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How Spoon is Now

Zu viel Spoon posten geht gar nicht. Jedes Mal wieder, wenn ich Britt Daniel & Co sehe, bin ich total geflasht, wie umwerfend gut die sind, jedes Mal wieder. Heute hat der US-Sender KEXP aus Seattle (den man überhaupt für seine immer wieder tollen Live-Sessions nicht genug loben kann) ein Studiokonzert mit den Meistern geteilt. Und einmal mehr kann nur der Kiefer runter gehen angesichts dieser unfassbaren Unfassbarkeit.
Zu hören: Fünf Songs vom aktuellen Album „Hot Thoughts“. Ich picke als erstes „Pink Up“, weil’s dazu bisher kein offizielles Video gab und die Nummer mich sowohl an The Notwist und dEUS erinnert.

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New Spoon Rising

Spoon-Videos sind wie Busse. Wie, nach acht muss man vorne einsteigen und wenn man rückwärts sitzt, wird einem schnell schlecht?

Nein. Spoon-Videos sind wie Busse, weil? Genau. Erst kommt ewig keiner/keins und dann gleich zwei kurz hintereinander. Vor 19 Tagen erst haben Spoon den Clip zu „I Ain’t The One“ geteilt, jetzt gibt’s ein Video zu „Do I Have To Talk You Into It“ – was in Anbetracht der Tatsache, dass das Album „Hot Thoughts“ schon Mitte März erschien, schon ein sonderbares Timing  darstellt, aber mir soll’s egal sein. „Hot Thoughts“ bleibt mein Album des Jahres 2017 und je mehr Videos dazu gedreht werden, desto besser!

 

Spoontaneous Combustion

Sowas nennt man wohl einen „timely reminder“. Spoon merken mal wieder auf, um uns zu erinnern: Um Himmels Willen, was für ein umwerfendes Album ist „Hot Thoughts“ eigentlich!! Jetzt mal im Ernst – kann man bessere Musik machen als Spoon? (Das fragt er, einen Tag, nachdem die neue DMA’s Single erschien… Ach, es ist kein Wettbewerb. Sie gewinnen ihn beide. )

I’m rambling. Anyway. „I Ain’t The One“ – einer der zahlreichen umwerfenden Songs aus dem besten Album des Jahres 2017. Jetzt mit offiziellem Video. HIER noch mal mein Text zum Album.

Ich wollt‘ ich wär ein Spoon

Ich verstehe ja Marketingpläne nicht. Keine Frage, das neue Spoon-Album „Hot Thoughts“ ist umwerfend gut – meine Platte des Jahres bisher. Den Titelsong hat die Band Mitte Januar dem Album vorausgeschickt, das Album selbst ist seit Mitte März draußen. Jetzt ein Video zu dem Lied nachzulegen, scheint ein sonderbarer Move zu sein. Wäre jetzt nicht ein Zeitpunkt, an dem man den Fokus auf einen anderen Albumtrack legt? „First Caress“ zum Beispiel? Ach, mir soll’s egal sein. Es schadet schließlich auch niemand, wenn ein Performance-Clip zu „Hot Thoughts“ existiert. Also ab dafür.

Review: Spoon

Spoon – „Hot Thoughts“

Die konstanteste Spitzenqualitäts-Band dieses Jahrtausends denkt nicht daran, ihren Level zu senken. Beim neunten Album sind sie angekommen, einmal mehr schrauben und justieren sie an ihrem Sound, der längst ihr unverkennbar eigener ist. Spoon, how do I love thee? Let me count the ways…

Verfolgt ihr Spoon? Habt ihr mitgekriegt, was die machen? Wie die das machen?

Spoon waren immer Meister der Reduktion. Kein Gramm Fett, habe ich immer gesagt. Nur Haut und Knochen und Sehnen. Keine Klangmalerei – Klangtuschezeichnung! Aber mit jedem Instrument in seiner andere Farbe. Linien, Formen, rund, kantig, winklig, spiralig, Flecken, Spritzer, Dynamik.

Spoons Songs sind immer ganz distinktiv instrumentiert. Will sagen: bei anderen Bands verschwimmen die Klänge manchmal ineinander. Was ja okay ist und oft beabsichtigt, siehe Shoegazer. Aber Spoon arbeiten halt anders. Jeder Ton ist klar umrissen. Wenn man den Kopfhörer aufsetzt, sitzen alle Instrumente an ihrem festen Platz. Zum Beispiel: Ein bisschen links die Gitarre. Etwas versetzt rechts das Klavier.

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…außer man Spoont es

Bands: Seid wie Spoon!

Das ist er. Das ist mein einer Ratschlag an alle Bands da draußen. Seid wie Spoon.

Bleibt unberechenbar wie Spoon. Inzwischen zwei Jahrzehnte lang. So, dass man sich auf jedes kommende Album krass freut (in diesem Falle: Hot Thoughts, VÖ 17.03.) Habt trotz aller Unberechenbarkeit euren wieder erkennbaren Charakter. Seid irgendwie arty. Aber nicht zu verkopft. Es muss schon fetzen, so wie’s bei Spoon fetzt. Oder halt groovt. Oder reibt, elektrostatische Aufladung, knister und blitzezuck! Weiss man ja vorher nicht bei Spoon. Die neue Single „Can I Sit Next To You“ groovt schleppend, und lädt sich elektrostatisch auf, und sie ist arty, und sie ist Spoon-ey, ohne früheren Spoon in die Fußstapfen zu treten. Wow. Ach ja, Bands: Habt einen Sänger wie Britt Daniel.

Review: Operators

operators Blue WaveOperators – Blue Wave

In diese Platte habe ich riesige Hoffnungen gesetzt. Denn wo „Dan Boeckner“ drauf steht, da ist immer was Gutes, manchmal was Umwerfendes drin.

Wir lernten den Kanadier mit der schneidenden Stimme, dem immer ein Stück Scheitel ins Gesicht hängt, als Co-Frontmann von den arty Indierockern Wolf Parade kennen. Gleichzeitig hatte er auch das Duo Handsome Furs am Laufen, hier machte er mit seiner damaligen Ehefrau Alexei Perry kantigen Synthpop mit politischem Subtext und sexy Bildsprache. Genau als Wolf Parade eine Pause einlegten (dieses Jahr ist wieder was geplant), trennte sich auch das Ehepaar und damit die Handsome Furs, aber Dan stand nur sehr kurz ohne eigene Band dar. Sein Kumpel Britt Daniel von Spoon gründete gerade seine Zweitband Divine Fits und lud ihn ein, mitzumachen.

Alle drei Bands hatten ihre genialen Momente: In Wolf Parade gab Boeckner sowas wie das poppige Gegengewicht zum etwas überkomplizierten Spencer Krug (wenn ihr dessen ziemlich unanhörbares Solowerk kennt, wisst ihr, was ich meine), Handsome Furs hatten so einige brilliante Stücke, zu denen man gleichzeitig tanzen, diskutieren und, ähem, mit einer netten Bekannten über die Matratze robben wollte. Das Gesamtwerk der Divine Fits (ein Album, zwei Singles) wiederum war von der ersten bis zur letzten Note fantastisch. Intelligenter Indierock, mitreissend und edgy.

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