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Japanik

Ich habe mir also vorgenommen, mich ein bisschen in die japanische Indie-Szene rein zu fuchsen. Aber ich hätte nicht gedacht, dass sie deswegen gleich künftig viel Raum auf dem Blog einnehmen würde. Alle paar Wochen vielleicht mal ein neuer Track, habe ich gedacht.

Aber hier ist schon wieder ein neuer sehr hörenswerter Song, diesmal von den Indie-Elektronikern Avengers in Sci-Fi aus dem Tokioter Außenbezirk Kanagawa. Ihre neue EP „Pixels“ kommt am 07.11. und voraus schicken sie das Video zum Track „True Color“

… und wo wir schon dabei sind: Was halten wir von Wasure Ranneyo? Der Junge macht zuerst den Eindruck, eine überdrehte, japanische Variante vom Indie-Rap-Typ a la Jamie T/Rat Boy zu sein. Dann biegt er komplett links ab, dann noch mal – und dann kommt er noch mal zurück. Das ist WEIRD. Seine neue Single heisst, äh,..:. „踊れ引きこもり“ (Ich hoffe, ich habe das jetzt richtig ausgesprochen.)

Tja, und ein bisschen Googlen ergibt: Das ist kein Solist, sondern ein Trio, sie heißen richtig Wasureranneyo (ein Wort), sie gründeten sich 2011, haben 2016 schon ein Best Of veröffentlicht und die Musik für einen Honda-Werbespot haben sie auch schon gemacht.

Also ich weiss ja nicht, wie’s euch geht, aber ich habe voll Spaß daran, diese Szene für mich zu entdecken. Viel außergewöhnliche Musik und abgefahrene Videos!

This Is J-Indie

Vor wenigen Tagen schrieb ich hier: „Ich sollte echt mehr über japanischen Indie Bescheid wissen.“

Denn erstens ist es schon manchmal frustrierend, mit anzusehen, wie sehr z.B. die britische Szene stagniert oder wie wenig in Schweden passiert, wenn man das mal mit früher vergleicht.
Gleichzeitig sind mir zuletzt vereinzelt mal Bands aus Japan aufgefallen – und quasi jedes Mal haben sie was bei mir ausgelöst. Mal ist es Begeisterung, mal Befremdung, mal liegt es irgendwo dazwischen. Ab und zu ist es beides gleichzeitig. 

Also habe ich mir vorgenommen, mich mal in die Szene rein zu hören. Ich dachte, das würde viel Recherche bedeuten und ich müsste mich durch unleserliche Websiten mit mir fremden Schriftzeichen kämpfen. Aber es ging viel leichter, als ich dachte. Man muss das ja tatsächlich nur googeln und landet schnell auf zahlreichen Sites, die ganze Listen führen, auch auf englisch. Sucht man sich dann Videos einer Band raus, deren Beschreibung vielversprechend war, bietet youtube in seiner Leiste rechts auch schon zahlreiche weitere Kandidaten an. Plötzlich hat man 30, 40 Bands durchgeklickt. Einige sind vernachlässigbar, einige haben mit Indie wenig zu tun. Aber die Quote der Bands, die ich auf irgendeine Weise spannend fand, die war enorm. 

Nach dem Break gibt es eine kommentierte Liste, in der ich Namen zusammen gestellt habe. Bands, die aktuell aktiv sind und die bei mir am meisten Eindruck hinterlassen haben.

Zum Start aber erst mal mein Lieblingslied von The fin. (Bild oben) Wer auf meinem Blog öfter mal landet, kann an diesem Namen nicht vorbei gekommen sein.

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Nippon / Tuck

Premiere: Die erste Band auf diesem Blog aus der Präfektur Kanagawa. Klingt exotischer, als es ist – Kanagawa ist leztlich ein Außenbezirk von Tokio. Kon’nichiwa, Avengers in Sci-Fi! Das Trio macht Indie-Electronica, so weit, so kennen wir das. Aber hey, die japanische Note macht’s halt echt exotisch und speziell. Das flasht mich gerade ein bisschen. Ich glaube, ich finde das super!

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