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Interview: Mando Diao

Ich hab’ History mit Mando Diao. Wir haben „Sheepdog“ im Atomic schon aufgelegt, da war die EMI noch zwei Jahre davon entfernt, die Band überhaupt auf den deutschen Markt zu bringen. Ich traf sie um die Zeit lustigerweise in einem Zug in Schweden, seit damals steht ein loser Kontakt. Im Atomic haben die Jungs gespielt und uns danach immer wieder besucht, auch als ihre Münchner Bühnen längst viel größer waren. Ich hab’ die ins Herz geschlossen.

Aber klar, auch ich war nicht immer happy mit allen Entwicklungen. Dass Gustaf Drummer Samuel (den ich besonders gut leiden konnte) nach einem Wutanfall aus der Band geworfen hatte, fand ich immer echt daneben. Gustaf war halt echt ein schwieriger Typ – was ihn aber natürlich auch überzeugend gemacht hat. Aber als zum Schluss „Aelita“ erschien und ich mir von dem Grantler statt eines Interviews eine halbstündige Schimpftirade anhören musste, weil ich mir einen Witz über sein beknacktes Outfit (Stichwort: Weiße Tennissocken) erlaubt hatte, da hatte ich auch erst mal keinen Bock mehr auf den Kollegen.

Gustaf ist inzwischen nicht mehr in der Band. Schwierig, das Ganze. Gustaf war ja nie nur irgendein Mitglied, er war mit Björn DER Fokus der Gruppe. Mando Diao definierten sich selbst zuletzt nur über ihr Frontmänner-Duo, die anderen wurden ausgetauscht, tauchten in den Fotos nicht mehr auf, wurden auf der Tournee unter gesichtslose Gummianzüge gesteckt.

Ist Gustaf nun freiwillig ausgestiegen oder „wurde er gegangen“? Fakt ist, dass Mando beim Comeback auffällig betonen, wie sehr es um die gesamte Gruppe geht. Und wenn ihr neues Album „Good Times“ auch sicher kein „Hurricane Bar“ ist, ist es doch ein Schritt zurück in die richtige Richtung.

Also: Ich wünsche Gustaf, dass er happy wird und dass ihm alles Gute widerfährt. Aber ich glaube auch, dass Weitermachen mit ihm in dem Zustand auch nicht mehr gut gegangen wäre. Björn & Co gehen ihren Weg jetzt ohne Gustaf, that’s the way things go. Jetzt erst mal mein Interview mit Björn, CJ und Patrik. Das führten wir per Skype.

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Prize and Shine – Pt2

augustiner-collected-2016-bEin mal im Jahr küren wir hier den Ein-Kasten-Augustiner-Preis. Die Idee dahinter ist, dass eine Gruppe Freunde und ich ein Lied zum „Song des Jahres“ ernennen und dann dem Sieger einen Kasten Augustiner zukommen lassen. Auch wenn wir den Kasten noch nicht oft wirklich an den Mann gebracht haben, fand doch letztes Wochenende unser entsprechendes Meeting statt. Hier nun Teil 1 unserer Zeremonie…

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Mando Ciao?

opener mandoMittwoch haben Mando Diao auf ihrer Website eine ziemliche Bombe platzen lassen. Es hat mich ein bisschen erstaunt, wie gering das Echo darauf bisher war. Vielleicht, weil die Botschaft dort in Schwedisch steht? Hat’s keiner verstanden? Oder haben eh alle längst damit gerechnet?

Auf der Website steht: „Mando Diao och Gustaf Norén går skilda vägar“
Auf deutsch: Mando Diao und Gustaf Norén gehen getrennte Wege.

Das ist schon ein ziemlicher Hammer.
Hier zuerst noch mal der Wortlaut des Textes – übersetzt von mir in meinem Anfänger-Schwedisch.

„Mando Diao und Gustaf Norén gehen getrennte Wege.
Nachdem die Band jüngst unterschiedliche Vorstellungen über ihre Zukunft hatte, hat Gustaf diesen Zeitpunkt gewählt, um neue kreative Ideen und künstlerische Ausdrucksformen außerhalb von Mando Diao zu verwirklichen. Björn Dixgård und der Rest der Band werden als Mando Diao weitermachen und die vereinbarten Sommershows wie geplant spielen.
„Gustaf ist ein unglaublich kreativer und talentierter Musiker und Künstler. Jetzt erhält er die Zeit und die Freiheit, Ideen ohne Kompromisse zu verwirklichen und es wird äußerst spannend sein, wo dies hinführt. Der Rest von uns in der Band wird weitermachen wie immer und freut sich, auf all den Konzerten im Sommer die Fans zu treffen.“
Björn Dixgård.

Ein paar Fragen, Spekulationen und Gedanken dazu nach dem Break.

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