht!“ wollte ich zur zweiten Platte sagen und sie als willkommenen Anlass nehmen, noch mal die Werte zu pushen, die Indie meiner Meinung nach haben soll: Persönlichkeit, Originalität, Struppigkeit. Ich wollte erklären, dass ein 08/15-Indiegitarrenalbum eigentlich genau das Gegenteil dessen ist, was Indie sein sollte.

Aber jetzt höre ich die Platte durch… und finde sie völlig okay. Teilweise sogar voll gut. Nanu? Review: Catfish & The Bottlemen weiterlesen