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Pass Blossoms auf!

Im Januar kommt das dritte Album der Blossoms. Auf der Insel sind Tom Ogden und seine Jungs bekanntlich echt eine Hitband, mit Nr.1-Debütalbum – und auch wenn das zweite diesen Level nicht ganz halten konnte,  zu Hause in Stockport bei Manchester konnten die fünf diesen Sommer das heimische Fußball-Stadion für ein Open Air binnen einer Stunde ausverkaufen.  Das ist schon ein Pfund.

Mein Job ermöglicht mir, Alben vor ihrer VÖ zu hören. Seit Kurzem kann ich daher auch der kommenden Blossoms („Foolish Loving Spaces“) lauschen. Ich behaupte daher: Die wird knallen. Diese Platte ist eine absolut gnadenlose Hitparade. Jeder einzelne Song könnte als Single  ausgekoppelt werden. Das Ganze ist super-mainstream-poppig geraten, mehr noch als je zuvor bei den Blossoms, fast schon 70s-ABBA/Bee Gees- (und mindestens Keane-) mäßig. Eine solche Gratwanderung zum Cheese muss man sich erst mal trauen – aber die Blossoms können es wagen, weil ihre Melodien das echt tragen.

Siehe die Vorab-Single „The Keeper“. Ein Pop-Knallbonbon sondergleichen! Dieser groovy Piano-Hook, dieser Refrain mit Ohrwurm-Garantie, dieser knackiger Text, der zum Kanon der klassischen Liebeslieder eine originelle Formulierung addiert! Das ist simpel und clever und in Sachen Songwriting eine echte Punktlandung. Sogar der Gospelchor hat seine Berechtigung und ist nicht nur bombastisch oben drauf gekleistert. Großes Gitarrenpop-Kino also – und das Beste: Auf dem Album sind 5,6 solche Kaliber.

Review: Tame Impala

Tame Impala – „Currents“

So, gebe ich doch auch eben noch meinen Senf dazu, oder? Dass Tame Impalas Dritte die Platte des Sommers 2015 ist, steht außer Debatte. Entsprechend ist auch schon sehr viel über „Currents“ geschrieben worden, sehr viel Gutes und Informatives, zum Beispiel hier, hier und hier. Noch eine Rezension zu schreiben, die die Platte beschreibt, ist kaum notwendig. Zumal: Ich habe für piranha wieder ein Telefon-Interview mit Kevin geführt (Hurra!), das ich hier in Gänze demnächst posten werde.

Darum mache ich es diesmal etwas anders und antworte auf ein paar Dinge, die übers Album gesagt werden.

Ja, Kevin Parker verwendet auf den neuen Platte sehr viel mehr Synthies und kaum noch Gitarren. Ich finde nicht, dass das einen so markanten Bruch darstellt, wie einige Leute zu denken scheinen. Weil im Kern ja immer noch SONGS stehen, von den Melodien her typische Kevin Parker-Songs. Es ist ja nicht so, dass wir hier plötzlich ewige Unnz-unnz-Tracks vor uns hätten, in denen eine ewig wiederholte Zeile „Raise your hands in the air“ oder sowas fordert. Nein, „Cause I’m A Man“ ist als Song doch gar nicht so anders als „Feels Like We Only Go Backwards“, nur anders umgesetzt.

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