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Review: Lord Huron

Lord Huron – „Vide Noir“

Ich war großer Fan vom letzten Lord Huron-Album „Strange Trails“ (2015). Auf dieser Platte fanden Ben Schneider und seine Band zu einer ganz eigenen Interpretation der Americana. Vorher, beim Debüt „Lonesome Dreams“ (2012), da war Schneider noch alleine unterwegs gewesen und der Sound seines Projekts war noch etwas wischi-waschi. Zu Anfang mischte sich Schneider unter Fleet Foxes, My Morning Jacket, Midlake, Band of Horses & Co, aber er fiel noch nicht richtig auf. Mit „Strange Trails“ aber schon. Da kam er zurück aufs Americana-Klassentreffen mit Elvis-Tolle und Lederjacke. Mit drei Musikern, als Quartett, mixten Lord Huron jetzt Americana mit klassischem 50’s/60’s-Rock’n’Roll und steigerten ihren Wiedererkennungswert enorm. Zuallererst: Die Songs von „Strange Trails“ war richtig, richtig gut.

Bevor nun drei Jahre nach „Strange Trails“ nun  „Vide Noir“ erscheint, ist etwas Unerwartetes passiert: Lord Huron hatten einen Hit. Es war die schläfrige Schlussballade „The Night We Met“ – ausgerechnet ein Song, der mich auf „Strange Trails“ immer kalt ließ – die zum bekanntesten Lied von Lord Huron avancierte. Wiederholt wurde die romantische Schmusenummer im Fernsehen eingesetzt. Als sie auch eine Schlüsselszene vom Serienhit „13 Reasons Why“ untermalte, gab’s den endgültigen Schub: Kaum war die Folge ausgestrahlt, ging der Song in zahlreiche Hitparaden der Welt.

Ob das der Auslöser war, warum Lord Huron jetzt einen Majorlabel-Deal an Land gezogen haben? In den USA verkaufte die Band auch vorher schon okay. Keine Frage aber, „The Night We Met“ hat sie noch mal auf eine neue Stufe befördert. Review: Lord Huron weiterlesen

Review – The Avett Brothers

True SadnessThe Avett Brothers – „True Sadness“

Ihren großen Wurf landeten The Avett Brothers 2009 mit ihrem Album „I And Love And You“. Ihre erste Platte auf einem Majorlabel sowie mit Producer Rick Rubin hinter den Reglern war ihr großer Aufstieg raus aus den Americana/alt.Country-Kennerkreisen. Ab jetzt waren sie eine der größten Bands ihres Genres. Höhepunkt war damals ihr Auftritt bei den Grammy Awards 2011: Die Macher der Show wollten damals der großen Wiederauferstehung des Folk Rechnung tragen, also luden sie Ur-Folkmeister Bob Dylan sowie die Hit-Folkies Mumford & Sons gemeinsam auf die Bühne. Dazu durfte noch ein Vertreter der Americana nicht fehlen – und dass man die Avett Brothers pickte, nicht etwa Ryan Adams, die Band of Horses oder Jason Isbell, zeigt den Stellenwert, den die Durchstarter aus North Carolina zu dem Zeitpunkt hatten. Man rechnete damit, dass sie das nächste Mega-Ding des Folk Rock würden.

Fünf Jahre später käme wohl kein Grammy-Producer darauf, die Avetts wieder in solcher Gesellschaft zu positionieren. Nicht, dass ihre letzten beiden Alben gefloppt wären – nein, sowohl „The Carpenter“ (2012) als auch „The Magpie and The Dandelion“ (2013) gingen in die Billboard Top 5. Die zwei Alben zementierten zweifellos den Status der Avetts als eine der größten Bands der erweiterten Americana.

Was allerdings nicht stattfand, das war der Durchbruch über die Genregrenzen heraus, den man prophezeit hatte. Review – The Avett Brothers weiterlesen

Review: Lord Huron

lordhuronLord Huron – „Strange Trails“

Das hier ist eine echte Überraschung. Ich musste glatt noch mal ins erste Album von Lord Huron reinhören – was habe ich da nicht bemerkt? Aber nein, das hat sich so nicht angekündigt. Damit konnte man nicht rechnen!

Aber von vorne: 2012 hat ein gewisser Ben Schneider sein Debütalbum veröffentlicht – unter dem Namen Lord Huron, denn Ben, als Grafiker in Kalifornien lebend, stammt ursprünglich aus der Gegend des Huronsees. Also von einem der großen Seen an der Grenze zwischen den USA und Kanada, entsprechend wurde Ben vom Folk des Nordens geprägt. Dieser Erstling also, „Lonesome Dreams“ war eine wirklich feine Platte, wenn man Musik a la Band Of Horses, Fleet Foxes oder The Head And The Heart mag. Leise Americana. Gut gemacht. Klar, ein Sound, den man gut kennt, daher nicht wirklich originell. Aber auf hohem Level.

Ich dachte also, sowas würde ich auch hören, wenn ich Lord Hurons zweites Werk „Strange Trails“ einlege. Aber, hey, wow – dieses Album ist so viel BESSER, das man von einem Quantensprung sprechen muss!  Review: Lord Huron weiterlesen

Meine Alben 2014. Pt 3 (16-11)

11-16 Header Temples

Hallo im Jahr 2015! Das Jahr ohne Atomic Café. Oh Mann, das wird ganz schön hart werden. Die letzten Nächte habe ich noch so oft wie möglich dort verbracht… schlimm wird’s ab Mitte/Ende Januar. Wenn ich ein, zwei Wochenenden nicht weg war, und mal wieder so richtig auf den Putz hauen will – aber dann nicht ins Atomic gehen kann. Ach je.

Aber zum neuen Blog-Eintrag. Ich sitze immer noch an der Liste meiner Lieblingsalben von 2014, die ich nun aufarbeite. Dabei fiel mir vorhin auf, dass mir ein Cut&Paste-Fehler unterlaufen sein muss, als ich meine Liste erstellt habe. Eine meiner Lieblingsplatten ist nämlich aus der Liste verschwunden, obwohl sie knapp hinter den Top Ten landen sollte. Die muss jetzt noch nachträglich rein. Wenn man genau ist, rutschen also alle anderen bisherigen genannten Alben eine Position nach hinten. Aber hey, ist ja eigentlich egal. Dies ist ja keine offizielle Liste irgendeiner namhaften Publikation, dies sind einfach meine Lieblingsplatten 2014, über die ich noch schwärmen und auf die ich noch mal hinweisen möchte. Naja, jedenfalls umfasst der nächste Post sechs Alben statt fünf, und es geht von Platz 16-11. Meine Alben 2014. Pt 3 (16-11) weiterlesen