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DZ, DZ, DZ in my head

Ich bin Indiepop-Kid, kein Rocker. Deswegen sind mir Brisbanes DZ Deathrays oft halt doch meistens einen Tick zu heavy. Ich meine, vollen Respekt für die Band – sie sind ja nicht von ungefähr auf meinem Aussie-Lieblingslabel I OH YOU und damit Kollegen von DMA’s, City Calm Down, Green Buzzard oder Brightness, Ich weiss, die sind gut, in dem, was sie machen. Aber Poppiges liegt mir nun mal näher am Herzen. Ist so.

Ab und zu hauen Shane Parsons (Gitarre, Gesang) und Simon Ridley (Drums) dann aber doch einen raus, dass ich sage: YAY!
Die aktuelle Single „Like People“ ist ein solcher Moment. Das ist genau der angeschrägte Pixies / Royal Blood-Rumpelradaurock, der auch mir einen Adrenalinschub gibt. „Like People“ stammt von „Bloody Lovely“, dem dritten Album der DZ Deathrays, das am Freitag erschien.

Review: Brightness

Brightness – „Teething“

Die englische Sprache, das muss man sagen, hat ja schon ein paar prima Ausdrücke. „Teething“ kann man 1:1 gar nicht ins Deutsche übersetzen. Klar, auch wir haben „Zahnen“ als Beschreibung für den Zeitraum, in dem ein Kleinkind seine ersten Beißerchen kriegt. Aber wir benutzen’s nicht wie die Briten im übertragenen Sinne, oder doch?

Wenn jemand seine ersten Schritte macht, sagen wir, ähem, „Jemand macht die ersten Schritte.“ Zahnen aber ist ein unangenehmer, durchaus schmerzhafter Prozess, und dieser Beigeschmack fällt bei bloßen „ersten Schritten“ weg. Zahnen bedeutet eine frühe Übergangsphase, durch die man leider durch muss, aus der man aber gestärkt hervorgeht. „Teething problems“ sind entsprechend im Englischen ein feststehender Ausdruck für die nötigen Anlaufschwierigkeiten, die manchen Dingen nun mal innewohnen.

Wenn uns also ein Singer/Songwriter seine erste EP bzw Minialbum (das Teil hat 9 Tracks, davon zwei kurze Instrumentals, insg. ca 29 Minuten Spielzeit) unter dem Namen „Teething“ präsentiert, dann sagt er uns: „Okay, ich weiss, dies sind meine ersten, vielleicht noch ungelenken Gehversuche“. Aber er sagt uns auch, dass er hierauf aufbauen will und künftige Releases vermutlich mehr Spielraum, Bandbreite und Erfahrung aufweisen werden.

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You may now kiss the Bright

Schnell voran geht’s für Alex Knight alias Brightness. Anfang Februar präsentierte I Oh You, das Trüffelschwein unter den australischen Labels, den Songwriter aus Lake Macquarie als neues Signung. Nun legt Brightness mit „Talk To Me“ bereits sein drittes Video vor und kündigt gleichzeitig für den 30.06. sein erstes Album an. „Teething“ wird das gute Stück heißen. Wir dürfen gespannt sein.

Mr. Brightness

Als im Februar die Debütsingle „Oblivion“ des Australiers Alex Knight aka Brightness erschien, da dachte ich, wir hätten es mit einem Janglepop-Typen im Stile von Day Wave zu tun. Seine zweite Single „Waltz“ zeigt aber mit LoFi-Folk eine ganz andere Seite. Die Nummer klingt wie einer dieser knisternden Momente, die man zwischen den ausgemalten Mellotron- und Noise-Songs auf einem Sparklehorse-Album findet. Intriguing.

The Future’s so Brightness

Normalerweise cut & paste ich nicht einfach, was andere Leute geschrieben haben. Aber der Australier Brightness beschreibt sich auf der seiner Seite bei triple J unearthed sehr, äh, eigenwillig:

„Brightness is the creative enterprise of Alex Knight, a window cleaner from Lake Macquarie, NSW. He owns a newly registered 2001 Commodore Lumina with a substantial dent in the driver side fender.“

Ah ja. Noch was über Brightness: Alex ist der neue Zuwachs beim Label I Oh You aus Sydney, das u.a. DMA’s, City Calm Down, Green Buzzard, Violent Soho, Jack River und mehr entdeckte, also immer wieder zielsicher die Rosinen aus Australiens Szenekuchen pickt. (Das sagt man so. Ich kenne ja niemand, der Rosinen mag. Die meisten Leute legen sie zur Seite. Trotzdem – was ich sagen will, ist: Wenn I Oh You jemand signt, dann ist die Chance groß, dass es prima ist. Eine These, die von der Debütsingle von Brightness nicht widerlegt wird.)