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Jets aber echt!

Die Mystery Jets haben aber auch echt kein Glück mit ihrer neuen Platte. Eigentlich sollte „A Billion Heartbeats“ ja Ende September schon erscheinen, doch dann musste Sänger Blaine Harrison akut ins Krankenhaus.

Also folgt der zweite Anlauf: Die Platte soll nun am 03.04. in den Läden stehen. Die Frage ist halt nur, ob Plattenläden dann überhaupt geöffnet haben.  Oh well. Naja, den Titelsong gibt’s jetzt jedenfalls als Video.

 

Review: Beyond The Wizard’s Sleeve

soft bounce wizards sleeveBeyond The Wizard’s Sleeve –
„The Soft Bounce“

„Die Leute hören keine Alben mehr durch, sie hören nur noch einzelne Tracks“ wird seit langem schon behauptet. „Ihre Aufmerksamkeitsspanne reicht nicht mehr aus, um eine dreiviertel Stunde lang die gleiche Stimme hören zu wollen.“ Da sollte man ja eigentlich denken, dass die Chemical Brothers in den 90ern schon die perfekte Lösung gefunden haben: Das Album, das sich ganz von selbst wie ein Sampler anfühlt. Weil es extrem variable Tracks vereint, instrumentale und gesungene, die wiederum mit verschiedenen Gastsängern. Seit „Exit Planet Dust“ sind die beiden Londoner DJs so verfahren, eine Menge sehr unterschiedlicher Top-Hits haben sie dabei gelandet. Ihr Modell ist seitdem aber erstaunlich selten nachgeahmt worden.

UNKLEs „Psyence Fiction“ (1998) fiele mir als eines der wenigen Beispiele ein, auch „Nonsense In The Dark“ von den Filthy Dukes (2009) – wie die Chemicals ein Londoner DJ&Remix-Duo . Nun gibt’s eine neue Platte für dieses schmale Plattenfach, und einmal mehr stammt sie von einem Londoner DJ-Team, das auch durch seine Remixe für Indiebands in den Vordergrund gereten ist. Beyond The Wizard Sleeve sind Erol Alkan (lange DER UK-Vorzeige-Indie-DJ, inzwischen Resident in der Fabric) und Richard Norris vom Elektronik-Duo The Grid. Beides keine jungen Hüpfer mehr, aber dafür große Allrounder und Kenner mit viel Insiderwissen in allen musikalischen Schubladen.

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Review: Mystery Jets

mystery Jets coverMystery Jets – „Curve Of The Earth“

Schon interessant, welche Entwicklungen Bands manchmal nehmen. Zur Erinnerung: Als die Mystery Jets vor inzwischen zehn Jahren auftauchten, da waren sie die schrägsten Vögel der Szene. Ich meine, das war die Band, die einst vom VATER des Sängers gegründet wurde! Henry Harrison lud Kinder der Umgebung ein, um so seinen Sohn Blaine zu beschäftigen, der seit Kindheit an der Wirbelsäulenkrankheit Spina Bifida leidet. Daraus entstanden die Mystery Jets, wirklich, und das auch noch in einer ehemaligen Hippie-Kommune auf der Themseinsel Eel Pie Island! Entsprechend war ihr Sound zu Beginn ihrer Karriere ein recht ausgefranster Psychedelia-Pop, der noch viel mit der Plattensammlung von Papa Harrison zu tun hatte. Der war auf dem Debütalbum „Making Dens“ (2006) sogar immer noch Bandmitglied!

Backstage nach den Konzerten immer Daddy dabei zu haben, das ging nicht gut, und so wurde Henry vor dem zweiten Album „Twenty One“ (2008) höflich in den Hintergrund befördert. „Twenty One“ war die große Pop-Platte der Mystery Jets, von diesem Album stammen ihre immer noch bekanntesten Songs „Young Love“ (mit Laura Marling) und „Two Doors Down“. Jetzt sah es so aus, als würde die Band sich auf catchy 3-Minuten-Songs spezialisieren.

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